Prinzessin Hans @ Ackerkeller

Prinzessin Hans is different but brilliant

Prinzessin Hans @ Ackerkeller

Nach der Electric Dreams Party wollten wir eigentlich ins Haus B fahren aber Sheila erwähnte beiläufig, dass sie von Prinzessin Hans in den Ackerkeller eingeladen wurde… Okay, das Haus B kann auf uns warten, fahren wir doch eben die 1,8 Kilometer zum Ackerkeller und sagen kurz einmal hallo. Die Show war zwar irgenwann um 21 Uhr oder so, aber ein Getränk und ein nettes „Hallo“ sind sicherlich immer gut.

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Als wir am Ackerkeller ankamen tröpfelte es aber viel zu sehr und es sah auch viel zu leer aus, um tatsächlich das Auto verlassen zu wollen. Wir konnten uns aber doch glücklicherweise dazu durchringen, den Weg vom Parkplatz im absoluten Halteverbot bis zum Ackerkeller laufend doch noch zu absolvieren um nicht allzu durchnässt im Ackerkeller anzukommen.

Leer wars – und keine Spur von Prinzessin Hans – Zumindest oben. Man wies uns aber darauf hin, dass unten noch Musik geboten würde.

Und siehe da, im Kellergewölbe gab es noch eine nächtliche Spontanvorstellung von Prinzessin Hans und ihrer Tastenfachkraft Lord Loveaduck. Schwach beleuchtet von einem Kamin und wenig Lampen lauschten eine ganze Menge Personen der Prinzessin und zwei der Personen waren Sheila und ich. Und es gefiel uns.

Prinzessin Hans, berlin

Hans ist zum einen – selbst im angeschickerten Zustand – ein guter Sänger und vermutlich gerade in angeschickerten Zustand ein großartiger Entertainer Lord Loveaduck ist eine großartige, wenngleich manchmal streikende, Tastenfachkraft und zusammen sind die beiden irgendwas zwischen großem Trash und großer Kunst.

Also, wenn ihr Irgendwo mal ein Plakat von Prinzessin Hans seht oder ein Stadtmagazin einen Termin mit ihm bekanntgebt. Geht dort hin. Entscheidet einfach selber ob Trash oder Kunst. Fest steht, beides beherrscht sie großartig und ein Besuch lohnt sich.

Cafe Fatal @ SO36

Eigentlich wollten wir uns am Sonntag zwischen 22 und 23 mit einem Mädel treffen um mal über ein paar Dinge zu schnacken. Dafür hatten wir extra unseren dieswöchigen Ausgehtag auf den Sonntag gelegt – noch dazu auf einen extrem frühen Sonntag.

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Daraus wurde dann aber doch nichts und so saßen wir zu viert fertig für den Abend bei Janka. Wir vier, das waren Janka, Sheila ich und Renate. Renate ist eine 54 Jährige Dame im besten Alter mit einem Elan einer mittzwanzigjährigen Transe, die Mel uns an diesem Abend als Partybegleitung ausgeliehen hatte. Schön immer mal wieder mit neuen Personen unterwegs zu sein.

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Nun, es war wie gesagt für unsere Verhältnisse etwas knapp nach dem Sandmännchen als wir etwas vor 11 Jankas Wohnung in Richtung GMF verliessen. 23:00 und GMF? Das ist etwa so sinnvoll wie um 23 Uhr in die nächste Einkaufspassage zu gehen – und in etwa genauso gut gefüllt… Zudem war das GMF heuer aushäusig im Watergate in Kreuzberg. Insofern war sowieso nicht ganz klar, wie viele Feierwütige dieses Mal wohl kommen würden.

Zoe Delay @ Cafe Fatal

Ob der frühen Uhrzeit entschieden wir uns, das GMF noch nicht zu besuchen und einen Stop in der Busche zu machen…. Die hatte aber noch nicht auf, also kam irgendwer auf die Idee ins SO36 zum Cafe Fatal zu gehen. Laut Renate ist das Cafe Fatal eine Spaßparty mit Tanzkurs am Anfang und der Möglichkeit das Tanzbein zu schwingen. ..Ausserdem sei das eine Hetero Party, sagte sie.

Okay, es wurde getanzt, soviel sei schon mal verraten, meist aber Männer mit Männern und Frauen mit Frauen. Achja und Janka mit Männern 😉 und wir.. und so weiter und so fort.

Janka Kroft

Das Publikum im Cafe Fatal hätte anders nicht gemischt sein können. Von jungen Mädels bis zu Männern in Renates Alter war so ziemlich alles um und auf der Tanzfläche vertreten. Was aber eine Frau im besten Alter ist, die gibt sich mit so altem Krams nicht ab, sondern flirtet lieber mit dem Jungen Gemüse. Egal ob weiblich oder Männlich. Sie hat da nämlich eine großartige wie einzigartige Masche, anzubändeln.

Renate vergisst nämlich gerne mal „versehentlich“ das kleine Preisschildchen der – wirklich todschicken – Bluse, abzumachen und dann baumelt es draussen herum. Die Folge ist das dann massenweise nette Mädels und Jungs sie ansprechen um ihr dieses Malheur zu berichtigen – und so kommt man ins Gespräch. Jaja, da sieht man die 54 Jährige Lebenserfahrung von Renate.

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Als wir so die erste Erschöpfung des Abends an der Seitenlinie lindern wollten kam Prinzessin Hans ins SO36. Mit Prinzessin Hans hatten wir bislang nur virtuell per Email zu tun. Ich hatte vor einiger Zeit einmal in einem Artikel über Wigstöckel geschrieben, dass ich eine Person wie Prinzessin Hans nur schwerlich den Transgendern zuordnen kann. Doch es zeigte sich, dass Hans das auch garnicht möchte und viel lieber er selber ist. Das ist er auf alle Fälle – eine ganz eigene Kategorie und eine wirklich nette Person. Wir quatschten noch eine Weile mit ihm bis es dann endlich spät genug war um knapp 1-2 Kilometer ins GMF umzuziehen.

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Fazit: Nix besonderes das Cafe Fatal, aber doch eine nette Abwechslung.

 

Wigstöckel im SO36

Ich hatte einiges über Wigstöckel gelesen und dachte mir, dass ich es nun auch einmal besuchen sollte. Immerhin hatten wir vor Kay Ray’s Latenight noch etwas Zeit und das SO36 liegt ja gerade mal knapp 350 Meter von meiner Wohnung entfernt. Die anderen Mädels hatten keine Lust oder konnten noch nicht, also fuhren Sheila und ich eben alleine dorthin.

Erstaunlicherweise waren wir beide wie verabredet um 22:30 vollkommen fertig gestyled und kaum später, nachdem sich direkt vor uns eine Parkplatz ebenso direkt vorm SO36 auftat. Bevor wir aber erfuhren, was Wigstöckel genau ist, mussten wir ersteinmal an der Kasse vorbei….

Dieses war aber nicht so einfach, denn hinter der Kasse saß irgendetwas zwischen einem Teddybär und Darth Vader. Es sah nicht nur so aus, es bewegte sich auch mit der gleichen Geschwindigkeit und brachte eine ganze Weile, um unser Geld entgegenzunehmen und uns das Wechselgeld zurückzugeben.

Egal, denn nun waren wir im SO36 und schauten uns um… Das SO36 ist ein typischer mittelgroßer Liveschuppen, etwa 2/3 gefüllt mit !! sitzenden !! Menschen jeglicher Coleur. …Sitzen? Auf einem Festival? Na ich weiss nicht. Egal wir stöckelten nach vorne und blieben rechts der Bühne um mal zu sehen, was und dieses Festival so bringt.

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Komische Leute – erstens eine Transsexuelle oder Lesbe oder sonstetwas, die uns zu feschen Beats eine Lebensgeschichte erzählte. Sicherlich ein interessanter Vortrag aber eben doch nicht ganz mein Fall. Ich muss allerdings gestehen, dass ich dieses Gefühl auch bei anderen Darbietungen hatte. Ein Rapper, dessen Sprechgesang ich nicht verstehen konnte blieb für mich ebenso fern, wie ein ausländischer Punker mit grünen Haaren.

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Vermutlich liegt dieses aber auch einfach an meinem mainstreamigen Geschmack, dass mit komischen Einflüssen eben nicht ganz zurechtkommt. Einfacher war meinem Gehirn bekanntes beizubringen. So beispielsweise Tatjanas Darbietung, die eben Travestie wie bereits bekannt war. Gut und eben nicht mit irgendeinem hochtrabenden künstlerischen Ansatz, wie andere der Darbietungen und somit für mich greifbar und verständlich.

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Das Ganze wurde übrigens von Kae Tearing und Prinzessin Hans moderiert. Auch wenn ich sie persönlich nicht kenne, dann muss ich aber zugeben, dass mir die Figur Prinzessin Hans irgendwie suspekt ist. Ein bärtiger, geschminkter Mann ohne Perücke im Abendkleid. Ja ich gebe zu, dass ich auch nicht von Vorurteilen gefeit bin. Vermutlich ist das einfach dieses scheiß Schubladendenken, dem ich mich ja immer gerne entgegenstelle.

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Sorry, auch ich habe Schubladen im Kopf und irgendwie passt das nicht in meine (ureigene) Definition von Transgender. Also nichts gegen Prinzessin Hans persönlich aber irgendwie finde ich das passt nicht.

Da es dann irgendwann zeitlich ziemlich weit vorgerückt war und wir von Kae ja noch zu Kay wollten, verliessen wir Wigstöckel um bekanntere Gefilde zu besuchen.