Archiv der Kategorie: Queer

Eat Lipstick Release Party @ Quasimodo

Ich bin und bleibe kein Fan von Halloween. Aber ich bin ein Fan von Eat Lipstick.

Genau genommen bin ich meist schon eine ganze Weile vor Halloween schlecht drauf und genervt von dem ganzen Trubel. Und selbst, wenn das jetzt komisch klingt. Ich habs nicht so mit verkleiden und schon gar nicht hässlich verkleiden. Das schaffe ich schon an ganz normalen Tagen leider viel zu gut.

Citizan Pain

Wenn allerdings Eat Lipstick an Halloween zur Album Release Party rufen, dann bequeme auch ich mich an dem Tag aus dem Haus ins Quasimodo, seineszeichens eigentlich ein Jazz Club, an diesem Tag allerdings ganz im Zeichen des Punk & Glampunk Rock.

Anita Drink

Dabei zeigte sich mir, wie gut Eat Lipstick mittlerweile sind, denn zwischen den ebenfalls Halloweenmäßig gekleideten Vorbands und Anita, Shredder und Co zeigte sich ein ganz schön großer Qualitätsunterschied in eigentlich allem.

Eat Lipstick hat aber mittlerweile eine ganze Menge richtig cooler Songs, die ich schon bei ihren Auftritten irgendwo in Berlin oder auf dem Fusion gesehen habe und die jetzt erstmals auf Platte gebannt sind.

Eat Lipstick

Und wie es häufig bei solchen Veranstaltungen ist, alle da, zum Beispiel natürlich auch Tom (der Schlagzeuger) und Kirsten (eine gute Bekannte aus dem Kit Kat), die mich allerdings beide noch nie als Typen gesehen haben…

An dem Abend zu Halloween war ich aber eher in meiner männlichen Persona, mit Lederjacke, und Bad Religion Shirt. Tja und wurde natürlich gleich nicht erkannt.

The Shredder

Typisch Berlin – „Hey hallo, schön dass Du da bist“, Umarmung etc. Aber erkennen? Nö. Kirsten habe ich das an dem Abend noch erzählt, Tom hab ich es erst das nächste Mal auf der 10 Jahre Schwarzer Reiter Fashion Show erzählt.

Eat Lipstick
Eat Lipstick

Aber ich erkenne ja auch keine Drag, wenn Sie das erste Mal als Typ vor mir steht 🙂

Priscilla Musical St. Gallen

Ich glaube Petra Knickmeier erzählte davon, dass sie das Musical Priscilla Queen of the Desert in St. Gallen noch anschauen wollte.

Hmmmm ein Musical im Ausland – eigentliche eine gute Idee, mal wieder eine kleine Reise zu machen… Mit Petra hat sich die Reise ziemlich schnell erledigt, aber Sheila und Diana wollten mitkommen – unter der Prämisse, dass wir ein gutes Hotel mit Spa nehmen. Gesagt, getan, also auf nach St. Gallen

Klar konnte Priscilla in St. Gallen von Ausstattung nicht mit der vermutlich vielfach teureren Priscilla Produktion in London mithalten, aber das machte sie mit kleinen Gimmicks, Ideen und Liebenswürdigkeit absolut wett.

Ein Musical-liebender Kollege meinte danach als ich ihm die Namen der Hauptdarsteller erzählte, dass die auch wirklich gut und bekannt seien. Ich mag das glauben, denn es hat mir sehr gut gefallen.

Ich bin mir sicher, dass man den einen oder anderen des Ensambles irgendwann mal wieder trifft, sei es in Hamburg oder in Berlin, denn mittels Social Media weiss ich ja nun, wo die gerade auftreten.

Dass wir die Hälfte der Darsteller später am Abend zufällig in einer Bar getroffen haben, war aber gänzlicher Zufall. Die schneiten irgendwann rein, als wir vergnüglich an einigen Cocktails schlürften.

Teddy 2019 @ Volksbühne Berlin

Ich bin immer wieder auf dem Teddy Award, obwohl ich eigentlich schon vorher weiss, dass ich mich vermutlich wieder ziemlich langweilen würde, da „Längen“ beim Teddy leider ziemlich normal sind.

Aber der Teddy ist eben extrem wichtig in einer sich zum schlechten wandelnden Welt.

Viel wichtiger finde ich eigentlich immer, den Teddy, wenn er irgendwo hin in diese Welt geht, die noch nie besser war als heute. In denen Homosexualität mindestens mal verboten ist. Da ist der Teddy wichtig für Sichtbarkeit und auch für Akzeptanz

nicht zu vergessen, das Preisgeld, dass da sicher weiter hilft.

Daher werde ich wohl auch wieder zum Teddy gehen.

Pose

Normalerweise nutze ich meinen Netflix Account nur sehr leidlich aus. Ich schaue hier und da mal ein Film und alle paar Monate mal ein paar Folgen einer Serie, die mich dann aber gerne auch wieder nach wenigen Folgen langweilt.

Nicht so Pose. Die Serie, der Voguing Ballroom Szene der 80er ist einfach großartig – und auch traurig.

Gay Culture, Ballroom Kultur, Transsexuelle, Voguing, Aids. Allerhand Themen in einer tollen Serie, die ich in einem Rutsch durchgesehen habe. Schaut da dringend rein und lasst Euch auch fesseln.

Ich freue mich schon jetzt die (ganz sicher kommende) Fortsetzung

Ich bin mir sicher, nun werden auch die Voguing Events voll. Wenn Euch die Serie gefällt, solltet Ihr dringend mal ein Voguing Event beispielsweise in Berlin besuchen und die echte Welt von Pose anschauen.