Es ist ein Kreuz mit dem Bloggen


Nicht nur kostet Blogging unwahrscheinlich viel Zeit, nein, es fängt auch noch an, gewisse Nebenwirkungen nach sich zu ziehen.

Die Wandlung kam schleichend, aber ich fürchte, ich kann sie kaum noch leugnen. Ich werde über Gebühr gelesen und das bedeutet auch, dass ich mir langsam Gedanken machen muss, was ich so schreibe und wie ich so schreibe.

Es kam jetzt binnen kurzer Zeit mehrmals vor, dass sich irgendwer aufgrund meines Geschreibsels bzw. meiner Meinung auf den Schlips getreten gefühlt hat. Teilweise kann ich das verstehen, wenn ich mal ganz ehrlich die andere Seite ansehe, teilweise verstehe ich Aufregungen nicht.

Okay, ich gebe zu, nicht bei allem was ich schreibe sind alle für und wider durchgespielt, manches ist aus einem Gefühl heraus geschrieben, manches aus einer Situation, alles aber aus einer eigenen Meinung und jedem Leser ist frei überlassen, sich seine eigene Meinung zu bilden oder meine zu übernehmen.

Nun bin ich eigentlich der Ansicht, dass eine eigene Meinung auch ausgesprochen werden sollte und dass man auch mal etwas als „scheiße“ bezeichnen sollte, wenn es eben nicht besser ist. Ebenso schreibe ich ja auch klasse über etwas, wenn ich es eben als klasse empfinde. Alles andere untergräbt meine Glaubwürdigkeit, vor allem aber macht es mir kein Spaß. Ich habe kein Spaß, ein Jubelblog zu schreiben. Ich möchte berichten, was ich denke, nicht was ich glaube, was anderen helfen könnte. Diese eigene Meinung ist es ja, die einen Blogger von einem Journalisten unterscheidet.
Wer freundlich und nett ist, vielleicht witzig und vor allem eine gute Arbeit liefert, der wird immer positiv bei mir wegkommen, im anderen Fall werde ich auch das schreiben.

Wie gesagt, ich gebe zu, dass knapp 850 mal pro Tag mein Blog aufgerufen wird und ich mit der wachsenden Zahl meiner Leser nichts in meinem Schreibstil geändert habe… So sind zumindest in einer kleinen Szene wie der, in der ich mich befinde, dann Dinge schon mal schnell durch… aber im Normallfall ist jedem die Möglichkeit gegeben, Stellung zu nehmen und wenn ich wirklich fehlerhaft bin, nehme ich meine Ansicht auch gerne wieder raus und schreibe das auch, ebenso übrigens auch, wenn meine Kritik zu einer Veränderung in irgendeiner Art geführt hat.
Vielleicht werde ich allerdings in Zukunft doch öfter ein wenig länger überlegen, was ich wie genau schreibe, denn eine „Androhung rechtlicher Mittel“ ist, selbst, wenn absolut nicht durchsetzbar, so immer doch zumindest ein Ärgernis….


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5 thoughts on “Es ist ein Kreuz mit dem Bloggen

  1. Mal abgsehen davon was du schreibst… 😉 …. jibbet ja da noch die Bildchen die du Flickr’st 😉 … aber ich zensiere ja auch immer gern.. unter Androhung von nicht rechtlichen Mitteln… die viel viel schlimmer sind….

  2. Schreib nur so frei von der Leber weg, sonst warst Du ja auch nicht mehr authentisch, das macht doch den Charme eines Blogs aus.

    Und ausserdem muss man als Leser doch einfach sehen, dass das kein Essay ist, an dem einen Monat lang gefeilt wurde.

    Ich würde das eher nach dem Fishermen’s friend Motto sehen – sind sie zu stark bist zu schwach 😉

  3. Hallo Zoe,
    als eine von den 850 Klicks pro Tag bitte ich dich, weiter so zu schreiben wie bisher. Leute, die sich über ein Blog aufregen (wenn nicht gerade irgendwelche rassistische oder sonstige Scheiße – natürlich muss man die Dinge manchmal beim Namen nennnen – drinsteht 😉 sind meiner Meinung nach ahnlich schlau wie Menschen die sich beschweren, dass sie ihre Nachbarn nackt am Fenster beobachten können…. wenn man sich auf einen Stuhl stellt und mit einem Spiegel um die Ecke guckt…

    Liebe Grüße,
    bleib dir treu,
    Vanessa

  4. Mensch Zoe,…
    wie es jetz schon die Bild als Motto hat:
    „Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht!“ Und außerdem mach dir nich so viele Gedanken darüber was andere denken, dann provozierst du halt,… ist doch auch was! Aber dann bewegst du wenigstens Menschen dazu über deinen Standpunkt nachzudenken und sich damit auseinanderzusetzen,…

    außerdem hacke ich dir den Kopf ab wenn du was anderst 😉

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