Valery Pearl – Hamburg

Stars und Sternchen I – Valery Pearl

Valery PearlSeit Olivia Jones statt Hamburg lieber Deutschland und die ganze Welt mit ihrem Dasein beglückt, hat sich Valery Pearl angeschickt, die ungekrönte aber uneingeschränkte Königin der Hamburger Gay-Szene zu werden.

Sie hat es eindeutig geschafft. Valery Pearl ist in Hamburg omnipräsent und allgegenwärtig.

Begonnen hat sie als kurzzeitige „Adoptivtochter“ von Olivia, auf dessen Parties sie einem größeren Kreis bekannter wurde. (vermutlich will davon heute niemand mehr etwas wissen). Sie wurde allerdings schnell flügge und fing an, mit der Pearls of the Night, ihre eigene Partyreihe auszurichten und hat dabei wirklich schnell gelernt, wie man richtig gut Parties veranstaltet.

Ihre Pearls of the Night wurde von Mal zu Mal voller, so dass die Prinzenbar schlussendlich aus allen Nähten platzte. Ähnlich wie Olivia und anders als die meisten Berliner Drag Queens sieht sich Valery hierbei eher als Host und eben nicht als DJane. Stattdessen umgibt sich hinnerk.jpgValery mit guten DJs wie Tom Shark oder Djana, die das beste aus der Welt des House auf die Plattenteller bringen.

Verdienter Lohn neben einem immer vollen Haus war der Goldene Hinnerk für die beste hamburgische Gayparty, den Valery 2006 auf der ebenfalls von ihr gehosteten Happening-Party entgegennehmen durfte.

Mittlerweile hat Valery Pearl mit der Valery Pearls Of The Night Extended mit den Berliner DJs Maringo und :Superzandy: das gut gefüllte Docks gerockt. Ich schätze nur zum ersten Mal und nicht zum letzten Mal, denn wie gesagt, die Prinzenbar platzt gerne bei ihr aus allen Nähten. Das Docks ist sicher eine Möglichkeit, die volleren Partys nach der typischen Sommerflaute abzufangen.
Neben ihren Parties – oder viel eher gerade durch ihre Parties wurde Valery Pearl neben so klanghaften Namen wie Tatjana Taft und Lilo Wanders zum Ehrenmitglied und Ordensdame des Hauses Notre Dame Sainte Diana zur Freien und Hansestadt Hamburg, dem hamburgischen Mutterhauses dder Schwestern der Perpetuellen Indulgenz.

Valerys liebster Satz ist:

Was die Hilton kann, das kann ich auch

Zumeist folgt dann ein tiefer Schluck aus der Pearl Secco Dose, einem Dosen-Sekt. Welcher zusammenhang allerdings zwischen Valery und der Pearl-Secco Dynastie besteht, weiss ich nicht. Aber ich wette, es gibt einen. Nur was war früher da? Secco Pearl oder Valery Pearl. Es scheint das Henne/Ei Problem zu sein und nur Valery wird es mit ihrer eingängigen Stimme, die doch sehr an Verona Poth erinnert, beantworten können.

Ansonsten ist Valery Pearl das Aushängeschild von Out in Hamburg, wo sie eine monatliche Kolumne sowie eine In & Out Rubrik beisteuert. Dazu findet man sie in regionalen Radio, Zeitungen und Fernsehsendungen. Wie gesagt, innerhalb der Gayszene und mittlerweile auch ausserhalb gibt es nur wenig Chancen Valery zu entgehen.

Sie hat es wirklich geschaffft, in Hamburg omnipräsent zu werden.

The Happening & Royal Chicken Club

Dieses Wochenende war ein Partywochenende.

Royal Chicken Club

Mal wieder hatte Olivia Jones zum Royal Chicken Club geladen und mich zog es mal wieder dorthin. Damit war ich leider aber einer der wenigen Gäste an diesem Abend. Ich kam in den Club und fand statt Menschenmassen ersteinmal keine Massen vor. Wenngleich nicht gähnende Leere, so gab es doch eine ziemliche Leere.

Royal Chicken Club
Olivia Jones

Der erste Weg führte mich wie immer zur Damentoilette um mich nachzuschminken und kurz mit der netten WC-Dame zu schnacken und dort einen Lolli mitzunehmen. Sie fragte noch, wo sich Leyla herumtreiben würde….. hmmm. war die nicht aus Köln?

Ich: „Nun, die wird sicher in Köln sein“
Sie: „Wie so viele dieses Wochenende“
Ich: „Achja, es ist ja CSD“

Damit hätten wir also den Grund der Gähnenden Leere: 40% Schwund wegen dem Kölner CSD und weitere 10% Schwund wegen der „kastrierten“ Loveparade in Berlin.
Fehlende Massen + Fehlende Bekannte = Fehlende Spannung

Ganz Ehrlich, dieser Royal Chicken Club war langweilig. Egal, der nächste wird sicher wieder besser

The Happening

Auf meiner Erledigt-Liste fehlt noch das Happening im Schmidts Tivoli und da in diesem Monat die seltene Konstellation war, daß der zweite Freitag und der dritte Samstag auf ein und das gleiche Wochenende fielen führte mich der Weg am Samstag mal wieder auf den Kiez.

Nicht nur mein Weg führte allerdings auf den Kiez sondern auch tausende ledergekleidete Biker auf ihren Harley Davidson Motorrädern, die die Hamburg Harley Days auf die Reeprbahn verlagerten. Aber wie eigentlich immer: Keine besondere Beachtung. Nur zwei jüngere Typen meinten:

Ey das ist doch ne Perücke

Achnee, was Ihr nicht sagt

Damit war die Sache gegessen. Ab ins Schmidts zum Happening und zum zweiten Mal an einem Wochenende Eintritt bezahlen müssen…. Da lobe ich mir doch Berlin… So kann das nicht weitergehen…

Gehts auch nicht. Zumindest bei :Valery Pearl:s Pearls of the Night versprach mir Valery in Zukunft gratis Entrée. Na, da sage ich doch mal danke!
Voll war es natürlich beim Happening auch nicht, aber einige nette Begegnungen gab es doch.

Da war der typ, der vorm Waschbecken meinte

Er: Das Hier ist doch die Damentoilette
Ich: Ich bin hier höchstens genauso falsche, wie Du!
Er: Ich bin hier goldrichtig, aber bei Dir bin ich mir da nicht so sicher 😉

Irgendwie ist das auf solchen Partys immer das Gleiche… beide Toiletten scheinen Allgemeingut zu sein.

Witzig war auch der Kölner, der vor dem CSD in Köln geflohen war um sich dann zu ärgern, daß es so leer war, weil wiederum alle Hamburger in Köln oder auf der Loveparade waren.

The Happening Tivoli
Valery beim Ausschank von Kurzen direkt aus der Flasche

passende Beiträge:
2006.07.02 Pearls of the Night

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