Blindschleichen auf dem Schlampenfest


Blindheit
Man ist nicht blind, wenn man neben sich einen Freund sieht.
Unbekannt

Ob eine Party als Grund dienen kann, mal eben am Wochenende knapp 1.300 Kilometer abzureißen mag sich mancher – mir eingeschlossen – fragen. Ich sage mal einfach „Ja“, denn ein anderer guter Grund fällt mir partout nicht ein.

Vielleicht wollte ich auch einfach nur den Staat mit meiner Ökosteuer eben mal sanieren, bin einfach Schlafentzugsfetischist oder habe mir vorgenommen alle deutschen Hotels zu testen….

Nein, wie ich es auch wende, ich fürchte der einzige Grund waren tatsächlich die Party und einige Persönchen, die ich hoffte, dort mal live zu sehen und kennenzulernen. Das hat dann später auch ganz gut geklappt. Beispielsweise hatte ich vor, Frau Cutie mal endlich live und in Farbe zu sehen. Leider sagte sie allerdings kurz bevor ein Mann, der später mal Annabelle werden sollte klingelte, ab. Donna hat aber nicht zugeben wollen, dass der Grund fürs Nichterscheinen „Zoe kommt!“ war. Nein besser noch: „Das wäre ein Grund doch hinzufahren“ Sowas höre ich gerne, auch wenn es schade ist, dass sie nicht kommt.

Naja egal, das Bellsche klingelte, mein Astra hat noch eine große Sporttasche und ein großes Beautycase eingeladen bekommen und es ging ab auf die Autobahn. Die Fahrt hatte keinerlei besondere Vorkommnisse außer der leicht unsinnigen Instruktion, ich solle „die da unten“ nicht Bayern nennen, das seien Franken. So`n Quatsch. Wer den Krieg (Bayern/Franken) verliert muss halt damit leben. ich bin ja auch kein Franzose, obwohl Napoleon mal Hamburg besetzt hatte. Ein Bayer ist für mich ein Bayer. Punkt!

Wir kamen also in Nürnberg an und namen das erstbeste Parkhaus direkt beim Hotel und mussten feststellen, dass wir genau auf einer Einkaufsstraße herauskamen. Mensch eigentlich wollte ich doch noch eine Runde schlafen. Stattdessen wurde das Gepäck verstaut und ersteinmal shoppen gegangen. Als ich das Hotel verließ kamen mir schon die nächsten Beautycaseträger entgegen, die dort rein wollten….

Unweit des Hotels war ein Laden mit massig teuren hochhackigen Schuhen im Schaufenster. Natürlich musste ich das näher in Augenschein nehmen. Auf meine Frage, ob oben auch noch etwas ist erwiderte der Verkäufer „Ja Ballkleider“ – Kein Grund, das nicht auch näher in Augenschein zu nehmen. Dem Verkäufer kam das wohl spanisch vor und er folgte mir. „Sie suchen sicherlich ein Geschenk“ … Geschenk? Nö ich stöbere nur. Naja ich hab ihn dann darüber aufgeklärt, warum den ganzen Tag schon verdächtig viele sehr interessierte Männer durch den Laden geisterten. Das war ihm auch irgendwie schon aufgefallen, aber er konnte es nicht zuordnen.

Zurück ins Hotel um sich langsam fertigzumachen, das Zimmer zu verwüsten, sich in letzter Minute noch für ein anderes Outfit zu entscheiden und sich zu ärgern, dass die nötigen Accessiores noch zu Hause liegen und Annabelle durch meine Langsamkeit zu nerven „Nein Annabelle ich bin fast fertig, nur noch nägel kleben und lackieren“ ….Stunden später gings dann endlich auf die Party.

Mit der Brille konnte ich auf den ersten Blick etwa drei Personen erkennen, die ich anhand einiger Bilder erkannte. Mia, Susan, Trinchen. Eine ganz miese Quote und es zeigte sich mal wieder, daß ich nicht sonderlich erfolgreich im „Leute erkennen“ bin.

Viel schlimmer noch, ich dachte Leute erkannt zu haben, nur um sie anzusprechen und herauszufinden, dass ich mich gerade furchtbar geirrt hatte…. Das ist mir gleich zweimal passiert und ich habe Ansprachen ersteinmal aus- und meine Brille abgesetzt. Dann lasse ich mich eben erkennen! Eine tolle Idee.

Haarig wird es allerdings immer dann, wenn das Gespräch wie folgt läuft:
Du bist Zoe! Ähm ja stimmt… und ähhh wer bist Du?
Richtig unangenehm wird es darüber hinaus, wenn man fststellt, dass dieses Personen sind, deren Seiten man eigentlich seit jeher immer mal wieder besucht und die man schon lange lange still heimlich und leise ganz großartig findet…

Wirklich oft hab ich beispielsweise bei Maschas Bildern staunend vor meinem Laptop gesessen, mich durch ihre vielen Bilder geklickt und immer wieder gefragt, ob sie ein Perückenstudio überfallen hat… Gleiches passierte auch mit Kerstin Black, die nicht von ungefähr seit dem ersten Tag dieses Blogs rechts unter den Personen steht, von denen ich irgendwie besonders fasziniert war…

…Nun standen beide vor mir, beide erkannten mich, und ich erkannte beide nicht. Ein Desaster für mich.

Ein Desaster zum gleichen Thema aber anderer Art hat auch Annabelle erlebt, als Trinchen zu ihr Meinte „Du bist doch Anja-K, oder?“ Mancheiner mag das als Beleidigung ansehen… So auch Annabelle. Ehrlichgesagt war sie ein wenig sprachlos und ich habe Trinchen lieber garnicht erst raten lassen wer ich hätte sein können. 🙂

Nur zum Vergleich:
Das hier ist Anja-K
und das hier ist Annabelle

…Mancheiner sagt nun, die Bilderauswahl sei nicht fair.
Stimmt!
Aber die Verwechselung war es auch nicht
🙂

0:55, daher morgen mehr

 

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