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Langusten fangfrisch

28.10.2009 Cayo Largo Del Sur –
Cayo Largo Del Sur – Fangfrische Langusten

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Kleiner Junge, große Languste

Getier hat es während einer Katamaranfahrt ja nicht leicht, Am ehesten noch die Leguane, die werden zwar auch fotografiert, aber auch gefüttert. Die Seesterne im natural Pool werden aus ihrem normalen Element gehoben und ebenfalls Fotografiert. Die Fische in den Korallen werde verfolgt und ebenfalls genervt, aber da unter Wasser und viel schneller im Wasser gelassen – und einige sogar gefüttert.

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Richtig schwer haben es nur die Langusten. Sie werden nicht nur aus ihrem Element gehoben und forografiert sondern ausserdem nicht ge-füttert sondern ver-füttert. Arme Tiere. Eben noch Meeresgetier im Ozean ohne das Wissen um Vergänglichkeit. Kurze Zeit später bereits gekocht auf dem Tisch.

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nur einer der vollen Eimer voller Langusten

Feinschmecker aufgepasst, denn frischere Langusten findet ihr nirgendwo. Um das groß der Touristen erleichtert, liess sich einer der Skipper ins Wasser und darin vom Katamaran ziehen. Um kurz darauf immer mal wieder unterzutauchen und mit einer oder mehreren Langusten aufzutauchen. Fangfrischer geht es wirklich nicht.

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Reism Langusten, Brot, Beilagen. Lekka

Ob es nun die leckerste Art war, Langusten zuzubereiten kann ich nicht beurteilen, denn ich aß sie das erste Mal, aber nun weiss ich zumindest, was der Unterschied zwischen Langusten und Hummern ist. ..Und sie schmecken gut… Der Skipper hat übrigens viel mehr Langusten herausgeholt, als gekocht wurden. Da freut sich das nächsteste Restaurant und deren Geldbeutel.

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Grill Royal Berlin

Die Meeresfrüchte Vorspeisenplatte im Grill Royal

in CC by Spushnik

Vor langer Zeit habe ich mich eimal zu einer Wette hinreissen lassen, in der ich wettete, dass Sheila binnen eines Jahres auf irgendeiner Bühne stehen würde und auch wenn sie gerade mit Hochdruck daran arbeitet, tat sie es im Rahmen dieser Wette eben nicht. …btw. ich glaube ich habe auch noch nie eine Wette gegen Sheila gewonnen. …Egal, Einsatz für diese Wette war ein wirklich gutes Essen in einem wirklich guten Restaurant.

Ich muss ja gestehen, dass ich nicht wirklich das Wissen habe um gutes Essen von teurem zu unterscheiden, aber ich hörte schön häufiger vom Grill Royal und es soll wohl eines der besten Restaurants sein….

Nun gut, ich will mich ja nicht lumpen lassen und ausserdem sind Wettschulden ja Ehrenschulden, also bestellte ich einen Tisch für gestern Samstag. 22 Uhr auf den Namen Delay. Zwei Herren in einem teuren Restaurant wären doch nur halb so spannend wie zwei Drags – also eigentlich nichteinmal halb..

…Um 22:08 klingelte Sheila auf meinem Handy mit der Information, ich müsse da dringend anrufen und sagen, dass wir uns verspäten… von Hörensagen hörte sie nämlich, dass das Grill Royal da ziemlich rigoros Tische weitervergeben würde.. …okay, machte ich dem Namen Delay also alle Ehre und avisierte unser Kommen um etwa eine halbe Stunde verspätet. Was für uns eigentlich noch eine relativ kurze Verspätung ist.

Im Grill Royal angekommen mussten wir uns noch ein wenig an die Bar stellen und schon ein erstes Getränk zu uns nehmen, bevor wir an den Tisch geführt wurden. Vielleicht sogar an einen etwas besseren Tisch, denn der Barkeeper fragte uns noch nach dem Namen, damit er dort vielleicht etwas machen könne… Zu einem späteren Zeitpunkt des Abends erfuhren wir noch, dass je mittiger der Platz, desto besser er im Grill Royal sei… und wir saßen ziemlich mittig. 🙂

Ich könnte jetzt etwas über reiche Geldsäcke mit jungen Tussis schreiben, über den Berghain Schal über der Küche oder die Frage stellen, ob das Riva Holzboot nicht eigentlich ins Wasser gehört, doch das ist alles unwichtig, denn es sollte um das Ambiente und das Essen gehen, und das gehörte wie das Riva Boot nur eigentlich ins Wasser.

Wir bestellten nämlich die große Vorspeisen- Meeresfürchteplatte, die es nur für zwei Personen gab und die zu probieren mich Sheila drängte. Zwei Austern, eine Riesengarnele, iregdnwas vom Krebs, Hummerscheren, Calamaris in verschiedenen Variationen, Thunfisch und verschiedene Algen. Alles in allem allerhand für eine Vorspeisenplatte, die sich doch in der Menge eher im Bereich eines ausgewachsenen Hauptgerichts bewegte. Wobei der Preis auch ein ausgewachsenes Hauptgericht erforderte. Egal, ich wusste zwar nicht immer, was ich da esse, aber es schmeckte alles. Am besten schmeckte mir etwas, was wie kleine gegrillte Tintenfische aussah lecker. Auch die Hummerscheren waren lecker, wenngleich ich Sheilas Aussage von Orgasmus für den Gaumen nicht ganz nachvollziehen konnte. Lecker: Ja. Orgasmus: Nein. Übrigens kann ich diesen Austern-Hype nicht nachvollziehen. Statt der zwei Austern hätte ich lieber noch eine zweite Riesengarnele genommen. Die mochte ich lieber… Aber ich muss gestehen, da hatte ich meine Schwierigkeiten mit. Ich habe irgendwie nicht ganz begriffen, dass es eigentlich das gleiche wie eine Nordseekrabbe ist – nur eben in groß und das Krabbenpulen das gleiche ist, wie Riesengarnelenpulen… Nur eben in klein.

Da muss ich aber dem Aufmerksamen Personal im Grill Royal ein großes Kompliment machen, mir wurde sofort angeboten, mir zu erklären, wie ich das richtig machen würde… Da war es allerdings schon zu spät. Bei einer zweiten Risengarnele wäre das ganze einfacher gewesen. Sheila hatte solch Probleme nicht, ist sie doch häufiger mal solch Meeresfrüchte, wenngleich bisher zumeist im KDW und bisher noch nie im Grill Royal. Ich schätze, das ändert sich aber noch, denn eigentlich müssen wir nocheinmal dorthin, denn ich habe noch eine Garderobenmarke, die ich in meiner Tasche nicht wiederfand. Ich bekam trotzdem meine Jacke ausgehändigt. Das Personal behandelte und in allen Bereichen vorzüglich und zuvorkommend. Keine Frage.

Und wenn ich vorhin von Geldsäcken und jungen Hühnern schrieb, so ist das natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Am Tisch quer gegenüber speiste unter anderem Gabi Decker, die uns offensichtlich noch kannte und später kam noch der uns bislang unbekannte Till Harter an unseren Tisch, der uns in seine Bar einlud und sich freuen würde, wenn wir noch vorbeikommen würden. Seine Bar, die Bar Tausend sei nur einige Gehminuten entfernt. Bar Tausend… Da war doch was? Selbstverständlich liessen wir uns nicht bitten uns noch beim Gehen vom Personal den Weg erklären und verliessen das Grill Royal in Richtung der Bar Tausend.

Abschliessend muss ich sagen Essen: Wunderbar, Personal und Bedienung: Wunderbar. Gäste Reich und schön oder reich oder schön sowie einige sehr nette Personen. Nun, das Grill Royal soll eines der In-Restaurants in Berlin Mitte sein und ich verstehe warum.

Matsumi Hamburg

Matsumi. Japanisch essen in Hamburg.

Ein Gourmet und Feinschmecker wird aus mir in diesem Leben wohl nicht mehr werden. Ich kann beim Verzehr einer Pizza in der Pizzeria quer gegenüber genauso viel Genuss verspüren, wie bei einem fünf Sterne Menü in einem guten und teuren Restaurant. Schlimmer noch, ich könnte nichteinmal zwischen gut und teuer unterscheiden, wie ich auch zwischen japanisch und chinesisch nicht so recht unterscheiden kann.

So verirrte ich mich wohlwissentlich vorletzte Woche in die Feinschmeckerabteilung der Galeria Kaufhof, wo es so ziemlcih alle Leckereien gab, die man sich so vorstellen kann. Ein Feinschmecker hätte vermutlich hunderte Euro ausgegeben, ich kaufte ein Baguette, Butter und Salami…

Und soeine Person wird in Hamburg von der ausgewiesenen Feinschmeckerin Sheila gefragt, wo man denn etwas essen könne.

Ich: Ähmmm ÖÖÖh. Vapiano ?? Oder moment da gibt es einen Chinesen, garnicht weit von hier, der soll der beste der Stadt sein.
Sheila: Chinese? Nein das geht garnicht.
Ich: Nicht??? Dabei soll das der einzige Koch in Hamburg sein, der selbst den giftigen Kugelfisch zubereiten darf….
Sheila: Kugelfisch? Dann ist das kein Chinese, dann ist das ein Japaner.
Ich: Chinese, Japaner, Thailänder. Für mich alles das gleiche…… Alles Asiaten.

Wir warfen einen Blick in Qype, und fanden heraus, dass es sich dabei um das Matsumi handelte, dass ich bereits einmal besucht und wie folgt beschrieben habe:

Das Matsumi soll das wohl beste japanische Restaurant in Hamburg sein, der Koch darf auch den bei unsachgemäßer Behandlung giftigen Kugelfisch zu Sushi verarbeiten und das Restaurant schmückt sich mit einigen Emblemen, die die Güte bezeugen.

Das alles mag zwar sein, aber meinen Geschmack hat dieser Japaner leider doch nicht getroffen. Vermutlich liegt das aber einfach nur an meinem Europäischen Gaumen.
Ich war nicht begeistert.

Andere Einträge lobten das Matsumi allerdings ind Grund und Boden bzw in den Himmel und so fuhren wir dort hin. So weit ich die Reaktionen von Sheila und ihrer Liebsten einschätzen konnte, ist dieser Japaner offensichtlich wirklich einer der besten, wenn nicht DER beste Japaner die man in Hamburg so besuchen kann. ich selber liess Sheila etwas für mich bestellen und es hat mir tatsächlich geschmeckt. Glücklicherweise hatte ich eine Suppe, und einen Löffel. Denn im Matsumi gibt es kein europäisches Besteck – und nur mit Stäbchen wäre ich wohl nicht satt geworden.

Also: auch wenn ich es nicht richtig würdigen kann, vertraue ich mal Sheila und den Qype-Nutzern und sage Das Matsumi ist DER Tip für japanisches Essen in Hamburg.

Und wer nach diesem Beitrag nun als Banause betitelt, dem erzähle ich beizeiten mal die Adresse des besten Döner-Ladens in Berlin Kreuzberg. Wer allerdings wissen will, wo das Matsumi Hamburg ist, der Schaue hier auf die Google Map.

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Matsumi Hamburg
Colonnaden 96
, 1. Etage
20354
Hamburg