Bar Tausend

Freddy Fischer in der Bar Tausend

Tja, so kann es geschehen, da speist man nichtsahnend mit Sheila Meeresfrüchte im Grill Royal und da kommt jemand an unseren Tisch und lädt uns in seine Bar ein, Bar Tausend hiesse sie, und sie sei eigentlich nur ein paar Meter entfernt.Er würde sich freuen, wenn wir vorbeikämen.

…Bar Tausend, da war doch etwas. Je genau, ich schrieb über die besten Partystädte weltweit und die Bar Tausend war einer der Gründe, warum laut dem Forbes Traveller Magazin Berlin nach New York die zweite Stelle belegt… Den Namen Tausend hatte ich zwar nicht vergessen, aber doch weit hinten in meinem Hirn archiviert. Bis man uns auf einmal einlud. Und das tat nicht irgendwer, sondern der Inhaber Till Harter selbstpersönlich.

Das Erfolgsgeheimnis ist laut Tagesspiegel dann auch folgendes:

keine Werbung für das Tausend, keine Flyer, keine Plakate. Nur persönliche Einladungen „an Leute, die ich kenne und gerne mag, an Freunde und nette Bekannte“.

Wir hatten eine… Ob man sich darauf jetzt etwas einbilden kann? Hmmm vielleicht, denn immerhin gilt die Bar Tausend – wie ich jetzt im Nachhinein gelesen habe, als eine furchtbar harte Tür und das Internet ist voll von Personen, die leider vor der Tür bleiben mussten.

Diese zu finden ist dabei auch nicht einfach, denn es ist eine unscheinbare Eisentür in einer Mauer, Kein Schild, kein Türsteher nur eine Klingel auf der die Nummer 11 stand. wir klingelten und uns wurde aufgetan. Offensichtlich hatte man uns angekündigt, denn der Eintritt war frei, wie auf die Garderobe. Letzteres ist allerdings normal in der Bar Tausend.

Die Bar selber ist die stylische Variante eines Ubahnschachtes, indirekt beleuchtet mit Metallplatten verkleidet und proppevoll. Dazu eine Bar auf ganzer Linie, die es in sich hat mit einem Bartender, der den Titel Bartender 2007 trägt und großartigen – wenngleich auch preislich anspruchsvollen – Pink Mojitos mit Minze und Erdbeere. Ein Gedicht, welches und vom Bartender vorgeschlagen wurde.

Die Bar Tausend sollte der Inbegriff guter Kleidung sein, das stimmte auch irgendwie, und irgendwie dann doch auch wieder nicht. Anzüge: Ja, Kleider: Ja, High Heels: auch, aber irgendwie immer noch lässig und nicht aufgesetzt. Alles war eien Spur lässiger als beispielsweise im Felix, aber ich glaube das lag vor allem auch an den Personen dort, die eben nicht die typischen BWL Studenten waren sondern irgendwie… ich schrieb es schon lässiger waren.

Das war es auch, wie man die Musik bezeichnen konnte. Erst smooth wenngleich laut und dann Funkig. Es spielte nämlich eine Liveband, von der ich zwar noch nie etwas gehört hatte, die mich aber vollständig mitriss. Freddy Fischer & his Cosmic Rocktime Band. Freddy Fischer ist ein Heimorgelvirtuose dessen Band eine mitreissende Mixtur aus Soul, Funk und Disco spielte.

Irgendwo in den 70ern muss diese Band eine Abzweigung auf ein Nebengleis irgendeiner Bahn genommen haben und da stehen sie noch immer und spielte nun unter einer Bahnstrecke in der Bar Tausend Disco. Drei Orgeln, ein Bass, ein Schlagzeug und eine Gitarre, dazu ein charismatischer Freddy Fischer und die Bar Tausend tanzte. Eingängige Rhytmen und noch eingängigere Texte, die mit wenigen Worten auskamen und haarscharf an üblen Schlagern vorbeischrammten, sich aber so in meinem Ohr einbrannten, dass ich noch heute zwei Tage später ein Ohrwurm mit mir herumtrage

„Mädchen von der Bahn – ich muss immer an Dich denken, Mädchen von der Bahn will Dir meine Liebe schenken“ oder „Komm tanz mit mir zur Disco Music und morgen gehn wir dann zu Rock am Ring“ großartige Musik und fast schon Poesie.

Auch die Information, die Freddie Fischer uns mit auf den Weg gab. „Das Leben ist eine Sache auf Zeit und wenn Du heute nicht getanzt hast – dann hast Du heute nicht getanzt“ Denkt da mal drüber nach.

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Auf jeden Fall kann man sagen, dass sich die Einladung und der Besuch in der Bar Tausend absolut gelohnt hat. Tolle Bar, tolle Musik, großartige Getränke. Gerne wieder

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