Sarah und Polly und wir im Irrenhouse


aber nicht gerade die beste Party bisher dort.

Eigentlich war an diesem Wochenende das Schlampenfest in Nürnberg, aber wir haben uns entschieden, dass der Spaßzuwachs die Kosten nicht ganz aufwiegt zumal im Vornherein eine ganze Menge Personen abgesagt hatten. Drum blieben wir also in Berlin und haben lieber wieder einmal das Irrenhouse von :Nina Queer: besucht. Das ist ja immer eine sichere Sache.

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Das sahen scheinbar auch ein paar andere so, denn zum einen war Polly wieder in Berlin und gänzlich unerwartet stand Sarah-Maria auf einmal vor meiner Tür. Eigentlich erwartete ich Sheila, die mit dem dringenden Grund auf Toilette zu müssen diese Überraschung einleitete. Stattdessen schwächelte Janka an diesem Wochenende rum. Sie habe nichts anzuziehen !!! …Schon mal in deinen Kleiderschrank geschaut Janka? Na, sie kam trotzdem noch ins Irrenhouse, wenngleich in der Männlichen Form… (Nur mal formhalber – wenn ich jemanden bereits kenne, dann er-kenne ich ihn auch wieder 😉 )

 

Vor dem Irrenhouse wollten wir aber noch einen Abstecher im Ackerkeller zur Wigstöckel Loves You Soliparty, auf der sich zum Bleistift Chicago Rose und Chou Chou de Briquette die Ehre geben sollten. Nach einer schier endlosen Parkplatzsuche und einem gefühlt noch längerem Fuschmarsch in arktischer Kälte kamen wir endlich im Ackerkeller an – um dort an der Kasse zu erfahren, dass

a) Chicago abgesagt hätte und wohl bei ihrer Party im White Trash sei
b) dass die Show gerade beendet sei und
c) dass sie Eintritt haben wollten.

das war wie Kinderüberraschung, gleich drei Gründe auf einmal – nicht in den Ackerkeller zu gehen und an der Kasse kehrt zu machen und dene eben erwähnten Fussmarsch in Richtung auto wieder aufzunehmen. Irgendwie waren die Mädels an der Kasse dabei ziemlich patzig und pissed als wir auf dem Absatz kehrt machten. Ich kann mir nicht helfen, aber mit Wigstöckel-Veranstaltungen werde ich irgendwie nicht so recht warm…

Statt jetzt allerdings ins White Trash zu fahren, entschieden wir uns, bereits jetzt das Irrenhouse zu besuchen. Also holten wir uns bei Divatlantique eine nette Begrüssung und drei Freikarten ab und schritten die Treppen in die heiligen Hallen hinunter. ..Waren wir schon einmal so früh im Irrenhouse? Wenn, dann zumindest lange nicht. ZUmindest kann ich mich nicht erinnern, das Irrenhouse jemals so leer erlebt zu haben – dieser Umstand sollte sich aber noch arg ändern.

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Nun, wir schlossen sozusagen fast mit auf, der Laden war leer, auf der Leinwand nährte Nina Queer fleissig und in endlosunger Wiederholung ihren Ruf als weltgrößte Schwanzbläserin Berlins. Selber war sie allerdings noch nicht im House. Tatjana allerdings saß bereits fertig blond und glitzernd im Pop-Floor Raum und erzählte uns ein Paar weitere Anekdoten aus ihrem Buch Tatjana, Schicksalsjahre einer Königin. Mal sehen, wie es weitergeht. Während wir so warteten, dass das Irrenhouse voll wird, trudelten auch Stella DeStroy, Nina Queer und irgendwann dann auch Polly und Shanee, Janka und Mel in Männerkluft und Kitana ein. Besonders lieb war, das Krizzi mit ihrer Kamera kam, und das obwohl Berlin4Fun keine Fotos aus dem Geburtstaksklub mehr bringt. Sie war also vollständig nur unseretwegen da. Vielen Dank Krizzi.

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Gemeinschaftlich warteten wir auf das Mainevent, die Show, die sich aber hinzog. Die Damen liessen sich dieses Mal wirklich Zeit.

Anders als zumeist bedeutete diese Warterei jedoch leider deises Mal nciht, dass großartiges eben seine Zeit braucht, denn die Show war ziemlich enttäuschend. …Nun gut, man ist aus dem Irrenhouse eben großartiges gewohnt. Glitter, Galamour, Travestie vom Feinsten und so ist „Hausmannskost der Travestie“ eben schon enttäuschend.

Nina Queer

Den Beginn machte Biggi van Blond mit einer, mir gänzlich unbekannten Nummer von etwa einer Minute länge. Man könnte auch sagen, dass die Nummer weniger lang gedauert hat, als Ninas Anmoderation. …Was war denn das Biggi? Ich könnte mir vorstellen, dass Ninas erschreckte Meinung, ob das schon alles gewesen sei durchaus ernst gemeint war, denn das fragten sich alle umherum – mir eingeschlossen. Polly meinte noch, dass Biggi doch eigentlich einen zu guten Namen hätte, um soetwas abzuliefern. Diesen Worten ist wenig hinzuzufügen. Biggi ist klasse. Dieser Auftritt war es ausnahmsweise mal nicht. Er hat nichteinmal lang genug gedauert um ein ordentliches Foto zu schiessen…

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Ihr folgte Tatjana, die Nina mit den Worten „Auf der Berlinale wird auch viel Scheisse gezeigt – Tatjana“ ankündigte. Nicht gerade nett. Tatjana rachte ein deutsches Lied, dass davon handelte, dass ein kleiner Peitschenmann, sie auf der Bühne auspeitschen sollte. Zum Lied kam dann auch ein Mann auf die Bühne, der sie dann auch tatsächlich auspeitschte. Strange irgendwie. Aber zumindest von der Idee deutlich spannender als der erste Beitrag. Aber auch bei Tatjana muss ich gestehen, dass der Funken irgendwie nicht überspringen wollte. Tosender Applaus ist irgendwie etwas anderes. Nun auch Tatjana hat schon mehrfach gezeigt, dass sie es besser kann. Insofern hab ich da keine Angst.

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Der letzte – und in meinen Augen auch beste – Beitrag wurde dann von Stella DeStroy gegeben. Dessen Sinn ich zwar auch erst nach dem Auftritt verstand, als er mir erzählt wurde. Stell bekam ihre Tage. Warum lassen wir mal dahingestellt. Aber ihr weisses Satinkleidchen wurde in laufe des Auftrittes mit viel Ketchup äääh Blut ziemlich versaut und benötigt ganz dringend eine Reinigung. Der Auftritt war der beste von drei nicht berauschenden und alle mit denen ich mich so darüber unterhielt, waren eigentlich ziemlich enttäuscht.

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Nun, ich bin mir sicher, Nina wird das nächste Mal wieder Travestie vom feinsten aus der Perücke zaubern.

Was gibt es ansonsten zur Party zu sagen? Hmmm wenig. Polly und Shanee verzogen sich frühzeitig, eine ganze Menge typischer Personen waren dieses Mal nicht dort, der Raucherraum war extrem verqualmt (drum ist es ja der Raucherraum), ausserdem war es voll – uns etwas zu voll und so zogen wir mit sechs Personen und einem Mini weiter ins White Trash. Dazu aber morgen mehr.

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One thought on “Sarah und Polly und wir im Irrenhouse

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