Salsa im Club Mangoo

10 Jahre Club Mangoo
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10 Jahre sind eine ganze Menge und ein Club, der 10 Jahre durchhält kann wohl ohne Zweifel als eingesessen bezeichnen. So beispielsweise auch der Salsa und Merengue Club Mangoo.

Von draussen absolut unscheinbar verbirgt sich hinter einem Schild und einem Untergang ein wirklich netter Club, der Salsa, Merengue und ab und an Reggea spielt. An diesem Wochenende feierte er 10 jähriges Bestehen und ein Freud hat einige Freikarten bekommen. Dazu kam der Grund, dass bis 12 Uhr Sol, Caipirinha und Mojito gratis waren. Folglich war gleich aus beiden Gründen der Club Mangoo früh gut gefüllt.

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Ich selber war noch nie vorher da, aber es gefiel mir. Der Club war nett, die Musik extrem Tanzbar und schweisstreibend und viele Mädels extrem großartig aussehend. Ich habe mich locker fünf mal verliebt an diesem Abend…

Nein, ich war nicht als Zoe unterwegs, aber als ich die Musik hörte und die Menge tanzend sah wünschte ich mir ein leichtes Kleid und ein Paar Sandaletten. Als Mann war das irgendwie nicht das Gleiche.

Stattdessen holte ich mir ersteinmal einen freien Mojito… Bäääääh, das war ein ganz übler Mojito. Bacardi, Bacardi, etwas Rohrzucker, Bacardi, etwas Pfefferminze, einen Schuss Selber und noch ne ganze Menge Bacardi… Heftig aber kaum trinkbar. Den Mädels hinter der Theke kann man aber kaum einen Vorwurf machen, denn der Andrang an der Theke war extrem und sie rotierten dementsprechend.

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Als die Mädels um 12 wild fuchtelnd andeuteten, dass ab nun bezahlt werden müsste, fing die eigentliche Party an. Die Musik wurde noch tanzbarer und ein Paar Gogos besetzten die Plätze auf den Boxen. Ausserdem waren nun all die Besucher nicht mehr an den Bars zu finden sondern auf der Tanzfläche.

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Doch nur mit freien Getränken und ein Paar Gogos wurden 10 Jahre nicht ordnungsgemäß gefeiert. Es fehlte noch ein Tanzpärchen, dass der Masse mal richtig zeigt, wie Salsa und Merengue richtig geht. Ich sag mal so, die beiden haben nicht zum ersten Mal miteinander getanzt. Nicht übel. Ausserdem wunderte mich, wie in einem wirklich vollen Club so viel Platz geschaffen werden konnte, dass die beiden richtig tanzen konnten. Irgendwie war es möglich.

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Als letztes folgte dann noch eine Hammer Liveband. Ich habe keine Ahnung von Salsa aber wenn das Salsa war, dann gefiel es mir. Tanzmusik absolut mit einem Keyborder, dessen Finger wie wahnsinnig auf dem Keybord tanzten und einem Schlagzeuger, der ebenso flink auf seine Trommeln bearbeitete, dazu ein ziemlich cooler Sänger mit viel Bühnenpräsenz. Eine Klasse-Band und tolle Musik.

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Ich sag mal so, es gibt sicher auch in Berlin einen Salsa und Merengue Club…. Dann sollte man mal Ausschau halten und ihn gegebenenfalls mal aufsuchen. Ein solcher Abend kann sehr großartig sein.

Hamburg: In schwarz – grün gewählt

Heute habe ich zwei Dinge gelernt:

1. um meine Glaubwürdigkeit ist es nicht so gut bestellt, wie ich dachte.
2. manche Leute finden Transen immer noch verwirrend

aber der Reihe nach.

Meine Glaubwürdigkeit scheint darnieder zu liegen, denn als ich mich heute morgn um kurz vor 6 nach einer großartigen Boheme Sauvage von Janka und Sheila mit den Worten:

Ich fahre jetzt nach Hamburg – wählen

verabschiedete, haben mir die beiden doch glatt nicht geglaubt. Dabei hatte ich doch angekündigt, wählen gehen zu wollen und ausserdem hatte ich ja auch schon gezeigt, dass es mir wenig ausmacht zu Zeiten, zu denen andere Schlafen die Autobahn Hamburg <-> Berlin zu befahren. Insofern war ich schon etwas verwundert, als ich in Hamburg im Bett auf mein Handy schaute und Sheila noch einmal nachgefragt hatte, ob das tatsächlich kein Scherz war… war sie etwa auf dem Rückweg an meinem auto vorbeigefahren und sah es nicht?

Mädels, Mädels, ich bin grundsätzlich ehrlich und wenn ich lüge bin ich durchschaubar wie Plexiglas. Achja, und ich bin verrückt genug, für ein Paar Kreuze sowie einen Tisch und einen Kerzenleuchter mal eben nach Hamburg zu fahren.

Kommen wir also zu den Menschen, die Transen offensichtlich noch nicht als selbstverständlich ansehen.

Die ersten beiden Exemplare begegneten uns in Berlin am Hacheschen Markt. Mit markigen Worten und netten Beleidigungen meinten die uns erzählen zu müssen, dass wir zum einen dreckige scheiß Transen sind und zum Zweiten in ihren Augen offensichtlich die biblische Schöpfungslehre nicht verstanden hätten. Es hiesse dort Adam und Eva und nicht Adam und Peter. Im Taumel dieses großartig gefundenen Spruchs musste dieser Satz dann auch noch mehrfach wiederholt werden. Ich bin mir nihct sicher, was an dieser Geschichte ich am bemerkenswertesten fand. Den Umstand, dass diese beiden Idioten die Bibel genaugenommen die Schöpfungsgeschichte kannten, dass ihnen ohne Hilfe ein tatsächlich nicht so übler spruch eingefallen ist oder dass sie trotz fehlenden Gehirns offensichtlich sprechen gelernt haben. Vermutlich war es von allem ein wenig, das mich am meisten verwunderte.

Damit aber nicht genug, denn kaum hatten wir diese beiden Gesellen hinter uns gelassen, sprintete ein weiterer Kerl auf uns zu. Ich hatte die Stöckel schon trittbereit, als wir merkten, dass er uns aber absolut nichts böses wollte. Das war ein armer Brite, der sich offensichtlich in uns verguckt hatte und bedauerlicherweise den Abend mit einer Abfuhr unsererseits beenden musste. Dann fuhren wir ab zu Janka, wo ich, wie bereits oben erwähnt widerum ab nach Hamburg zur Wahl fuhr.

Ich knüppelte mein Auto über die leere Autobahn nach Hamburg und kam wenige Minuten vor acht in Hamburg an.

Aussteigen – Tür aufschliessen – Wahlunterlagen einsammeln – Tür abschliessen – weiterfahren.
Merkt ihr was? In dieser Aufzählung kommen keine Worte wie Abschminken oder Umziehen vor.

Folglich stöckelte Sonntag morgen um 8:07 eine Transe in einem schwarzen Pailettenkleid in das Wahlbüro in Hamburg Rahlstedt um der Bürgerpflicht genüge zu tun und die Hamburger Bürgerschaft zu wählen. Die Wahlhelfer nahmen das gelassen hin, aber die frühaufsteher-Rentner, die sich dort zu dieser sonst ja nachtschlafenden Zeit versammelten, fanden das wohl nicht das normalste auf der Welt und machten ziemlich große Augen als ich hereingestöckelt kam und einen fröhlichen guten Morgen wünschte…

Ich weiss nicht, was sie mehr verwirrte. Die Transe die dort reinstöckelte oder die morgens um kurz nach acht ziemlich ungewöhnliche Arbendgarderobe bestehend aus Pumps, Pailettenkleid und Netzstrümpfen alles in Schwarz… Vermutlich war es auch hier eher das Gesamtensemble.

…Als ich nun also meiner Bürgerpflicht genüge getan hatte und wie erwähnt in schwarz – grün gewählt hatte und somit den vermutlich neuen Hamburgischen Senat vorweg nahm, freute ich mich aber auf Abschminken und lange ausschlafen, bevor ich zum zweiten mal an diesem Sonntag auf die Autobahn Hamburg <-> Berlin fuhr.

Wahl in Hamburg

Hamburg Wahl 2008

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auch wenn Politik, noch dazu Hamburger Politik hier vermutlich niemanden interessiert, muss ich mich mal zu meinem Problem mit der Hamburger Wahl äussern.

Auch wenn deutsche Wahlen ja zum Glück frei und geheim sind, ist es kein Problem für mich, zu erklären, wie ich wählen werde – und vor allem warum ich so wählen werde – oder letztdendlich warum ich vielleicht doch nicht so wählen würde.

Nun ist in knapp drei Wochen die Hamburg Wahl und ich werde wohl zum letzten Mal in Hamburg wählen dürfen. Nun ist Hamburg ja meine Heimatstadt und ich werde ihr immer verbandelt bleiben, also werde ich dort auch wählen und in drei Wochen mal wieder nach Hamburg fahren.

Nun ist Hamburg ja seit jeher ein eher links wählendes Bundesland, leider ist dieses aber eher Vergangenheit, denn seit Ole von Beust mit seiner CDU im Hamburger Rathaus sitzt, schaut es schwierig aus in Hamburg für alles, was links der CDU steht.

Für mich bedeutet das irgendwie ein Problem.

Fakt I:
Generell finde ich es besser, wenn die SPD den Hamburger Bürgermeister stellt. Der CDU gegenüber ist das ein großer Schritt nach vorne.

Fakt II:
Die SPD schafft das alleine nicht.

Fakt III
Ich bin seitjeher in Hamburg „Grün“ Wähler, weiss aber, dass es die SPD zusammen auch mit den Grünen nicht schafft, mehr Stimmen zu vereinen als Schwarz Gelb.

Das Zünglein an der Waage ist also die Linke… Nun finde ich ja generell oskars und Gregors Linke tendenziell unwählbar, aber nur wenn die in den Hamburger Senat kommen, habt schwarz/Gelb keine Mehrheit…

Ich muss also wie folgt wählen:

Links!
Damit die Linke über die 5% Hürde kommt, und Schwarz Gelb keine Mehrheit hat. Nur so ist es möglich, dass am ende eine Politik näher Links herausspringt als die letzten Jahre. Ohne diese Option hätte alle weiteren Überlegungen keinen Zweck.

SPD!
Damit, sollte die Linke in den Senat kommen, und eine große Koalition herausspringt, wenigstens die SPD eine möglicht hohe Verhandlungsmacht hat.

Grün!
Damit, sollte die Linke ins Rathaus kommen und am Ende eine Ampelkoalition herausspringen, die Seite rechts der SPD weniger Gewicht als die Seite links der SPD hat

Ich muss also bei einer Stimme gleich drei Stimmen verteilen. Schwierig dieses Taktische Wählen…

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Vielleicht werde ich mich aber auch einfach durch den Wahl-O-Mat leiten lassen, der mich als SPD-Wähler sieht. Siehe da, ich stehe der SPD näher als der GAL und der FDP näher als der CDU? Wer hätte das gedacht… Ich nicht

…zumindest muss ich nicht auch noch aus Prinzip Olivia Jones eine Stimme geben, denn sie hat ihre Kandidatur zurückgezogen, als sie gemerkt hat, dass sie vor allem dadurch den Grünen Stimmen klaut. Das wollte sie dann doch nicht…

Silvester – Pearls of The Night extended

Pearls Of The night Extended

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So jedes Dritteljahr macht :Valery Pearl: in Hamburg aus ihrer Pearls of the night Party eine Extended Version, sprich sie zieht das Ganze etwas aufwändiger und deutlich größer im großen Bruder der Prinzenbar, nämlich dem D-Club auf.

Da ich zu Silvester
a) eh in Hamburg und
b) eh schon gedresst war,

war klar, dass ich dorthingehen würde, nicht gerade auf Teufel komm raus, aber doch ziemlich sicher.

Duimmerweise wusste ich dieses Mal nicht genau, wo die Party stattfinden sollte. Irgendwie war ich der Meinung, gelesen zu haben, dass sie dieses Mal woanders gewesen sei… – war sie aber nicht – nur wusste ich das eben nicht so recht.

Um nicht die ganze Reeperbahn durch feier- und böllerfreudige Personen laufen zu müssen dachte ich mir, schaust Du mal mit Deinem Handy ins Internet, wo die Party stattfindet, aber leider musste ich feststellen, dass mein Handy eindeutig kein Iphone ist, denn es war nicht das Internet, auch nicht soetwas ähnliches wie das Internet, sondern Bullshit….

Irgendwie bekam ich nicht wirklich heraus, wo die Party denn nun stattfinden wird und auch Nina, mit der ich per SMS kommuniziert war mir eine große Hilfe, da auch sie keinen Computer in Sichtweite hatte. Also machte ich mich doch über die scheinbar gerade nicht mehr waffenfreie Zone der Reeperbahn auf den Weg ins Docks, wo ich die Party vermutete.

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Dort angekommen konnte ich feststellen, dass ich mich tatsächlich nicht geirrt hatte. Die Party war dort. Ohne zu zögern wollte ich direkt in den Laden stiefeln, wenn mich nicht der Türsteher zur Kasse bugsieren hätte wollen. Dort händigte man mir allerdings ohne Diskussionen ein grünes Freibändchen aus, mit dem mich auch der Türsteher hereinliess. …Sonst hätte mir die gute Valery aber auch das ein oder andere Getränk geschuldet 🙂

Egal, drinnen schaute ich mich um und fand für hamburger Verhältnisse unglaubliche sechs Transen… Ich habe immer als Beispiel genannt, dass in Hamburg etwa 5-6 Transen rausgehen und in Berlin locker 50-60… Ich scheine mich geirrt zu haben und das freut mich.

Eines der Mädels war Cell mit dem ich bereits vor zwei Jahren in Kontakt war, wo sich Cell noch nicht raustraute. Einen Künstlernamen hat er zwar immer noch nicht, aber ich habe ihn nach dem CSD bereits zum zweiten Mal auf einer Party in Hamburg angetroffen. Scheint also so, als sei die gute nun tatsächlich häufiger draussen. Schön.

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Ganz klar häufiger draussen ist natürlich Valery, die meinem blauen Pailettenkleid mit ihrem silbernen Pailettenkleid mächtig Glitzerkonkurrenz machte. Frechheit!. Mit einigen Getränkebons konnte sie sich aber ohne Probleme aus dieser Situation herauskaufen 😉

Ich weiss nicht genau warum, aber ich habe mich an diesem Abend ausser mit Velery und Cell fast nur mit berlinerinnen unterhalten. Die eine wollte mir erzählen, wie schlecht der DJ sei und dass sie ja etwas wie Vocalhouse life auf der Bühne von (irgendeinganzwichtigername) erwartet hätte, dieser DJ aber eine einzige Enttäuschung gewesen sei… Vielleicht hätte ihr mal einer sagen sollen, dass es kein Konzert sondern eine Party war und der Eintritt für Silvester eher ein Schnäppchen… Die zweite Berlinerin wollte mir unbedingt ihren Freund in Berlin ans Herz legen, der auch „sowas“ mache, in Berlin aber niemanden kennen würde. Nun ich gab mal meine Emailsdresse, aber es kam bisher nichts.

Desweiteren unterhielt ich mich mit einem Mädel, dass mich doch tatsächlich auf 21-24 geschätzt hat. (nein, sie hatte keine Tomaten auf den Augen, sondern eine andere Sichtweise, war sie doch selber erst 18 Jahre). Als letztes war da noch ein schwarzes Mädel, die mir ihre schwarze Pussy schmackhaft machen wollte. Generell ja eine nette Idee, aber nicht bei DEM Mädel 😉

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Plötzlich ging um halb 6 die Musik aus und das Licht an… Die Party war zu Ende… Schlagartig! Jetzt sei eine halbe Stunde Pause und dann ginge der Frühclub los….

Ähhhh Sperrstunde und Putzstunde?

Soetwas ähnliches. Wir durften zwar bleiben, aber um uns herum wurde tatsächlich geputzt. Um 6 ging es weiter, aber mit anderem Publikum und mit Techno… Sorry nix für mich.

Ich verabschiedete mich also und fuhr noch in der Nacht auf einer absolut leeren Autobahn nach Berlin zurück.

Das waren knapp 17 Stunden: Berlin > Hamburg > Berlin. Stressig und teuer. Aber schön.