Boylesque Festival Vienna – The Girls

Boylesque Festival Vienna – The Girls

Schon vor MOnaten war klar, dass Sheila, Janka und ich nach Wien zum Boylesque Festival Vienna fliegen würden, da Sheila dort auftritt und Wien immer eine Reise wert sei…
DSC06311Also genau genommen war ich erst einmal in Wien zur Ibiza Party meiner vorherigen Firma in einer Großraumdisco am Prater – aber das war ein großer Spaß. Nun also wieder einmal Wien zum Boylesque Festival – und mit sehr wager Möglichkeit, eine (also drei) der schwer zu ergatternden Karten für den ebenfalls dieses Wochenende stattfindenen Life Ball zu bekommen…

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Okay also auf nach Wien. Doch war schwierig, als ich gestern die Mail mit meinem Ticket suchte.. Ich fand sie nicht, in keinem meiner Emailpostfächer… und nach einem Besuch am Lufthansa Schalter am Flughafen stellte sich heraus: Mein Name steht nicht im Flugzeug…

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Am Ende stellte sich heraus, ich begann zwar den Buchungsvorgang aber konnte ihn nicht abschliessen, weil es Probleme auf der Seite gab. Ich schrieb Sheila, dass ich es „morgen“ versuchen würde, das tat ich aber nicht. Folglich hatte ich also einen Tag vor einem Ausflug nach Wien zwar ein Hotel aber keinen Flug. Na Danke.

Ende des Liedes, ich kaufte gestern zwei völlig überteuerte Tickets von Berlin nach Wien und zurück für viel viel viel Geld. Immerhin war ich selber Schuld und kann so niemandem dafür die Schuld geben.

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Aber zum eigentlichen, dem Burlesque Festival. Der erste Tag war wirklich eindrucksvoll mit teilweise sehr guten Performern und mit der tollen World Famous B.O.B. als Hostess.

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Okay, es macht nun sicher keinen Sinn, jegliche Performer aber es waren doch mit Dirty Martini, Lada Redstar, Sina King, Scarlett Martini oder Apathy Angel wirklich namhafte Vertreterinnen der Burlesquen Zunft dabei – und mit ihnen natürlich ihre Nummern

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Wobei ich aber auch sagen muss, dass mich ebendiese Nummern auch am meisten mitgenommen haben. Dirty Martini ist so erfahren und ihre Schwannummer so klasse, Lada Redstar habe ich schon einige Male gesehen, aber ihrem Schmetterling macht niemand etwas vor und Sina King mit dem LED Stab in Dunkelheit. Das hat schon etwas und ist eben Weltklasse.

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Insgesamt habe ich mich bei den Mädels sehr gut unterhalten gefühlt und mit rund 20 Acts gab es auch wirklich massig Burlesque fürs Geld. Wobei Massig hier nicht nur die Menge der Acts war sondern zumindest bei Kitty von Quinn eben auch der Act selber. …Mit der Körperfülle Burlesque zu betreiben ist mutig und da will ich absolut gar nichts gegen sagen, doch erschloss sich mir nicht wirklich, wofür sie am Ende den Jurypreis bekommen hat. Das Groß besondere in der Nummer konnte zumindest ich leider nicht erkennen.

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Auch ein zweiter Preis, der Peoples Choice Award hatte etwas geschmäcklerisches. …Das Publikum konnte über eine spezielle Webseite abstimmen, welches die beste Nummer war. Am Ende war es Tamara Mascara, die zufälligerweise woher kommt? Aus Wien.

Bitte nicht falsch verstehen. Tamara war toll und vielleicht war es sogar tatsächlich die beste Nummer für viele, aber wenn ausgerechnet der Act gewinnt, der aus der Stadt stammt in der das Festival ist und damit auch fast alle Besucher, dann erscheint es so, als hätte es nie eine faire Chance gegeben. Vielleicht sollte man lokale Acts bei solchen Wahlen ausser Konkurrenz starten lassen.

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Achja, zum ende gab es dann noch drei Lieder von Courtney Act, die auch live wirklich toll ist, leider aber zu einem Meet And Greet später im Vorraum. Schade.

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London Burlesque Festival @ Madame Jo Jo’s

London Burlesque Festival @ Madame Jo Jo’s

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Also mal ehrlich, London Burlesque Festival, was war denn das gestern Abend mit dem Twisted Cabaret. In meinen Augen mal garnix. Es mag ja sein, dass ich mit einer locker dreistelligen Zahl an gesehenen Burlesque Performances ein wirklich anspruchsvoller Zuschauer bin – vermutlich auch einer der anspruchsvollsten, die sich gestern Abend im Madame Jo Jo’s einfanden um eine Show im Rahmen des weltgrößten Burlesque Festivals zu sehen.

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Wenn Ihr mich fragt, liebes London Burlesque Festival… Ich habe da einiges Mehr erwartet, als gestern geliefert wurde. wer in der Ankündigung von 100 der besten Burlesque Performern spricht und als weltweit größtes Burlesque Festival auftritt, der muss begeistern – und zwar in Shows und Performern… gestern hingegen hat beides nicht gepasst. Sorry.

Ich war nach London gekommen, um Sheilas Auftritt anzuschauen und erwartete viele shows mit dem Berühmten „Wow Effekt“ wie ich ihn hatte, als ich Empress Star sah, von mir aus Lada Redstar, einige Nummern von Lady Lou oder oder… ich kann massig Nummern nennen, die mich mehr begeisterten als der gestrige Abend.

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Der Club ist ja nun einsame Spitze. Mittwochs ist dort Trannyshack, eine – wenn nicht DIE Londoner Dragparty und an diesem Donnerstag war eben das London Burlesque festival zu Gast. Ein wunderbarer Club mit viel rotem Leder und rotem Samt und einer netten kleinen Bühne mitten in Soho. Der beste Rahmen, den man sich vorstellen kann – eigentlich.

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Nun hatte der Abend allerdings einige Mängel und wenige Highlights. Zu ersterem gehörte beispielsweise der Moderator. Ein Mensch, der wahrlich nicht verheimlichte, dass es sich um das weltweit größte Festival handelt und das sowieso nur die creme de la creme dort auftreten würde. Er benötigte allerdings seine Karteikarten – und teils mehrere Blicke darauf um die Künstler vorzustellen. 12 Namen auswendig zu lernen und diese dann fehlerfrei aufzusagen, kann doch eigentlich nicht zu viel verlangt sein – scheinbar doch.

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So richtig bekannt waren die meisten der Künstler aber auch nicht – und einige auch nicht wirklich gut. Die erste beispielsweise, eine Walkürennummer mit etwas kleinem Handfeuer und – leider selber gesungenem Deutsch-Kauderwelsch einer Rammstein Nummer.. Okay, ich nehme an, wenn wir englisch singen hört sich das genauso an, aber die versammelte deutsche Riege, von denen mindestens 6 an diesem Abend anwesend waren schaute sich fremdschämend um.

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Es folgten noch einige weitere Nummern, die höchstenfalls beliebig waren…und einige Nummern, die man nicht wirklich auf einem Burlesque festival verortet hätte. Eine Transe, die auf der Bühne eher Comedy machte oder ein Typ, der mit seiner Nummer mit reisszwecken und Kerzen eher an Crimson Carnival erinnerte. Wie fragte Diana…? Ist das gut oder kann das weg? Es konnte weg.

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Aber natürlich gab es auch nette Nummern: Ein Mädel mit tollem Skull-Makeup beispielsweise die Bauchtanz machte. Nur zum Teil klassisches Burlesque, aber nett anzusehen.

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 Toll war auch die Idee, eines anderen Mädels. Eine Puppe, an Schläuchen, die sie am leben erhalten, aber eben nicht leben lassen. Mit jedem herausgezogenen Schlauch war sie ein bisschen mehr frei und starb ein wenig mehr – am ende war sie tot aber frei. Schön gemacht.

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Sehr schön war auch Joe Black. ein cooler Typ und guter Entertainer, auch nicht wirklich Burlesque im eigentlichen Sinne aber nah dabei und daher auch klasse. gefiel mir sehr gut – auch schon damals in Berlin. Klar und Sheila natürlich war auch gut.

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der einzige WOW Effekt war dann aber die Performance von Apathy Angel. Die hatte Pfeffer, Witz, Idee und Schwung. Als Katze kam sie auf die Bühne und zeigte wie man mit schmissiger Musik und viel Gelenkigkeit das Publikum richtig begeistern kann. Alle, mit denen ich mich nach der Show unterhielt waren sich einig, diese Performance war der Kracher. Großer Daumen hoch.

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Direkt nach der Show leerte sich Madame JoJo’s allerdings viel zu schnell. denn eigentlich war danach noch Party angesagt. Wir machten es dann eben den besuchern nach und uns ebenfalls auf den Weg – stoppten noch kurz, um uns mit massig Tapas für einen anstrengenden London Sightseeing tag zu stärken.

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Also das Twisted Cabaret hat mich nicht begeistert, da muss die London Burlesque Veranstaltung am Samstag aber einige Kohlen aus dem Ofen retten