Till Steffen über Creative Citys und Gays

CSD Hamburg Opening Gala I
oder …und plötzlich saß ich neben dem Justizsenator Till Steffen.

100_0253

Okay, die CSD Opening Gala 2009 und ich mittendrin. Nina und Ina begrüssten mich und wiesen mich in die Plätze. „Ganz hinten rechts, sind die Presseplätze, nicht wundern, das seien nicht die bequemsten und ich könne mich gerne während der Gala umsetzen, wenn irgendwo etwas leer sei.

Zuallererst nahm ich aber den Presseplatz ein, wo ich einem weiteren Pressevertreter ersteinmal erklären durfte, dass seine Aussage. „Dann musst Du Dich nachher mit der Echten Presse um die Plätze streiten“ mich relativ kalt liesse, denn auf dem kleinen Bändsel, dass ich bei mir trug stehe schon drauf, dass ich hier sitzen dürfe.. Warum nimmt mich gedresst immer nieman ernst? 😉

[HTML1]

Egal, unterhielt ich mich lieber mit Miss Russia über Travestie im allgemeinen und Trümmertunten im besonderen. Sie hatte da eine ziemlich rabiate Meinung, der ich mich nicht wirklich uneingeschränkt anschliessen konnte. Aber jedem seine Meinung.

Das Programm fing an. Um ordentlich Bilder schiessen zu können stellte ich mich neben die Bühne bis mir erklärt wurde, dass ich wohl etwas zu groß sei. Das alleine sei aber nicht das Problem, leider sei ich aber auch zu undurchsichtig. Ich erinnerte mich an das Thema Platzwahl und erkannte einen freien Platz am Tisch ganz vorne rechts, fragte, ob der frei sei und ich mich wohl dazusetzen konnte…. Ich durfte.

Erstaunt war ich dann, als der Mann neben mir zum Eröffnungsansprache auf die Bühne gerufen… Aha, ich saß also neben dem Hamburgischen Justizsenator Till Steffen, der in Ermangelung von Ole von Beust erschienen war. …Ich scheine zu lange aus Hamburg weg zu sein. Seine Vorgänger Roger Kusch und Ronald Schill hätte ich erkannt – und es hätten mich keine zehn Pferde auf einen freien Platz neben den beiden Gestalten gebracht. Dann doch lieber einen grünen Justizsenator.

Seine Rede fand ich allerdings in einigen Phasen komisch. Er sprach vom hamburgischen Leitbild als „Creative City“ und darüber was, die Gaycomunity dabei ist. Offensichtlich vor allem – oder gar nur? – ein Marketingpluspunkt für Hamburg… oder hat das jemand anders verstanden. Dazu kam dann noch der Hinweis, dass der Schwarz grüne Senat zur CSD-Parole „Flotter dreier Fürs Grundgesetz“ keine Meinung habe und er das als vollkommen richtig ansehe… Hmm irgendwie finde ich ja, dass es generell nie verkehrt ist, eine Meinung zu haben. Dann kann man wenigstens über diese diskutieren. Meinungslose Politiker… Irgendwie traurig, oder? Vermutlich sprach wohl der Politiker, der weiss, dass der Koalitionspartner das nicht mitmachen würde…Abschliessend verwies er darauf, dass Gleichbehandlung eben einen langen Atem braucht und wohl noch lage dauern würde…

Naja in Zeiten von Steinmeiers 4 Mio neuen Jobs darf man ja schon über Politiker froh sein, die nicht das blaue vom Himmel reden… Trotzdem: irgendwie eine Eröffnungsrede mit einem etwas schalen Beigeschmack, Herr Steffen.

Nichtsdestotrotz haben Sie sich kurze Zeit später auch der gala 10 Jahre Hamburger Ehe vollständig rehabilitiert

Ole von Beust ist Schirmherr des CSD

Na schau einmal. Ole von Beust hat dieses Jahr tatsächlich die Schirmherrschaft des CSD Hamburg übernommen.

ole3

Viele Jahre hat es gedauert und immerwar Ole von Beust am CSD Tag verschwunden und alle – vorwiegend allerdings die politische Konkurrenz – fragte sich immer: „und wo ist Ole?“. Nun finde ich ja generell, dass es eine Privatsache ist, ob man den CSD besucht oder nicht und dass mann auch als Homosexueller Bürgermeister nicht verpflichtet ist dort aufzutauchen, aber schön finde ich es trotzdem, dass er sich im neunten Jahr als Bürgermeister in Hamburg nun endlich überreden lassen hat, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Noch besser finde ich, dass dieses offensichtlich nicht irgendwelchen wahlkampftechnischen Kalkülen entsprungen ist, denn er ist ja noch bis 2012 als Bürgermeister bestätigt…

hier stand mal ein bild

Nachdem also im vergangenen Jahr erstmalig die Regenbogenflagge am Rathaus gehisst wurde, wird Ole von Beust diesesJahr also hochoffiziell Schirmherr un dals dieser auch hochoffiziell am CSD Hamburg teilnehmen.

Find ich gut.

Pinup Photos @ Rickmer Rickmers

Pinup Photos auf der Rickmer Rickmers

… ab und an muss ich ja immer mal wieder meine Herkunft betonen und das ist eben nicht Berlin, sondern das Tor zur Welt, Hamburg. Drum musste ich mal wieder ein paar Photos machen und eigentlich wollte ich mal Pinup Photos machen. Dummerweise waren meine 48 Hot Rods gerade in der Reparatur 😉 …Dementsprechend musste ich mir etwas anderes einfallen lassen…

[HTML1]

Nein, genaugenommen kam ich mit der Idee nach Hamburg, Pinup Photos im Hafen zu machen – und genaugenommen wollte ich Mateuzö Bilder auf der Rickmer Rickmers machen, einer Viermastbarg (für nicht Hamburger: Ein Groß-Segelschiff mit vier Masten) machen. Die Rickmer Rickmers liegt als hamburgs schwimmendes Wahrzeichen fest an den Landungsbrücken und kann als Museumsschiff für läpprige drei Euros besucht werden. Das wollte ich tun – und ich wollte Photos davon haben….

Vorher musste ich aber noch ein wenig einkaufen. Ich brauchte ein Matrosenoutfit, dass ich bei Jungbluth kaufen wolle, wo man mich offensichtlich mittlerweile kennt ;-)…. Ausserdem brauchte ich Ballerinas, da auf der Rickmer Rickmers High Heels leider verboten sind. Folglich hiess es mit Ballerinas auf dem Schiff zu laufen und kurz in High Heels zu stehen oder zu sitzen.

Bevor es dazu kam, musste ich aber ersteinmal Olli(e) überreden, mitzukommen und mich zu knipsen. Und wir mussten gemeinschaftlich den Security-Mann auf der Rickmer Rickmers überreden, die Bilder machen zu dürfen und auch im Internet veröffentlichen zu dürfen. Glücklicherweise konnten wir ihn überzeugen, dass dieses ein unkommerzielles privates Blog ist und er war so nett, dieses mit seinem Chef kurz abzuklären. Resultat: wir durften die Bilder machen und hier (und bei Olli(e) sogar veröffentlichen… Danke

Ein Großsegler, ein Matrosinnen Outfit von Jungbluth, ein Fotograf und allerbestes Wetter mit warmen Temperaturen und viel Sonne, was will man mehr? …Nun vielleicht nicht ganz so viel Sonne, denn ich schaute leider oft ziemlich verkniffen in die Sonne oder irgendwelche Schatten waren im Gesicht. Nun weiss ich, warum Outdoor Shootings meistens noch einen Reflektor benötigen, dieses Wissen brachte uns aber nciht weiter, denn wir hatten keinen – oder keinen, der ihn hätte halten können.

Es lag aber sicher nicht daran, dass dort keine Menschen gewesen wären, denn gegen Ostern bei bestem Wetter am Hamburger Hafen waren die Völkerwanderungen Kleinigkeiten. Die schauten aber nur und taten nix. Macht aber nix, denn so störten sie uns auch nicht und wir konnten getrost unsere wunderbare Photos auf einem tollen Segelschiff machen. Und es sind wirklich tolle dabei entstanden.

Vielen Dank an Olli(e) fürs Knipsen und an Ramona fürs bearbeiten. Falls Ihr auch mal in Hamburg photos machen wollt. Hier findet ihr See2Feel.

20er Jahre Mode

Recession by Marla – 20er Jahre Mode

Immer großartig, tolle Tips zu bekommen. So hab ich mich auf dem großartigen Boss Hoss Konzert eine ganze Weile mit Swanee unterhalten und wir kamen irgendwie auf das Thema 20er Jahre Mode, zu den Veranstaltungen Swing Royal und Boheme Sauvage ja durchaus nötig.

Eine Freundin von ihr, Marla in Hamburg hätte nämlich einen kleinen Laden im Hamburger Karoviertel, wo sie unter dem Label Recession by Marla solche anbietet, die sie natürlich selber gefertigt hätte. Wenn ich mal in Hamburg sein sollte, solle ich da dringend einmal vorbeischauen. Die Webseite schickte mir Swanee per Email.

Nun ich war am Wochenende in Hamburg, da ein guter Freund von mir Freitag Geburtstag hatte, bot sich die Chance Marla einmal einen Besuch abzustatten. Ich fuhr also los und suchte über mein Handy heraus, wo ich denn wohl hinmüsse… Glashüttenstraße 8 (Ecke Marktstraße / Karoviertel)…

Hehe wo auch sonst. Hab ich doch bereits im Dezember über die Marktstrasse geschrieben. Herr von Eden, Jungbluth Design und viele andere tolle Läden befinden sich dort. Und Recession by Marla nur einen Steinwurf entfernt in einer Seitenstrasse. Eine modisch sehr kreative Szene dort, wie ich auch in noch weiteren tollen Modeshops eine weitere Strasse weiter feststellen konnte.

Marla hat einen kleinen Laden, der tatsächlich in den roaring twenties schon so ausgesehen haben mag. Eine große hölzerne Kasse und einige Ständer mit toller 20er Jahre Mode für Herren und Damen und natürlich auch das ein oder andere Kleid, dass ich liebend gerne mitgenommen hätte. Zum beispiel dieses ausgestellte schöne goldene Kleid.

Tolle Qualität, Handgemacht und sicher 245€ wert. Allerdings überlegte ich kurz und musste einsehen, dass dieser Betrag doch eine vergleichsweise zu hohe Ausgabe darstellt, dafür dass man dieses Kleid eben doch nur an wenigern Events trägt. Der Vergleich (ein Jungbluth Outfit) gewinnt da eben. Ist aber ja auch keine 20er Jahre Mode. Klar.

Wer sich also wirklich stilvoll in Mode der 20er kleiden möchte, kommt an einem Besuch bei Marla im Karoviertel kaum herum oder zumindes um einen Besuch in ihrem Shop… Doch achtung Dort finden sich nicht alle ihre Kleider.