Taxifahrer und andere Missgeschicke


Weil das Parken am Flughafen Tegel etwa vier Monatsgehälter pro Tag kostet (zumindest fast) überlegte ich mir, mein Auto ein paar Kilometer vom Flughafen an die Strasse zu stellen und stattdessen ein paar Euros in eine Taxifahrt zum Flughafen zu investieren.

Ich fand einen Parkplatz und schnellstens auch einen Taxifahrer, der mich zum Flughafen Tegel fuhr. Weit zu früh erreichte ich also den Flughafen – genug Zeit also, mich noch ein wenig mit meinem Laptop in die Sonne zu setzen, um noch ein wenig zu bloggen… Leider musste ich aber auch bemerken, dass es zwar drei W-Lane dort gab, aber keines frei oder offen war.

Traurig, traurig. Ich finde ja W-Lane als absolutes Flughafenfeature an – genaugenommen als generelles Feature für eine höhere Kundenzufriedenheit 🙂

Na egal, da ich eh kein Internet hatte und sich Sheila auch bald zu mir gesellte steckte ich mein Notebook wieder ein und wollte eben später während des Fluges ein wenig bloggen. Gesagt getan. Natürlich gab es über den Wolken auch kein W-Lan, aber vorschreiben kann man ja trotzdem ein wenig….

Nun gibt es bei Air Berlin in Inlandsflügen ja nicht nur nette Frauenzeitschriften sondern auch Minisnacks und jeweils ein kleines Getränk. Bei mir war das ein kleiner Becher mit Cola, den ich dann schön großflächig über die Tastatur meines Notebooks verteilte. Na danke! Immerhin war ich selber schuld.

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….Ein Liter Cola enthält 36 Zuckerstücke, ein kleiner Becker also etwa 7 Zuckerwürfelchen, die sich flüssig in meiner Tastatur verteilten…

Den Rest des Fluges verbrachte ich denn damit, mit Servietten und Erfrischungstüchern mein Notebook einigermaßen rudimentär zu reinigen.

Also, wenn in der nächsten Zukunft mal einige Buchstaben hier fehlen, dann liegt das vor allem daran, dass nicht mehr alle Tasten so leichtgängig sind, wie bisher. Vor allem das „E“ macht ein wenig Probleme…. Fuck!

Abgesehen von diesem selbst verschuldeten Missgeschick kamen wir aber immer unbeschadet am Ziel an. So beispielsweise Abends zum vom Hotel Leonardo zum Schlampenfest. Da gleichzeitig Sheila und ich, Laura und Nina, sowie Shannon + Begleitung fuhren, brauchte es zwei Taxen, um dort anzukommen. Ein Wagen kam sofort, ein anderer brauchte lockere 15 Minuten und einen zweiten Anruf bei der Taxizentrale.

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auf dem Weg zum Fest
Während dieser Zeit standen wir vorm Hotel und liessen uns von diversesten idioten in ihren Prollkarren begaffen, die gerade zur nahegelegenen Disco fuhren. Präsentierteller also…

Endlich kam eine Taxe und nahm uns mit. Leider allerdings hatten wir einen Unfähigen Taxifahrer erwischt.

Ich: Zum Hotel Avenue
Er: schaute mich an wie ein Auto, nur langsamer.
Ich: Nachtcafe Planet Earth
Er: schaute mich wieder an wie ein Auto, und kein Deut schneller.
Ich: Äh sie sind aber schon aus Nürnbrg, oder?
Er: Nach langem Zögern. Wissen Sie die Strasse?
Ich: Nein, ich weiss das Ziel, reicht das nicht?
Er: Können Sie mir den Weg zeigen?
Ich: Ich denke, das bekomme ich hin.

Hallo? Ist das richtig so, dass in Zukunft Kunden den Taxifahrern den Weg weisen müssen? Da hat Nürnberg 2 1/2 Hotels und an einem standen wir gerade, ist es zu viel verlangt, wenn Taxifahrer diese Paar Hotels kennen sollten? Ich denke nein.

Egal, ich führte unsere Taxifahrer also zum Hotel Avenue. Trotzdem musste ich ihn bezahlen und nicht andersherum. Nichtsdestotrotz war die Konversation bei dieser Fahrt besser als mit zwei anderen Taxifahrern an diesem Wochenende.

Dem Taxifahrer, der Sheila und mich zurück zum Flughafen Nürnberg brachte, dem war Konversation offensichtlich fremder. Nicht weil er sich nicht hätte unterhalten wollen – stattdessen schien er einfach kein Deutsch zu verstehen. Zumindest stellten wir mehrere Fragen, die er uns nicht beantworten konnte, weil er uns offensichtlich nicht verstand.

Ein taxifahrer kann zwar Deutsch, kennt den Weg allerdings nicht, ein anderer kennt zwar den Weg, kann aber kein Deutsch. … In Nürnberg scheint jeder Taxifahrer werden zu dürfen.

Anders als in Berlin. Dort gibt es eine Taxifahrerprüfung… Die Taxifahrer können Deutsch und kennen den Weg. Leider führt das aber auch dazu, dass sie sofort wissen, wo es hingehen soll und ihren Unmut gerne und überdeutlich kuntun.

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Mein Taxifahrer beispielsweise war wenig erfreut, dass er mich eine knapp 6 Euro Fahrt fahren sollte und zeigte dieses deutlichst. Warum ich mich nicht hätte bringen lassen und der Taxifahrer, der mich zum Flughafen gebracht hätte, der hätte mir das um die Ohren hauen sollen. Zu allem Überfluss gab er mir bei einem Fahrtpreis von 5,70 Euro und einem Zehner, 4,40 Euro zurück – und das war sicher kein Versehen, denn ich sagte deutlich 7 Euro…

Nun in meiner liebsten Stimme säuselte ich ein „Auf wiedersehen“, nachdem ich ihn meine schwere Tasche aus dem Wagen wuchten liess.

Ein Arschloch.

….Ich kann es ja glatt verstehen, er stand eine ganze Weile und musste sich nun wieder hinten anstellen. Pech würde ich sagen. Mein Mitleid war vor der Fahrt allerdings deutlich größer als danach.

Aber ih hab auch schon einmal versucht, in ein hinteres Taxi in solch einer Schlange einzusteigen um dem ersten Fahrer der Schlange soetwas zu ersparen. Denkste – ich wurde nah vorne geschickt. Seither versuche ich das nicht mehr. Selber Schuld…


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One thought on “Taxifahrer und andere Missgeschicke

  1. Sie beschreiben hier 2 nicht seltene Probleme im Taxigewerbe. Schwarze Schafe der Zunft, wird es immer wieder und überall geben. Am besten nehmen Sie eine Visitenkarte von dem Taxiunternehmen Ihres Vertrauens und rufen diesen so oft es geht an…ansonsten heisst es hoffen, dass Sie bei jemanden einsteigen, der das was er tut wirklich gerne tut.

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