Unsicherheit


Unsicherheit
Gebrauchte Scheuklappen zu verschenken!
Siegfried Rieger (*1960)

Am Wochenende war mal wieder eine der Legendären Partys bei Sabrina im Haus. Von Mal zu Mal werden es immer mehr Mädels, so dass ich kaum noch alle Namen weiß. Sabrina hat insgesamt 19 Personen gezählt. Interessant ist dabei auch, dass drei Freundinnen oder Frauen dabei waren.19 Personen! Wenn man bedenkt, dass vor nicht einmal einem Jahr all diese Mädels versteckt bei sich zu Hause vor sich hin vegetiert haben, dann ist das eine glorreiche Änderung. Und ganz ehrlich. Es holt das Beste aus uns allen heraus. Mal eben kurz schminken und dressen ist lange nicht mehr angesagt. Mit den Anderen mithalten und besser machen lautet die Devise. Teilweise ist es wirklich heftig, wenn man sieht, welche Veränderungen einige in dieser kurzen Zeit gemacht haben. Große Klasse! Soetwas sollte es in ganz Deutschland geben.

Aber leider gibt es nicht überall so herrlich Verrückte, wie Sabrina, die fernab von irgendwelcher gezwungenen Stammtischatmosphäre einfach Ihr Haus bereitstellen und Party veranstalten. Großer Dank dafür.Bei dieser Party waren mal wieder die üblich Verdächtigen wie Svenja, Desiree, Chris oder Annabelle dabei, aber eben auch viele neue Gesichter. Etwas peinlich war die Situation, als irgendwer mir erzählte dass Saskia da sei. „Wer ist Saskia?“ fragte ich… ..Naja mit Saskia chatte ich schon eine ganze Weile ab und zu und hab sie trotz Ihres Bildes nicht erkannt, obwohl sie direkt neben mir stand…. Ein wenig peinlich war das, aber ansonsten ist mir den ganzen Abend nichts passiert, was richtig peinlich oder komisch gewesen wäre. Vielleicht ebbt meine etwas chaotische Art ja langsam ab… Obwohl, dann hätte ich ja nichts mehr zu schreiben… Nur massig langweiliges Zeug und das will ich ja nicht

Apropos „massig“! Massig Bilder wurden mal wieder gemacht und Annabelle hat sich selber übertroffen. Normalerweise sehe ich 30 Bilder und freue mich, wenn zwei bis drei vorzeigbare dabei sind. Ich habe drei Ordner „gut“, „nicht so prall“ und „Giftschrank“. Im Normalfall landen im ersten Ordner deutlich am wenigsten und im letzten Ordner deutlich am meisten. Insgesamt 27 „vorzeigbare Bilder haben es aber diesmal in den öffentlichen Ordner geschafft. Das ist ein einsamer Rekord. Ich glaube ich muss kritischer werden und einen neuen Ordner „wirklich gut“ erstellen 🙂

Spannend sind die drei Bilder zusammen mit Svenja, gibt es doch einen Chat, in dem wir beide unsere Fangemeinden haben. (Sie eine eher große, ich eine eher mittlere, aber sicher überschneidende Personen). Diese würden sich sicher über ein Bild mit uns beiden freuen.Die Bilder sind übrigens links unten unter „Schnappschüsse“ freigegeben… falls es irgendwen interessiert.

Gegen 3:00 zeigte die Party erste Auflösungserscheinungen, ich war aber keinesfalls Müde…

Da ich in mich in „geeigneter Kleidung“ befand (Punk-Style), habe ich mich kurzfristig entschieden noch in den Kaiserkeller zu gehen. Für alle nicht-Hamburger: Der Kaiserkeller ist eine kleine Hamburger Rock/Indie-Disco. Diese heiligen Hallen dürften in den letzten 50 Jahren schon alles gesehen und mitgemacht haben, was man sich so vorstellen kann. In einem Raum, in dem 1960 die Beatles die heile Welt mit ihrer Musik erschütterten, dürfte auch eine Transe nicht allzuviel Aufmerksamkeit erregen… so dachte ich zumindest.

Hey – nicht – allzuviel – Aufmerksamkeit – meinte ich!

Diese drei Wörter implizieren folgendes:
Natürlich will ich Aufmerksamkeit, nur eben nicht über alle Gebühr…. An diesem Abend musst ich jedoch feststellen, dass ich eigentlich überhaupt keine Aufmerksamkeit erregte. So haben wir eigentlich nicht gewettet. Männer wie Frauen liefen ohne jegliche Regung an mir vorbei und niemand interessierte sich in irgendeiner Art für mich. „Frechheit“. Erst dachte ich „Die tun alle so, als würden sie mich nicht beachten“.. aber ich musste feststellen, „hey, die beachteten mich tatsächlich nicht“.
Sapperlot!

Vielleicht will jetzt irgendwer mit dem scheinheiligen Argument kommen. „Ja Du siehst ja auch wie eine Frau aus, kein Wunder also!“. Dazu kann ich nur folgendes sagen:
(A) wenn ich in den Spiegel sehe, denke ich anderes und
(B) ist diese Nichtbeachtung trotzdem nicht schlüssig zu erklären.

Angenommen, ich bin in einer Disco und dort sind diverse Mädels, von denen genau eine einen kurzen Rock und 9 cm Absätze trägt. Wo sehe ich als Kerl und auch als Zoe hin?

Genau! Sicher nicht auf alle anderen Mädels sondern auf die kurzberockte. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

So ist es bei mir, aber anscheinend nicht bei allen anderen Hamburgern. Hamburg ist doch noch toleranter als ich eh schon dachte. Hier braucht wirklich niemand Angst haben, auszugehen. Wirklich nicht. Also, Mädels, Scheuklappen runter und ab ins Leben.

Ich liebe diese Stadt.


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