Eurovision Song Contest

Grand Prix Eurovision de la Chanson

blog_eurovision.jpg

Ja, ich oute mich. Seit Guildo Horn den Grand Prix gesellschaftsfähig machte, bin ich Fan dieser Show.
Wie unterhielt ich mich letzte Woche noch mit meinem Kollegen Rik über den Grand Prix? Ich sagte, dass ich ihn wohl anschauen werde und er meinte, ich verhalte mich schon wie eine richtige Schwuppe. Eher verwunderlich, betitelt er mich doch sonst immer als Faker, der das alles nur der Show wegen machen würde…. Einige Dich mit Dir mal, Rik 😉

Nun aber was ist falsch daran, denn der Eurovision Song Contest ist große Show.

Glamour, Show, Drama, Enttäuschung und jede Menge queere Attitüde. Für mich also genau das Richtige.

Ich flezte mich also mit einer Freundin, mit einer professionellen Votingliste vor den Fernseher. Der Show angemessen hatten wir vier gleichberechtigte Kategorien, jeden einzelnen Künstler zu bewerten.

Show, Outfit, Sexappeal und (fast am unwichtigsten musikalischer Wert)

Mit diesem, unserem Voting sind wir übrigens sehr gut gefahren, waren doch beide Sieger in unseren Top 5 vertreten.

Aber zum Song Contest:

Es ist immer wieder erstaunlich, wie queer dieser Contest ist und wie sehr sich die Künstler auf die sexuel ambivalente Zielgruppe einstellen.

10661065.jpg
DQ – Drama Queen
[HTML1]

Ich persönlich fand ja enorm schade, dass die Dänische Drag Queen „DQ“ mit Ihrem Song Drama Queen bereits im Halbfinale gescheitert ist. Da ist dem Song Contest ein großer Teil Show verloren gegangen. Dieses Outfit hätte es verdient gehabt, am Finaltag ausgeführt zu werden. Glitter, Glamour, Show, und musikalisch nicht so schlecht. Sei es drum, Die Zuschauer wolten nicht. Selber Schuld.

a-r-t.jpg
The Ark – The Worrying kind
[HTML2]

Trotzdem wurde die Show nicht langweilig und hatte massenweise queere Showelemente. Mit dazu rechnen würde ich auch The Ark mit The Worrying kind, einer Band, die meiner Meinung nach viel zu wenig Punkte bekommen hat. Eine Mischung aus The Darkness, The Scissor Sisters und Sweetty glitter & The Sweethearts hätte meiner Meinung nach viel Mehr Punkte verdient. Ausserdem ist Glam Rock per se irgendwie quer angehaucht. Ich fand The Ark wirklich gut.

[HTML3]
Les Fatals Picards mit L’amour à la française

Meine Freundin fand besonders Les Fatals Picards mit L’amour à la française gut, was sicher auch mit ihren französischkenntnissen zusammenhängen mag. Ich fand sie witzig und sehr putzig. Bei dieser Band hat sich aber ganz klar gezeigt, wie man sich auf das Zielpublikum einstellt…. Traten sie beim Vorentscheid in Frankreich züchtig in schwarzen Jacketts und weissen Hemden an, so waren sie in Helsinki eindeutig die pinkste Band des Abends 🙂

verk.jpg
Verka Serduchka – Dancing Lasha Tumbai
[HTML4]

Trash-Höhepunkt war aber eindeutig Verka Serduchka mit Danzing aus der Ukraine. (Erwähnte ich schon, dass ich ein großer Trash-Fan bin?). Soweit ich weiss, gab das in der Ukraine richtig Ärger, dass das Land durch „so eine Person“ vertreten würde. Ob sich das wohl nach dem zweiten Platz geändert haben mag? Vermutlich sind auf einmal alle schon immer Fan von Verka Serduchka gewesen. Na egal um mal kurz ernst zu sein, der zweite Platz kann nur positiv für queere Menschen in der Ukraine sein. Ansonsten ist der Song eindeutig einer mit Clubhitcharakter.

eins, zwei, drei – Tanzen.

Geil!

Gewonnen hat dann Serbien, übrigens wieder mit dem Beweis: Show ist alles. Hatte Marija Å ERIFOVIĆ in dem Vorentscheid noch Zirkusartisetn hinter sich, so mussten es im Finale dann doch eher fünf gutaussehende Frauen sein, die lesbische Attitüde vermittelten. Es hat wohl gewirkt. Obwohl das Lied auch gut war.

Nur stellt sich jetzt die Frage, wie gewinnen wir das Ganze nun mal wieder, Schlager klappt nicht (Guildo Horn), Swing (Roger Cicero), Country(Texas Lightning), Glam, Trash (Beides Stefan Raab) nicht. Rock und Reggae fehlen noch. Ich fürchte, uns bleibt nichts anderes Übrig, als mal unsere wirkich guten Bands dorthinzuschicken:

Meine Top 2 Für Serbien 2008:

  • Rammstein:
    Der Exportschlager Nummer 1. In Osteuropa bekannt und geliebt. Wenn die dann noch Moskau singen und zwei wenig bekeidete Russinen den Refrain singen, dann haben wir den ganzen Ostblock im Sack. Rammstein ist ein bombensicherer erster Platz.
  • Beatsteaks:
    Die schaffen es einfach in Knapp drei Minuten ein solches Brett auf die Bühnen zu zaubern, dass für den Rest aller Länder kein Platz ist. Wenn sie dann noch neben Biggy van Blond ein paar weitere Berliner Drags für die Show akquirieren, dann wird das was.

all photos by
YLE TV-tiedotus
PL 196
FI-33101 TAMPERE
FINLAND
Denkt an meine Worte, wenn wir das nächste Mal wieder ablosen.

GMF Club Berlin

mit das Beste an einem Feiertag am Dienstag ist der Brückentag am Montag. Er ermöglicht es, widerum Sonntags ausgelassen feiern zu können – und in Berlin geht das hervorragend im GMF Club.

2006_06_01_gmf_berlin.jpg

Ich glaube ich schrieb mal, es sei die Heimat aller Drags Berlins, nachdem ich allerdings Sheilas Erlebnisse im Kino International gelesen habe, mag ich das revidieren in

Der GMF Club ist EINE Heimat der berliner drags.

Nun gut, wenn man aus Hamburg auf die Berliner Szene schaut, dann schleichen sich solche Wissenslücken eben ein. Aber diese Wissenslücken werde ich ja bald schliessen 🙂

imgp0156.JPG

Egal, wir landeten also im GMF-Club und es war wie das letzte Mal, nur wegen dem Brückentag eben viel voller, mit besserer Stimmung. Massenweise bekannte Gesichter fanden sich hier ein, Janka Croft, Kitty Koks, Chrissy von berlin4fun und und und. Melli Magic bearbeitete die tanzende Menge von ihrem Discopult und die Crowd tat wie ihnen befohlen (tanzte also). Ekstatisch? Nein, aber doch mit viel Stimmung!

img_0683.JPG

Besonders spannend war es, als sich neben Melli Magic noch :Gloria Viagra: und :Ades Zabel: (beide in Räuberzivil) an den Turntables einfanden und zusannen einen Kracher nach dem anderen spielten. Das hatte etwas von Trash – und Trash mag ich.

img_0712.JPG

Aber auch danach flaute die Stimmung nicht ab. Es wurde noch eine Unisex Friseurshow auf der kleinen Bühne aufgeführt. Viel Show, keine wirklich geschnittenen Haare aber viele gutaussehende Mädels. Mehr davon bitte 🙂 Überhaupt ist mir an dem Abend ein ungewöhnlich hoher Anteil an tatsächlich weiblichen Gästen aufgefallen.

imgp0167.JPG

Diverseste Wodka-Redbull und einige Stunden Tanz auf hohen Schuhen verliessen wir glücklich, zufrieden, etwas bsoffen aber doch im Rausch eines klasse Wochenendes in der frühen Morgensonne den GMF-Club.

Großartig wars.

Nächste Station für mich ist dann nächste Woche der aushäusige GMF Club in Hamburg auf der Reeperbahn übrigens wieder mit Melli Magic (und Barbie Breakout) an den für mich wichtigen CD-Playern.

img_0684__.jpg

Melli und Mataina im Irrenhouse

Zwischen Kumpelnest und Irrenhouse legten wir noch zwei Zwischenstops ein, die zum einen Sheila (und auch mir) endlich einen Caiplirinha sowie mir (und auch Sheila) endlich einen Hamburger TS einbrachten. Frisch gestärkt warteten der Geburtstagsclub und Ninas Irrenhouse auf uns.

Apropos warten; wir kamen an und staunten nicht schlecht, als statt der typischen 50 Meter langen Schlange diesmal keinerlei Schlange vor dem Irrenhouse zu sehen war… Diesmal brauchten wir also nicht vorbeistöckeln Uirgendwie schade) aber eben auch nicht warten. (irgendwie nicht schade).

Irgendwie war es diesmal anders als die letzte Male. Es war weniger voll und es war weniger heiss. Da beides die letzten Male aber schon fast unaushaltbar war, gereichte dieses dem Irrenhouse nicht unbedingt als Nachteil, denn man konnte sich ausnahmsweise wirklich bewegen…

Und nochetwas war anders… Weil draussen vor der Tür niemand mehr wartete, brauchten die Diven dieses Mal ihrer Lieblingsbeschäftigung nicht nachgehen – dem Verspäten. Soll heissen, dass die Trannyshow dieses Punkt 2 Uhr begann…

Glücklicherweise gaben wir auch Punkt zwei unsere Jacken an und hörten schon die ersten Töne des Muppet Show Intros, dem traditionellen Beginn der Transenshow.

[youtube]KFw876miRM0[/youtube]

Schmeisst Euch in Frack und Fummel
Vorhang auf Hallo
Freut Euch auf Spaß und Rummel

Immer wieder gerne gehört, immer wieder gerne gesehen und beste Comedy.

Mindestens genausogut war aber diesmal Mateina. Als Nina sie mit den Worten ankündigte „gestern hatte ja Adolf Hitler Geburtstag und es gibt eine Person, die noch immer Feiert. Mateina Ah Wie Süß“ … war schon schlimmes zu befürchten. Die Bühne wurde von Mateina mit schwarzen wirren Haaren, einem Hitlerbärtchen, einer FPÖ Armbinde sowie einer alten Perücke als Blondie geentert und sie performte großartig zu Walter Moers‘ Adolf – ich hock in meinem Bonker. Seeehr geil. Gibt es eigentlich eine bessere Möglichkeit, Rechten den ausgestreckten Mittelfinger zu zeigen als dieses Lied?
Warum zum Teufel hat das niemand fotografiert. Das Video von dieser Nummer könnt Ihr übrigens bei Sheila finden. Ich hab versprochen nur die Urversion zu nehmen

[youtube]PfiI4nAdnXU[/youtube]

…dafür darf ich dann aber die nächste Nummer verwenden. Melli Magic in bester Marilyn Monroe-Manier performter sie „My Heart belongs to daddy„. War Mateinas Auftritt schon sehr genial schlug Melli dem Fass den Boden aus. Die weiße Stola wirbelte durch die Gegend und das Publikum raste. …Wer ist eigentlich Marilyn Monroe? Und hat es wohl einen Grund warum beide „MM“ als Initialen haben?
[youtube]0k8DSmrua7c[/youtube]

Großartig! Der Applaus war dementsprechend groß und alles was nun noch folgen sollte war unwichtig. Wie sagte Nina noch.

Es folgte noch ein nettes aber nicht herausragendes Stück von Melli und Mataina zusammen und (sorry aber wahr) ein wirklich nicht wichtiges Stück von Nina Queer herself. Ihre neue Scheibe. ….Meiner Meinung nach sollte Nina sich lieber auf ihre anderen Stärken besinnen und das Musikbusiness anderen Superstars lassen, die sich dort ebenso (vermutlich) erfolglos versuchen können. wenig wichtig das Stück.

Mataina, Zoe, Sheila
Mataina, Zoe, Sheila

Klönschnack mit Mateina, Melli, Pricilla, Tatjana. Sehr nett.

pic_065b1.jpg

 

Zoe & Sheila…und im gegensatz zu den letzten Malen haben wir es dieses Mal tatsächlich in die Bildergallerie bei berlin4Fun geschafft. Steter Tropfen höhlt den Stein wohl auch hier. 🙂

 

Zoe, Tatjana

Und ich durfte mal wieder eine Partyeinladung ausschlagen, da ich leider verhindert bin. Mittwochs eine Party in Berlin zu besuchen ist echt etwas zu viel, wenn man in Hamburg wohnt. Da kann die Party noch so gut sein. Ich glaube das würde meinem Arbeitgeber nicht wirklich zusagen.

Vielleicht sollten die, die berliner Partys einfach nach Hamburg holen… aber da wird ja gerade dran gearbeitet

Biggy Van Blond & Beatsteaks

Das mir mehr und mehr Transen oder Drags in Musikvideos auffallen habe ich ja neulich schon erwähnt, nun ist mir ein neuer Fall aufgefallen und zwar bei einer meiner Liebllingsbands, den Beatsteaks.

Mir sind die beatsteaks auf dem Hurricane Festival 2005 erstmalig richtig aufgefallen. Keine Ahnung, wie viele Bands an den drei Tagen gespielt haben, aber es wurde bei genau drei Bands richtig gepogt. Bei den Flogging Molly, bei SKA-P und eben bei den Beatsteaks. Es war einfach ungllaublich, wie sie die Massen mitgerissen haben. Eine großartige Liveband, wenn nicht gar die beste Deutschlands.

Besonders im Gedächtnis ist mir geblieben, als mittem im schönsten Pogen der Sänger von ca 20.000 Personen im Publikum verlangte, ruhig zu sein, und sich hinzuknien, sonst würden sie nicht weiterspielen. Er schaute in verdutzte Gesichter, die sich langsam nach ihm richteten, erst vorne, dann immer weiter nach hinten, bis etwa alle knieten. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können bis zu dem Zeitpunkt, an dem die beatsteaks in die gitarren hauten. Mit dem ersten Ton sprang alles auf und es wurde noch wilder weitergepogt. Sehr cool. Damit hatten die Beatsteaks schon bei mir gewonnen. Das sie später noch ein geiles Video mit meinem Lieblingsschauspieler Jürgen Vogel drehten, verstärkte das ganze nur noch etwas.

Was soll da noch kommen? Ein Video mit irgendeiner Transe – Fast, denn das war eben nicht irgendeine Transe sondern eine als deutschen Landen, genauergesagt aus Berlin und auch da nicht gerade die unbekannteste sondern Standasgemäß die erste Garde in Person Biggy van Blond.

biggyvanblond.jpg

Die CD läuft seit etwa drei Wochen durchgehend in meinem Auto aber ich habe Freitag nicht schlecht gestaunt, als ich das video zu Jane became insane erstmalig richtig anschaute.

Oh ne Drag

Oh Biggy van Blond

Das’s ja cool

Damit wäre dann auch geklärt, was Biggy van blond im Backstagebereich beim Echo zu suchen hatte :)[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=C–DdBdfiF0[/youtube]