Marlene Dietrich – Ich hab noch einen Koffer in Amsterdam

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Wie ich gestern schon angedeutet – besser angedroht – habe, folgt noch ein Part der Artists Charity Night, der etwas ruhiger und etwas anders war und eine Remineszenz an Berlin darstellte. Man mag es nicht glauben, aber die Veranstalter hatten für eine der kleineren Hallen Marlene Dietrich gebucht. Naja nicht ganz Marlene Dietrich, aber zumindest fast.

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Sugar & The Josefines – also in diesem Falle wohl eher Sugar und Josefine, da nur zu zweit gebucht, sangen die wohl bekanntesten Stücke von Marlene Dietrich: Lili Marleen, xxxx und Ich hab noch einen Koffer in Berlin und Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Leider tat sie das vor nur wenigen Zuschauern, da sich fast alle vor dem großen Catwalk tummelten. Dadurch war es dann aber sehr stimmungsvoll.

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Zu dem Zeitpunkt war mein Koffer aber glücklicherweise ebenfalls in Zürich, ansonsten hätte ich auch ungedresst viel weniger Spaß gehabt und dass mein Koffer dann auf dem Rückweg in Amsterdam vergessen werden sollte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise auch noch nicht. Übrigensweise hat es super funktioniert und er wurde mir gestern frei haus geliefert. So sollte es eigentlich immer sein. Man bräuchte nicht mehr auf den Koffer warten und er wird einem gebracht. so würde es mir gefallen.. Auf jeden Fall kann ich nun wie Marlene Dietrich singen:

Ich hab noch einen Koffer in Berlin…

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Swing l'amour

Swing l’amour @ Swing & Jive Night

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Der dritte Samstag des Monats ist ja ein Irrenhouse Samstag. Jedoch macht es wenig bis gar keinen Sinn, dort vor eins halsb zwei aufzutauchen, möchte man nicht mit aufschliessen. Daher machen wir ab und an noch etwas anderes vorher. Da Sheila an diesem Tag bereits am Tage gedresst sein musste und sonst stundenlang sich hätte langweilen müssen, war klar, dass wir irgendetwas vorher finden mussten.

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Da kam die Swing & Jive Night im Bebop gerade richtig, die an diesem Abend unter dem Motto Swing & Crime stand. So bevölkerten Gangster, Hafennutten und allerlei normale Personen das bebop… Doch wird auf dieser Party mehr auf Tanzen wert gelegt, als auf Kleidung. Die Tanzschule sollte man also mindestens abgeschlossen haben, um hier Spaß zu haben. Ich allerdings kann leider nicht tanzen…

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…Aber hören kann ich gut – und sehen, und da gibt es hier immer auch etwas. In diesem Fall war es Swing Livemusik von Swing l’amour. Ein Kontrabass, eine Gitarre und eine wunderbare Stimme, die zusammen alte Swing Klassiker und einiges der besten Songs der Filmgesichte im Swing Gewand. „Bei mir bist du schein„, „Chattanooga Choo Choo„, „It Don’t Mean A Thing“ oder „Blue Moon„. …. wobei mir gerade bei letzterem Song immer wieder einfällt, wie ich im – etwas mehr als – Halbsuff auf Mallorca diesen Song lauthals auf des Strasse schmetterte… Und ich bin wirklich kein guter Sänger. – Vollkommen im Gegensatz zu Jana Tarasenk, der Stimme von Swing l’amour. Sehr klasse

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Aber neben Livemusik von Swing l’amour gab es auch noch Musik vom Plattenteller und in diesem Fall war die Djane mir irgendwie bekannt, auch wenn ich erstmal rätseln musste, Swingin‘ Swanee, die ich zum Boss Hoss Konzert im Bassy kennengelernt hatte und die mich in Hamburg zu Marla geschickt hat und bereitsgewusst hat, dass ich auch da war. Es bleibt dabei. Berlin ist ein Dorf und Hamburg auch, und die Beziehungen der beiden Städte ganz schön eng.

Nun denn, Swing l’amour waren klasse und Swanee werden wir sicher in Kürze wieder üer den Weg laufen, iregendwo 🙂

20er Jahre Mode

Recession by Marla – 20er Jahre Mode

Immer großartig, tolle Tips zu bekommen. So hab ich mich auf dem großartigen Boss Hoss Konzert eine ganze Weile mit Swanee unterhalten und wir kamen irgendwie auf das Thema 20er Jahre Mode, zu den Veranstaltungen Swing Royal und Boheme Sauvage ja durchaus nötig.

Eine Freundin von ihr, Marla in Hamburg hätte nämlich einen kleinen Laden im Hamburger Karoviertel, wo sie unter dem Label Recession by Marla solche anbietet, die sie natürlich selber gefertigt hätte. Wenn ich mal in Hamburg sein sollte, solle ich da dringend einmal vorbeischauen. Die Webseite schickte mir Swanee per Email.

Nun ich war am Wochenende in Hamburg, da ein guter Freund von mir Freitag Geburtstag hatte, bot sich die Chance Marla einmal einen Besuch abzustatten. Ich fuhr also los und suchte über mein Handy heraus, wo ich denn wohl hinmüsse… Glashüttenstraße 8 (Ecke Marktstraße / Karoviertel)…

Hehe wo auch sonst. Hab ich doch bereits im Dezember über die Marktstrasse geschrieben. Herr von Eden, Jungbluth Design und viele andere tolle Läden befinden sich dort. Und Recession by Marla nur einen Steinwurf entfernt in einer Seitenstrasse. Eine modisch sehr kreative Szene dort, wie ich auch in noch weiteren tollen Modeshops eine weitere Strasse weiter feststellen konnte.

Marla hat einen kleinen Laden, der tatsächlich in den roaring twenties schon so ausgesehen haben mag. Eine große hölzerne Kasse und einige Ständer mit toller 20er Jahre Mode für Herren und Damen und natürlich auch das ein oder andere Kleid, dass ich liebend gerne mitgenommen hätte. Zum beispiel dieses ausgestellte schöne goldene Kleid.

Tolle Qualität, Handgemacht und sicher 245€ wert. Allerdings überlegte ich kurz und musste einsehen, dass dieser Betrag doch eine vergleichsweise zu hohe Ausgabe darstellt, dafür dass man dieses Kleid eben doch nur an wenigern Events trägt. Der Vergleich (ein Jungbluth Outfit) gewinnt da eben. Ist aber ja auch keine 20er Jahre Mode. Klar.

Wer sich also wirklich stilvoll in Mode der 20er kleiden möchte, kommt an einem Besuch bei Marla im Karoviertel kaum herum oder zumindes um einen Besuch in ihrem Shop… Doch achtung Dort finden sich nicht alle ihre Kleider.

Swing & Jive Night @ BeBop

Capt’n Kuddelmuddel, der auch häufiger auf der Swing Royal im Admiralspalast die Plattenteller drehen lässt veranstaltet einmal im Monat die Sving & Jive Night im BeBop und lud uns zum Termin am gestrigen (mittlerweile vorgestrigen) Termin ein. Wir sollten doch mal vorbeikommen.

Klar tun wir das gerne zumal DJ Kuddelmuddel im Admiralspalast auch immer beschwingte Tanzmusik auflegt und er dort viele Tänzer zum bewegen bringt. Das würde sicher auch in Be Bop passieren, denn immerhin handelt es sich dabei um eine Tanzschule…

Eine Party in einer Tanzschule? Ich habe ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Tanzschulen, die sehen alle irgendwie gleich aus. Großer Raum, sehr hell, Holz, eine große Spiegelwand und eine Discokugel. Sehr eckig und seeehr langweilig. Sowas kann ja nichts werden. Dachte ich mir. Bevor wir das aber herausfinden konnten, mussten wir ersteinmal herausfinden, wo sich das Be Bop überhaupt befindet.

Aber wofür gibt es heutzutage Handys und in ihnen Internet. Schnall fand ich heraus, wo sich diese Tanzschule befindet und Sheilas Navigationssystem lotste uns dorthin. Bis vor ein ziemlich schwarzes, ganz schön großes, sehr schweres und vor allem extrem verschlossenes Tor, vor dem stehend wir aus der Ferne leise Musik vernehmen konnten. Da wir aber nicht über das sicher drei Meter hohe Tor klettern wollten, war diese Musik aber gänzlich unerreichbar. Also zurück zum Auto und ein neues Mal das Internet gefragt.

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Okay, die Adresse war richtig, aber der Eingang woanders. Auto umgeparkt, neu losgestöckelt, bis wir vorm richtigen Hinterhof standen. BeBop stand am Schild – und das ganze sei im dritten Stock. Aufzug und hoch mit uns. Doch wir standen wieder vor verschlossener Tür, einer kleineren, nicht schwarzen aber genauso verschlossenen Tür. Aber die Musik war viel viel lauter dieses Mal….

Sie kam auch aus der nicht ganz verschlossenen Tür im ZWEITEN Stock. Was für eine Odyssee, die uns aber letztendlich tatsächlich auf DJ Kuddelmuddels Swing & Jive Night führte. Zwar gab es noch kleine Unstimmigkeiten an der Tür, aber wir kamen rein und konnten uns einen sehr gut eingefüllten Rotwein genehmigen und der Band Speakeasy lauschen, die gerade sang. (Wir waren mal wieder zeitlich goldrichtig).

Daneben konnten wir aber einen Blick auf den Tanzschulenraum werfen, der in der Tat nicht den typischen Tanzschulen-Nicht-Charme hatte, sondern fast schon eher Ballsaalartig anmutete. Ein wirklich schöner Saal und KEINE schnöde Disco-Kugel an der Decke…

Auf der Veranstaltung trafen wir Jane, mit der wir uns eine ganze Zeit unterhielten und in dessen Gesprächsverlauf ich gezeigt habe, dass ich von Musik der 60er wenig und vor allem von deutscher Musik der 60er noch weniger Ahnung habe… Das muss man auch mal zugeben können 🙂

Witzig war die Frage von ihr, ob es Veranstaltungen geben würde, auf dei wir nicht gehen würden… Nun denn wenn wir hin möchten, reinpassen oder uns reinpassen können, dann gehen wir überall hin…

Und ja, es wurde getanzt. Einige tanzschulenmäßig, andere sehr gut, einige – wie wir – garnicht. Aber es zeigte sich doch, dass in den Raum noch ein Paar Personen mehr hereingepasst hätten. Die vielleicht ja ein nächstes Mal kommen. Also wer Lust auf Swing & Jive hat, kann dort jeden dritten Samstag im Monat das Tanzbein Swing äääh enschwingen.

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