Propaganda @ Goya Club


Letztes Wochenende hab ich mich mal wieder an das große Tuntenbuch erinnert. Werden dort doch hundert Personen mit Fragen durchlöchert. :Nina Queer: hat dabei folgendes zu Papier gegeben:

Was darf einer Tunte nie passieren?
Am Club anstehen zu müssen!

Lassen wir das mal so stehen, denn wenn Nina das sagt, dann darf man das durchaus als Gesetz ansehen.

Wir befinden uns im Jahr 2007 n. Chr
In allen berliner Gayclubs haben Transen freien Eintritt und müssen nicht warten
In allen? Nein! Ein von unbeugsamen Türstehern bekölkerter Club hört nicht auf, den Eindringlichen Widerstand zu leisten.

So, oder so ähnlich fängt jedes Asterix Comic an und wie in einem Comic kamen wir uns letzte Woche auch vor. Das Propaganda hatte Neueröffnung und es sollte im Goya gefeiert werden. Schon auf dem Flyer stand „Drags free“. Das Ansinnen an sich ist ja löblich, aber da dieses ein ungeschriebenes Gesetz in Berlins Gayszene ist, ist das schon eine gefährliche Entwicklung. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass es anders ist, wenn es da nicht steht… nix gut 😉

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Nun wir fuhren mit zwei Autos zum Goya und als ich noch immer umherkurvte um einen Parkplatz zu finden stöckelten die anderen Mädels bereits auf die lange Schlage vorm Goya zu, wir suchten und suchten weiter und kamen lockere 12 Minuten später erst an dieser Schlange an. Ninas Zitat folgend gingen wir an der Schlange vorbei direkt an die Tür. Zumindest so weit nach vorne, wie irgend möglich, denn auf einmal versperrte mir Janka den Weg, davor Claire und selbst Sheila war in den letzten 12 Minuten trotz aller Überredungskunst nicht hereingelassen worden.

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Das Goya war voll und niemand wurde mehr hereingelassen – das schloss leider auch frierende Transen ein – uns!

Kurz bevor wir uns aber wegen der Eiseskälte für eine andere Abendbeschäftigung als „in der Kälte stehen und warten“ entschlossen hatte Janka eine Lösung parat. Es gibt einen kleinen Nebeneingang, der kurz geöffnet wird, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der den Schlüssel dazu hat und willens ist, einen hereinzulassen. Janka kannte jemanden und wir wurden eingelassen. Naja wir alle ausser Sheila, die weiterhin vor der Tür wartete – aber auch endlich eingelassen wurde.

Trotz der Fülle fanden wir uns aber im Goya schnell wieder. Zur Party selber ist vor allem so viel zu sagen, dass sie viel besser Gefüllt war als die High Heels Party vor einigen Monaten und dass das Goya natürlich alleine durch die Atmosphäre immer ein gewisses Flair ergibt, die eine kleine, dunkle Partylocation nicht erreichen kann. Dazu kann man natürlich bei der Musik von :Superzandy: im Großen Saal und Polla Disaster im kleinen Raum nichts sagen.

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Eine gewisse Einzigartigkeit hat das Propaganda aber schon durch die Hostess Marlene Deluxe erreicht, die, aus Frankfurt kommend, in Berlin natürlich nicht die Bekanntheit hat und trotzdem allerhand Glamour verströmtz. (sie ist nicht durch zu häufiges Auftreten überGEsehen und wird doch durch Ihre Größe und ihr auftreten deutlich nicht übersehen.

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Also ich fand das Propaganda ziemlich klasse und man wird mich mit Sicherheit dort in Zukunft häufiger sehen.

An diesem Abend habe ich mich allerdings früh (gegen kurz vor vier) verabschiedet, da ich wegen einer gerade überstandenen Grippe noch nicht wieder ganz auf dem Dampfer war. Man will es ja auch nicht verschleppen. Gell!


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5 thoughts on “Propaganda @ Goya Club

  1. ick hab da gewartet weil ihr doofen nüsse ein echtes problem mit der stillen post habt….. bei mir kam an „wir gehen“ ! und ich geh nicht wenn ich irgendwo rein will…… *grmmmmppfff*……

  2. also das disco ist nicht so gut wie ich mir das vorgestellt habe. und 12 euro nur alleine für rein zu kommen ist viel zu viel sorry, aber das ist abzokerei….

  3. Nun, eine Party ist immer so gut, wie die Stimmung und wie die eigene Stimmung… Mal ist sie besser und mal schlechter, wobei 12 € aber tatsachlich eine ganze Menge sind.

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