The Puppini Sisters


Eine Zeitreise in die 20er Jahre mit den Puppini Sisters
The Puppini Sisters

Wie geil war das denn? Vor schon ziemlich langer Zeit fragte Sheila mich, ob ich mit zu den Puppini Sisters möchte. Puppini Sisters? Nie gehört… Egal, ich bin dabei

Rock’N’Roll sei angesagt. Kein Problem, das Pettiecoatkleidchen herausgeholt und mir gedanken über das Styling gemacht. Dabei noch einmal auf Sheilas Blog geschaut… Puppini Sisters seien die legitimen Nachfolger der Andrews Sisters? Waren die nicht eher 20er Jahre statt 60er? Pettiecoatkleidchen eingepackt und was anderes herausgeholt. …Das ganze dauerte natürlich etwas länger, aber Sheila kam eh viel zu spät und ich war fertig, als sie klingelte. Ab zum Admiralspalast. …Zumindest drei Querstrassen weiter, denn ein Parkplatz war nicht aufzutreiben.

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Im Admiralspalast tauchten wir dann in die Welt des Swing ein. Hier war wirklich jeder in der Zeitperiode von 20er bis 50er Jahren gekleidet, es gab einen großen Saal und einen kleinen, es wurde gepokert und neben der Garderobe wurden für zur Not noch Krawatten und ähnliche Utensilien verkauft. – und voll was es. Sozusagen eine große Boheme Sauvage, nur eben mit noch mehr Leuten und in größerem Ambiente. Aber eigentlich war es nicht nur wie eine Boheme Sauvage sondern es war eine. Denn wir konnten einige der Gäste und Gastgeber von dort wiedertreffen. Es war also mehr als ein Konzert, der Puppini Sisters – viel mehr. Hier haben sich einige Leute richtig viel Mühe gegeben.

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Aber zu Konzert selber. Die Puppini Sisters sind in der Tat irgendwie die Nachfolger der Andrews Sisters. Dreifacher Gesang mit einer Band im Rücken und im großen und ganzen dem besten aus knapp 90 Jahren Musikgeschichte. Zur Einstimmung und zum Eisbrechen etwas, das alle kannten „Bei Mir Bist Du Schoen“. Ein Klassiker, wenn es um deutsche Swing Musik geht – so denke ich mit meinem beschränkten Wissen, dass sich aus dem Film Swing Kids zusammensetzt.

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Swing Kids, ein Film, nachdem ich damals, als ich ihn sah, mehr als nur angefixt war. Leider gab es eine solche Szene damals in Hamburg nicht und so wurde nichts draus, das zu vertiefen. Ansonsten hätte ich vielleicht auch tatsächlich irgendwann mal einen Tanzkurs belegt. Denn gestern war ich ziemlich unglücklich, nicht tanzen zu können, als ich sah, was manche so drauf hatten. – aber auch dazu später noch einmal.

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Ich schweife ab. also zurück zu den Puppini Sisters. Schrieb ich vorhin, dass alle das Lied bei mir Bist Du schön kannten, so kannten viele der anderen Lieder. Mich haben die Damen auf der Bühne spätestens überzeugt, als sie „It Don’t Mean A Thing“ spielten, nicht umsonst der Grund, warum ich mir einmal eine Swing-Platte kaufte. Vor langer, langer Zeit.

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Was soll ich sagen, ich war ziemlich begeistert und etwas verwundert, dass mir Marcella „die kleene mit dem zylinder von der letzten boheme sauvage“ erklärte, dass nach Hause gehen, jetzt falsch sei, da noch zwei burleske Tänzerinnen auftreten würden und noch eine Modenschau von Herr von Eden achja und noch eine Dessousschau von Blush Lingerie folgen würde.

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Das meiste davon habe ich allerdings verpasst, da ich mich festgequatscht habe. Egal, das alles für paarundzwanzig Euros. Besser anlegen kann man sein Geld eigentlich kaum… Nur – aber auch dazu komme ich eher morgen als heute noch.

Ich wage jedenfalls zu behaupten, dass die Puppini Sisters nicht jeden Abend eine solch passende Audience geniessen können.

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