Zwei von denen waren Männer

Bei der Eis Am Stiel Party im Silverwings hat man zumindest Sheila und mich schon einige Male gesehen und von Mal zu Mal weniger stark begutachtet. Zwei Drags sind dort also mittlerweile bekannt und gehören fast zum guten Ton eines Eis Am Stiel Samstagabends.

104_0054

Zwei sind also normal, acht an der Zahl dann aber doch ungewöhnlich – und diesen Samstag waren wir acht an der Zahl. Denise, Kerstin und Mia waren in der Stadt und mit Pricilla ebenfalls im Silverwings und auch wir waren mit Janka und Kitana zu viert unterwegs. Massenauflauf also… Doch kamen wir erst später.

Zufälligerweise kam ich mit meinem Seat gleichzeitig mit Sheilas feuerrotem Spaßmobil an und konnter gerade noch mitbekommen, wie die drei dem Auto entstiegen….. Laaaange Stiefel… kuuuurzer Rock „Hallo Kitana… Achnee, Du bist es ja Janka“…

104_0056

Vier Drags auf dem Weg zur Party, da kommt es schon mal vor, dass wir einige Personen visuell überfordern. So beispielsweise die beiden Typen, die vor dem Silverwings standen und die wir links und rechts überholten, nicht ohne danach noch deren Kommentar mitzukriegen… Der lautete wie folgt:

Zwei von denen waren Männer

… Also ich zählte eindeutig viere derer. Ich kann allerdings nicht so recht sagen, ob die einfach nicht gucken oder nicht zählen konnten. Vielleicht sind sie auch nur an irgendeinem Transwonder-Dekollettee hängengeblieben, der auch Denises Brüste emporschwellen liess… Ich bin mir nicht mehr 100%ig sicher, ich meinte in London Jankas ausprobiert zu haben und der Effekt war gleich null…. Vielleicht träume ich aber auch einfach nur. Auf jeden Fall konnte ich nur wenige Gäste im Silverwings sehen, die Denise in Größe schlagen konnten und damit so hausieren gingen…

104_0055

Egal, nett war es auf jedenFall, die Mädels mal wieder zu sehen und mit ihnen einen ausgegebenen …äääh irgendetwas, das brannte und man mit Strohalm trinken musste … zu trinken und nen caipiroshka.

Eine nette Einstimmung in einen ebenso netten Abend dann später im KI

104_0059

Scandal @ La vie en Rose

Ohne eine neue Herrenrasse gezeugt zu haben kamen wir also im La vie en Rose an.

Ersteinmal musste jedoch der Mensch an der Kasse überwunden werden, bevor uns Eintritt gewährt wurde. Jedoch änderte sich dieses sogleich mit einem Hinweis auf Pricilla. So stand dem Eintritt ins La vie en Rose also nichts im Wege.

Das La vie en Rose ist ein kleines Revuetheater mit Bar und einem zweiten Raum, in dem getanzt werden kann. Das ganze sorgt für eine „etwas andere“ Atmosphäre als bei den üblichen Parties im KI, Kinzo oder Irrenhouse. So fand beispielsweise die Show gänzlich vor sitzendem Publikum im Theaterraum statt.

 

imgp2588.JPG

Das führt natürlich auch zu einer etwas „gesetzteren“ Stimmung, als wenn Massen von Personen direkt vor einer Bühne stehen, feiern und aus sich herauskommen. Hier war die Publikumsreaktion irgendwo zwischen freundlichem und lautem Applaus anzusiedeln. Vermutlich aber war das Publikum nicht das leichteste, dass die vier KünstlerInnen jemals vor sich gehabt haben.

imgp2590.JPG

Zumindest bei den ersten beiden KünstlerInnen kann ich das nicht mit Gewissheit sagen, denn ich hatte sie noch nie gesehen. Den Beginn des Showprogramms, das wir noch gesehen haben machte eine Künstlerin mit live-Soulstimme, die ein paar Stücke zum besten gab. ziemlich großartige Stimme – aber ihre beiden Gogos…

Scherzhaft fragte man mich ob die überhaupt 18 seien.. Nun, ich denke schon

imgp2596.JPG

Ihr folgte dann ein wirklich skuriller Showact mit einem nicht allzukleinen Trash-Faktor. Ein Tüllhut, eine weisse Perücke, ein weisser Pettiecoat, Strumpfhose und Ballettschuhe. Dazu ein nackter Oberkörper und eine schwarze Gitarre. Das ganze dekoriert mit einem Elvis Presley. …Wie gesagt, skurill ist wohl der richtige Ausdruck dafür..

imgp2605.JPG

Diesen beiden Showacts folgten Profis im Drag Queen Geschäft, die zeigten, was sie in jahrelanger Bühnenerfahrung vor großem und kleinen Publikum, vor interessierten, desiteressierten und euphorischem Publikum gelernt hatten.

Professionalität eben. Kaspar Kamäleon begann mit „schön ist es auf der Welt zu sein, brachte aber selbst durch vollen Einsatz im Publikumsbereich die Zuschauer nicht dazu, eine Polonaise zu veranstalten. Einzig und alleine die ebenfalls anwesenden Schwestern der Perpetuellen Indulgenz erbarmten sich Kaspar und folgten ihr zu einer der kleinsten Polonaise der Welt – aber was meckere ich hier – ich habe ja auch nicht mitgemacht.

imgp2629.JPG

Wenn das Publikum also selber nicht aus sich rauskommt, dann muss es dazu gezwungen werden, dachte wohl :Mataina Ah wie Süß: und rief ein Mädel aus dem Publikum auf die Bühne, die ebenfalls einen weiteren Bühnengast zu sich rufen durfte.

Die Wahl fiel auf Denise van de Hoven, die nicht wirklich glücklich aussah, als sie auf die Bühne gerufen wurde. Das half aber nichts, denn die Entscheidung, mit Mataina den Bonnie Tyler Klassiker „Turn Around“ zu performen. Die beiden Mädels durften sich immer dann zum Publikum bzw. wegdrehen, wenn Bonnies Reibeisenstimme „Turn Around“ zum besten gab. Mataina tat selbiges genau umgekehrt bei ebendiesem Stichwort. Das klappte bereits im ersten Versuch ziemlich gut und das sollte sich bis zum Ende des Liedes auch nicht ändern.

imgp2626.JPG

Ich sage mal so, das waren sehr professionelle Auftritte von Kaspar und Mataina bei doch etwas schwierigem Publikum. Da zahlen sich eben viele Jahre Dragauftritte in jeglichen Clubs in Berlin und Dragmarathone vor Urlaubern in Griechenland aus.

imgp2636.JPG

Insgesamt kann diese Party sicherlich noch ein paar Besucher mehr vertragen, aber so weit ich sehen kann sind die Besucher der Scandal-Party wohl ziemlich zufrieden gewesen. Insofern war das eine erfolgreiche Partypremiere der am 4.1.2008 eine zweite Party folgen soll.

Wir selber hatten aber noch vor, den Club International zu besuchen und blieben daher nicht mehr all zu lange nach der Show. Dafür sammelten wir noch Christal Cokes ein, die von Mataina wohl mitgeschleppt wurde und düsten in Sheils Mini los zur nächsten Station des Abends.

Ein leerer Club und ein voller Mini

Haus B, Girlstown und ein Mini

Es stand einiges auf dem Programm, nein anders, wir wollten einiges machen an diesem Samstag. Um dieses allerdings zu schaffen hiess es, dieses Mal auch früh loszufahren. Die SMS, die Sheila mir während der Sportschau schickte, sprach dabei von 22:30.

22:30 ?? Es gibt Leute, die halten da noch Mittagsschlaf.. Und wir wollen da schon los? Naja mir egal, ich hab ja eh nichts anderes vor.

Einige, wenige Minuten nach der vereinbarten Zeit fuhr Sheilas Mini vor und obwohl so früh wie nie, war es eines der wenigen Male, wo ich bereits vor dem vereinbarten Termin fertig gedresst war und eines der absolut seltenen Male, wo ich den Abend sogar mit lackierten Finger- und Fußnägeln erwartete. Zum einen musste ich den Tipp mit dem Eisfach (Fingernägel) ausprobieren, zum anderen wollte ich zu dem neuen silbernen Kleid auch silberne Schuhe tragen und da ich nur Sandaletten in dieser Farbe habe mussten die Nägelchen eben lackiert sein….

Winter, Schnee am Tag, drei Grad und Eiseskälte?

Egal, ein dünnes Kleid, keine Strumpfhose und Sandaletten mussten trotzdem sein…. Bin ich verrückt? Ich weiss nicht, Sheila hat eine Meinung und die heißt: JA!

Erste Station gegen 23 Uhr war das Kino International und die Girlstown Party. Verständlicherweise war aber ausser uns nahezu niemand um diese frühabendliche Zeit unterwegs. Zoe und ihre Djanekollegin spielten in gedämpfter Lautstärke ein Wenig Musik und wir flezten uns der Musik lauschend einen Caipirinha lang in die Sessel… Das hätten wir sicher auch noch einen zweiten Caipi so gemacht, wenn sich mein Kleidchen nicht entschlossen hätte, mir unmissverständlich klar zu machen, dass entweder ich zu dick oder es zu dünn war. Der Klügere gibt je bekanntlich nach und das war wie bereits beschrieben in diesem Fall eben die Naht.

imgp2281.JPG
Michelle

Wir verabschiedeten uns um Janka und Nadel und Faden aufzusuchen. …Ich glaube, das war das erste Mal, dass wir gingen, als die meisten kamen. Sonst kommen wir eher zu Zeiten, wo der Rest schon wieder aufbricht… Ich kam nichteinmal dazu, ein Foto zu machen.

Nächstes Mal, bleiben wir sicher länger – und kommen später.

< Nadel, Faden, Näh, Kleb, alles wieder gut >

imgp2294.JPG
Pricilla Lay

Nächste Station sollte das Haus B sein, in dem Pricilla heute auflegte. … Das wollten wir zumindest mal gesehen haben. Zu fünft quetschten wir uns in Sheilas (höchstens 4 Personen fassenden) Mini und fuhren in Richtung Haus B.

Es war kalt und vorm Haus B bildete sich eine lange Schlange. Glücklicherweise kam wor längerer Zeit, als wir mal warten mussten, eine Email, die und von dieser lästigen Waartezeit im Kalten ein für alle Male befreien sollte. Sozusagen der Blankoscheck fürs direkte reingehen. So lobe ich mir das.

imgp2286.JPG
Sheila Wolf, Denise van Hoven, & Kerstin Black

Drin war es wie immer eigentlich. Eben das Haus B mit den typischen Haus B Bewohnern, dieses Mal allerding mit einigen guten Bekannten, die extra angereist kamen. Denise, Mia, Kerstin und Michelle mit Anhang. Immer wieder schön, die Mädels zu sehen. Irgendwann verzog sich Pricilla (wo kam eigentlich das „y“ auf dem Flyer her?) und wir schauten mal, was der neue Raum im Haus B so zu bieten hätte….

Nicht viel. Eine Adonis Statue, einen VIP Bereich, ein weißes Sofa und einen DJ, der altbekanntes immer etwas anspielte, dann zu quatschen anfing und dann bis zum Ende weiterspielte, bis er wieder von vorne anfing… Irgendwie hatte das etwas vom Autoscooter. Ich finde ja, DJs sollen Musik spielen und nicht sabbeln – er sah das offensichtlich anders.

imgp2291.JPG
moi & Kerstin Black

Nun gut. Chicago Rose und des Goya warteten noch auf uns – also verabschiedeten wir uns bereits zum zweiten Mal an diesem Abend und fuhren in Richtung Kinzo…

Leider nutze der Mini aber das zwischenzeitliche Nieselwetter nicht dazu, vom Mini zum Maxi zu werden und so stapelten wir und wieder auf der Rückbank….

img_0291.JPG

…btw wer jetzt sagt „die doofe Kuh kann nur meckern“ der hat unrecht, denn ich will diese Platznot ausnutzen um mich eigentlich einmal dafür zu bedanken, dass Sheila uns immer durch die Gegend kutschiert. Natürlich weiss ich, dass sie das vor allem aus Egoismus tut, weil sie a) gerne autofährt und b) lieber möglichst viele Fäden der Abendgestaltung selber in den Händen hält… Das macht aber nichts, denn ich brauche mich so nicht um irgendwelche Alkohol Promillegrenzen oder so zu kümmern und werde immer heil und wohlbehalten wieder zu Hause abgeliefert.

Als Sheila, vielen Dank 🙂

Kinzo kommt morgen…

GMF im Week End

Party über den Dächern von Berlin

gmf.gif

Gestern nacht war die große Neueröffnungsparty des GMF. Wurde letzte Woche noch einmal das Cafe Moskau gerockt hat der GMF Club ab nun im Weekend geöffnet. Zu solch einem Ereignis muss man natürlich auch aufschlagen um den neuen Club mal direkt unter die Lupe zu nehmen. Und Unterschiede oder Gemeinsamkeiten auszutesten. Ersteinmal fielen die Gemeinsamkeiten auf. Zwei Dancefloors, die glücklicherweise mit den üblich Verdächtigen auch in Zukunft in gewohnter Manier beschallt werden. Gestern bedeutete dieses zum Beispiel Barbie Breakout auf der einen Seite oder Divinity auf der anderen Seite, aber beispielsweise gestern auch Moguai.

imgp1967.JPG
Stella und Barbie
Ich hatte mir vorher sagen lassen, dass die Dachterasse großartig sei und dass Weekend eigentlich genau wie das Bangaluu sei, nur eben in schwarz statt in weiß. Ersteres kann ich absolut bestätigen und hätte ich gerne gezeigt, aber ohne Stativ sieht das Bild leider sehr verwackelt aus und zeigt allerhöchstens mal wieder meine Unfähigkeit, gute Bilder zu schießen.

yoolie_02-09-2007_136-4.jpg

Das Weekend…. Es hat meiner Meinung nach wenig bis garnichts vom Bangaluu, aber trotzdem hat es was. Es ist dunkel, es ist heiß, es hat etwas von Kelleratmosphäre, obwohl es im 12 und 15. Stock ist und es ist cool.

Etwas nervig ist die Fahrstuhlsituation im Weekend. Da kann es schon mal sein, dass man vom 12 in den 15. Stock fahren möchte und dabei einen Zwischenstopp im Erdgeschoss macht. Vielleicht wäre es klug, einen Fahrstuhl immer nur 12 – 15 – 12 – 15 pendeln zu lassen und den anderen zum Erdgeschoss fahren zu lassen… Dazu ist der Fahrstuhl der Einzige Ort im Weekend, der sehr gut ausgeleuchtet ist. Jegliche Makeupfehler oder durch die Hitze zerflossenes Makeup werden also im Fahrstuhl gnadenlos sichtbar und, da immer voll, auch von einer ganzen Menge Menschen gesehen.

imgp1939.JPG

Wer nun also sagt, „okay, geht man halt vor der Fahrstuhlfahrt noch einmal auf die Toilette und schminkt nach“, den muss ich leider enttäuschen. Die zwar stylischen Waschbecken sehen zwar großartig aus, sind aber katasrophal ausgeleuchtet und dazu noch rosa von der Seite angeleuchtet. Das Makeup schaut also entweder dunkel oder rosa aus – beides stimmt nicht… Nichtsdestotrotz könnte sich das Weekend gut etablieren, denn der Club ist klasse und die Aussicht auf der Dachterasse phänomenal. Das Cafe Moskau war Kult, das Weekend ist cool.

imgp1934-1.JPG

Zumindest war das die einhellige Meinung, die ich gestern gehört habe. Ziemlich sicher wird und das Weekend häufiger sehen.

Interessant war die eine Anekdote, als ein Typ von einem Mädel angemacht wurde, weil er auf die Damentoilette ging. Sie solle den Rand halten, sie wäre auf irgendeiner anderen Party wichtig, hier hätte sie aber nichts zu sagen….
Ein Idiot

imgp1936.JPG

By the Way, Denise, die bereits letzte Woche zur Queerboot-Party in Berlin war, wird jetzt als ständige Vertretung in Berlin gezählt. So meint sie zumindest, ob sie allerdings ab jetzt die Flugbereitschaft der Bundeswehr nutzen darf, das steht noch in den Sternen. Ich meine wenn nicht auf dem Weg Bonn-Berlin, wo dann?