Zoe Delay @ Velten

Alle Fotos: Tanja Schlawitz
Ich wusste gar nicht dass ich eigentlich ganz coole Augen habe ­čÖé

Ich weiss gar nicht mehr so genau, I Tanja 've met, aber irgendwie kam es zu einem kleinen Fotoshooting in einem der verlassenen Orte rund um Berlin.

I do not remember exactly, was das eigentlich f├╝r ein Heim und eine Anstalt war, aber ganz sicher war der Untergrund an vielen Stellen nicht f├╝r High Heels gemacht.

Es sind aber ein paar wirklich sch├Âne Bilder geworden, die ich sehr mag. Was einguter Fotograf doch so alles aus einem rausholen kann, wenn es eben nicht nur “Snapshots” are

#unteilbar Demo – Berlin

Wir leben in schlimmen Zeiten. Im Mittelmeer ertrinken Menschen, weil wir glauben, das Boot sei voll. In Deutschland treibt eine Partei die anderen mit Hetze und Rassismus vor sich her und verschiebt mit jedem Tabu-├ťbertritt die grenze des sagbaren ein wenig weiter.

Es fliegen wieder Feuerwerksk├Ârper und schlimmeres auf Ausl├Ąnderheime, jedes Jahr verzeichnet Maneo mehr ├ťbergriffe auf Homosexuelle und Queere Menschen und ├╝bers Thema Klimawandel wollen wir garnicht reden.

Clear, wir kennen alle den #wirsindmehr Hashtag, aber viel zu oft glaubt man das kaum noch, because “more” sind oft viel zu leise und zu unsichtbar. Heute waren sie sehr sichtbar.

Das B├╝ndnis #unteilbar hatte mit bis zu 40.000 Demonstranten gerechnet. gekommen sind dann mit knapp 240.000 Menschen mal eben 6 x so viele. Ich habe in Berlin schon wirklich gro├če Demos gesehen, aber diese Demo schlug sie alle.

Schon vorher hatte ich Bilder vom Alexanderplatz gesehen, der schon sehr voll war. Wir trafen uns im Hansaviertel bei einem Mini-Cupcake-Laden um den Start der Demo an uns vorbeilaufen zu lassen.

als wir uns dann eine halbe Stunde sp├Ąter auf den Wegmachen wollten, lief die Demo dicht dicht dicht gedr├Ąngt auf zwei Strassenseiten je vierspurig an uns vorbei. BOH war die gro├č und vielf├Ąltig.

Tats├Ąchlich kamen knapp zwei Stunden nach Demobeginn die ersten bereits an der Siegess├Ąule an, als die letzten gerade den Alexanderplatz verliessen. Dazwischen 240.000 Menschen und wir. Eine gro├čartige Demo und ein gro├čes Zeichen.

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Flic Flac – Freaks

Die Freaks sind in der Stadt. Also genau genommen ist Flic Flac in der Stadtund bringt Freaks mit. Wer Flic Flac nicht kennt, dem sei folgendes gesagt. Flic Flac ist ein Circus, einer der etwas anderen Art. Keine Tiere.

Okay, das kennen wir von Roncalli also, aber in diesem Fall ist Flic Flac noch ein wenig anders. Vom letzten Gastspiel h├Ârte ich, dass dort unglaubliche Artistik gezeigt wurde. Dieses Mal gab es statt unglaublichem eher ungesehenes und ein wenig unerh├Ârtes.

Flic Flac wirbt auf den Plakaten, die in der gesamten Stadt h├Ąngen mit Freaks und mit gro├čenZensiertBalken, the – so das H├Ârensagentats├Ąchlich erst nachtr├Ąglich durch Klagen dr├╝ber geklebt werden mussten. Typisch Deutsch. Da darf man doch nicht einmal denF├Âhrerver├Ąppeln. And, exactly, der war auch vertreten. Er hat aber eher mit durch den Abend gef├╝hrt, aufgetreten ist er nicht, ebenso nicht der Nosferatu-Host.

Aber es gab gen├╝gend Artisten die Freakig genug waren um in diesem Zirkus bestand zu haben. So zum Beispiel dieser Lasso-schwingende Gigolo, der ziemlich genau zeigte, dass das Flic Flac eine dieser Veranstaltungen ist, bei denen man auf Teufel komm raus nicht die erste Reihe buchen sollte, da man ganz schnell ungewollt im Treiben mit eingezogen wirdwie dieses blonde M├Ądel, die ein wunderbares Ziel f├╝r drei Lassoschw├╝nge wurde.

Aber nicht nur f├╝r Lassoschw├╝ngeauch f├╝r H├╝ftschw├╝nge und einer ganze Menge Anz├╝glichkeiten, denen Frau sicher nicht allzu viel entgegenzusetzen hat, wenn man gerade zitternd darauf hofft, dass nur die Rose auf dem Kopf gek├╝rzt wird und nicht der Kopf gleich mit verk├╝rzt wird.

Was es aber mit diesem Lassoschwingenden Gigolo noch so auf sich hat, habe ich aber nicht kommen sehen, obwohl Sheila mich eigentlich auf der Hinfahrt schon gespoilert hat. Aber mein Kurzzeitged├Ąchtnis hat zu dem Zeitpunkt bereits diese Information f├╝r neuere Informationen aus meinem Kopf verbannt.

Eine der neueren Informationen war die FrageWarum gibt es in diesem Zirkus eigentlich keine Garderobe?” Winter, Temeraturen knapp ├╝ber Null und wir sitzen im dicken Mantel in dergl├╝cklicherweise nichtersten Reihe. Reihe zwei …. war unsere.

So konnten wir genug sehen und wurden gesehen, von den K├╝nstlern, die wir bereits kannten. Wie zum Beispiel die seit bereits 55 Jahren tote Marilyn Monroe, die in den Jahren doch die ein oder andere Narbe mitgenommen hatund im realen Leben nicht auf den Namen Norma Jean sondern auf den Namen Xarah Much of the rain listen… Although, wenn ich recht dr├╝ber nachdenke, h├Ârt sie vermutlich auf noch einen weiteren Namen, den ich allerdings nicht kennewie es bei einer ganzen Menge Burlesque T├Ąnzerinnen der Fall ist.

Mit der Nummer am Trapez, wiederum konnte ich nicht allzu viel anzufangen. Die Dame war sicher gut am Trapez und ihre Geschichte war jene, dass sie ebendieses nicht zeigen wollte. und es so aussehen sollte, als st├╝mpere sie herumEine gute Idee, aber leider von mir schon einmal auf der Vaudeville Variety ├Ąhnlich aber besser gesehen. Die Maiers damals waren schon ziemlich cool, da kam das Flic Flac nicht ganz dran

Die n├Ąchste Nummer habe ich auch schon h├Ąufiger gesehen. Beautiful Jewels mit ihrem Schwert. It is always amazing, dass es sich dabei nicht um einen Trick sondern um ein solides Schwert handelt. Dem Vernehmen nach sollen das etwa 80 Personen weltweit beherrschen. Es schaut bei ihr so einfach aus, aber die Zahl sagt aus, dass es eben etwas ganz besonderes und kein Trick ist.

Wie es auch bei diesem r├╝stigen Rentner kein Trick ist. Er wirft heftig schwere Hanteln und Eisenkugeln durch die Gegend, die doch einen ordentlichen Krach machen, wenn sie den Boden der Manege treffen. Ich vertraue Xarah da auch, when she says, dass sie eine dieser Kugeln Backstage “times just” zur Seiter├Ąumen wollteund das Ansinnen ob der Schwere doch schnell sein liess. Sheila und ich ├╝berlegten bei ihm noch, wie wohl sein Alter sein m├Âge…. Wir waren knapp dran.

Was kann ich zu diesem Typen mit dem P├╝mpel auf dem Kopf so sagen? Ein wirklicher Freak, eine seltsame Type, aber lustig, Jongliert mit Tischtennisb├Ąllen und f├Ąngt ├äpfeleinfach gesagt. Insgesamt ist da aber noch einiges mehr zu zu sagen, But look for yourself.

Allerhand zu sagen w├Ąre wohl auch zuPuppetry of the Peniszwei offenbar Amerikanern, bei denen ich denke, dass sie mit ihrer Nummer in den pr├╝den Vereinigten Staaten nicht auftreten k├Ânnen und eher in Europa ihr Gl├╝ck suchen m├╝ssenDie Nummer ist wirklich seltsam und der Name der Beiden sagt schon alles ausPuppenspiel – so to speak.

Das ganze immer untermalt mit Livemusik von ihm hier.

und dann gab es da noch dieses P├Ąrchen…. wie kann man die beiden erkl├Ąren? Sie sehen aus wie ein Glamrock-Schlagerduo er mit Mickey Krause Per├╝cke und sie mit PailettenAuch hier wieder der Hinweis: setzt euch nicht in die erste Reihe und wenn ihr eine Aversion gegen Bananen habt, geht lieber garnicht hin. Mit Sicherheit werdet ihr den Twist in ihrer Kleidungs-Change Nummer aber nicht erwarten. zumindest ich habe es nicht.

Wie ich auch den Twist bei dieser Dame nicht erwartet habe….

Liebes Bassy, ich bin traurig

Liebes Bassy- oder eigentlich m├╝sste es ja Liebe(r) Bassy heissen, denn mit ganzem Namen heisst Du JaBassy Cowboy Club”. Aber so hab ich Dich nie genannt und ausser irgendwelchen Touristen, die Dich vielleicht aus einem Travel Guide kannten, d├╝rfte das wohl auch niemand sonst getan haben. Du warst immer das BassyF├╝r mich und alle die ich so kannte, die wiederum dich kannten.

Und das waren eine ganze Menge Leute. Du warst ein Anker im schnellebigen Berlin, du warst ein Club auf dem sich irgendwie alle einigen konnten. Auf deren Veranstalrungen sich ebenso alle einigen konnten und in dem sich eine Gro├čzahl an coolen Leuten versammelten. Egal zu was man da war, es gab immer genug Leute, die man kannte UND (und das macht es besonders, die man mochte.

Ich habe in Dir, liebes Bassy gro├čartige Veranstaltungen erlebt und viel tolle Zeit mit vielen Erinnerungen erlebt, nur ein paar m├Âchte ich noch einmal aufz├Ąhlen.

Viele tolle Fête Fatale Parties
Es gibt wohl keine andere Veranstaltung (ausserhalb von Halloween), bei dem sich die G├Ąste mehr M├╝he geben als bei der F├¬te Fatale und es war jedes Mal wieder ein gro├čes Familientreffen mit tollen G├Ąsten und tollen Kost├╝menUnd dass ich dann irgendwann mal den zweiten Platz beim Kost├╝m Contest gemacht habe, obwohl ich eigentlich wie immer unterwegs war ist nur eine kleine Randbemerkung (Das Motto war haltGender Bender”)

Aber die F├¬te Fatale hatte viele Geschichten. Dort habe ich im Bassy unter dem Motto Superhero-Spy Agents 2013 meine liebste Nachbarin Regina kennengelernt. Ich glaube auf dieses Bild k├Ânnen wir beide nicht sonderlich stolz sein, aber es ist auf der Fete Fatale entstanden

Die griechische F├¬te Fatale ist offenbar in den relativ kurzen Zeitraum gefallen, den ich zum gro├čen Teil mit Nadine verbracht habeund es ist eines der wenigen Bilder, die es von uns gab. Auch nicht das sch├Ânste Bild aber auch eine Bassy Erinnerung.

Aber das Bassy im allgemeinen und diese Party im besonderen war vor allem immer dadurch gekennzeichnet, dass dort eine gro├če Anzahl von tollen Personen waren, die von denen selbst eine kleine Gruppe schon ein tolles Gruppenbild wurde.

Aber das Bassy war viel viel mehr als obige Party. Es war oft auch anderweitig Burlesk. So hab ich dort beispielsweise Lilly Tigers allererstem Burlesque Auftritt auf einer B├╝hne beiwohnen k├ÂnnenNeulich fragte man mich, wie lange das her sei, das m├╝ssten ja 100 Jahre sein – No, however 8 sind es schon mal:

As I wrote at the time:

Overall, one can say, Lady Lou's students have since presented a pretty good audit, where Tiger Lilly and Alice Dee baby really stood out. The two should go ahead in any case.

Lilly hat zumindest weiter gemacht
Das Bassy auch und auch ich bin noch l├Ąngst nicht fertig und erinnere mich an die wohl beste Fashionweek Aftershow Party everLena Hoschek im Bassy. Was eine geile Stimmung und wieder fast nur gro├čartige Menschen eigentlich die gleichen wie auf den anderen Partys im Bassy – with a few exceptions – ich erinnere mich an einige typische Fashionweek M├Ądels in ihren Fashionweek Gew├Ąndern, die sich verwundert umschauten, wo sie denn da Gelandet waren. Mampe spricht heute noch von der Party, bei der die besten Promobilder f├╝r Mampe ever ever entstanden sind. Dieses k├Ânnte auch eines davon sein.
Aber das Bassy war auch immer an anderen Tagen ein Anlaufpunkt. Zur Pinkys Peepshow beispielsweise. War immer Donnerstags glaube ich und war immer voll. Ich fragte mich immer, ob die alle nicht arbeiten m├╝ssen, war dann aber auch immer da, als ich mal eine Zeit nicht arbeiten musste. Tolle Mottos, tolle Menschen. Beispielsweise aus der Schweiz Jazzmin Dianne Moore die ich damals durchaus einwenig bewunderte. Oder nat├╝rlich Frank Thenazi

Kann aber auch sein, dass Donnerstags eher Chantals House Of Shame ist. Und obwohl ich nie ein gro├čer Fan von dieser Party war, hat es auch dort mich ab und an hingezogen. Dieses Bild ist tats├Ąchlich schon 10 Years ago. Das war dann aber tats├Ąchlich mal ein ziemlich anderes Publikum.

Und als es die Pinkys Peepshow irgendwann nicht mehr gab, hat sich Bana einige Zeit an dem freigewordenen Platz versucht, eigentlich mit ├Ąhnlichem Konzept und fast gleichem Publikum. Also nice. Man erinnert sich an komische Menschen, und an liebenswerte Menschen Scotty beispielsweise

Und ich erinnere mich an ausschweifende 80er Jahre Parties, eines Ostern war es so ausschweifend, dass ich nicht nur mitLicht an im Bassyin die pralle Ostersonne rausgekehrt wurde, sondern an diesem Abend auch mein Handy verlor und versuchte in vermutlich sehr sehr lallendem Zustand Fr├Ąulen Else Edelstahl zu erkl├Ąren, that – sollte ein Handy gefunden werden, dieses meines sei. Ob man mich allerdings noch verstehen konnte will ich heute nicht beschreien, das Handy auf jeden Fall tauchte nicht auf, doch es war trotzdem ein toller Abend, von dem es aber kein Bild gibt, daher hier ein anderes aus 2009.

Nico und Swinging Swanee, beides wie ich Hamburger Pfl├Ąnzchen und beide in Berlin angekommen und oft im Bassy zu sehen. Nico seit 10 Jahren an der T├╝r.

Ich erinnere mich an mitgespieltes Rocky Horror Kino im Bassy

Und ich erinnere mich an tolle Boheme Sauvages, die im Bassy immer etwas dreckiger und s├╝ndenlastiger waren, als irgendwo anders. Auch dieses Bild von einer Boheme Sauvage von vor mittlerweile 10 Jahren mit Julietta und Mama Ulita. Lange here.

Aber jetzt mag es den einen oder anderen geben, says, dass Bassy habe sein eigentliches Publikum schon lange verloren oder sei beliebig geworden. Hab ich nie so gesehen, aber vermutlich bin ich das eigentliche Publikum auch nicht. Doch ich und andere die ich kennen, waren es oft und immer wieder in den letzten 11 Years. Und f├╝r die Cowboyclub Puristen habe ich noch eine letzte Erinnerung.

Die Cowboys schlechthin und das wohl beste Konzert auf dem ich je gewesen bin: The Rob Ross. Eher bekannt unter ihrem eigentlichen Namen, wenn sie nicht im Bassy Geheimgigs spielen: The Boss Hoss.

War das geil, war das eine gro├čartige Stimmung, eine unglaublichen Spielfreude? Schaut selber und ├Ąrgert euch noch heute, wenn ihr nicht dabei gewesen seid.

Ach Bassy, Ich erinnere mich an lange Schlangen im Schneeregen an schwitzen im Sommer, an Kickern im Backstage an viel Zeit auf der Tanzfl├Ąche an Spa├č an der Poledance Stange, an viel Mate Vodka, an zumeist bessere Musik als woanders, an beeindruckenden Discokugel ansichten an Unmengen an Gespr├Ąchen anach an so viel. Es sind viele Clubs gekommen und gegangen, die mir ziemlich egal waren, aber Dich werde ich vermissen.