Gesungener Jahresrückblick

bevor ich meine Leser mit meinem ureigenen jährlichen Jahresrückblick langweile, musds ich dringend noch einmal auf folgenden Jahresrückblick hinweisen.

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Michael Jackson ist tot…. Das als solches ist sicherlich keine Neuigkeit, wurde aber von diesen Herren und Damen zum Anlass genommen, einen großartigen Rückblick auf das letzte Jahr zu produzieren.

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Wenn ich bedenke, wie lange ich manchmal für einen einzigen Blogbeitrag brauche, so möchte ich mir garnicht vorstellen, wie lange die dafür gebraucht haben, all diese Informationen in Reimform auf ein Lied zu bringen und dieses dann auch noch zu singen und videomäßig zu erfassen.

Granz großes „Heim“-Kino.

Ein Boot voller Transen

Ein Boote voller Transen auf der Spree

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Bereits zwei Jahre ist es her, dass ich auf der ersten Queerboot Party mit einem ganzen Boot voller Transen über die Spree geschippert bin. Seither hat sich einiges geändert. Zwar ist die Spree immer noch kein wirklicher Fluss, aber zumnindest das Boot ist größer geworden und das Rahmenprogramm der Spreeboot Party ist ausgefeilter geworden.

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Solch eine Fahrt macht vor allem bei gutem Wetter spaß und das hat Pricilla auf der dritten Queerbootparty offensichtlich ganz oben bestellt. Bestes Wetter, heisse Temperaturen, Nebel nur aus der Nebelmaschine, dazu ein großartiger DJ, der klasse Musik auflegte und viele feierwütige Gäste. Was will man mehr?

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Ich würde ja liebend gerne die Shows zeigen, aber ich konnte sie leider nicht aufnehmen, da ich selber als Moderateuzö mit Mikrofon-Halten, Künstler-Ansagen und Bühne-Freiräumen beschäftigt war. Klappte auch ganz gut, zumindest fand das Publikum den Platz an der Reeling und jeder Künstler den Platz auf der Bühne und mehr war ja auch nicht gefordert…. und irgendwie stehe ich dann ja doch ganz gerne auf der Bühne :).

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Schön war es auf jeden Fall, Mataina Ah Wie Süß gab eine neonfarbene Arielle, Michael Jackson zeigte, dass er doch nicht tot ist und Pia Oxford und Chiara Hochofen gaben sich ein kleines Battle mit Playback und Livegesang. Zum Video mus sich allerdings an Sheila verweisen. Na, das wird sie nicht weiter stören.

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Insgesamt habe ich mich mit einer ganzen Menge Personen nett unterhalten auf dieser Party und man kann dieser Party nur ein genauso gutes Wetter im nächsten Jahr wünschen.

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Michael Jackson in der O2 World

Eigentlich habe ich noch genug zum CSD in Köln zu schreiben, aber ich muss einmal kurz unterbrechen umdem thema des Tages etwas Luft zu geben. Die große Michael Jackson Trauerfeier, die bereits als eines der größten Medienereignisse benannt wurde und die weltweit im Fernsehen und in Berlin in der O2 World zu sehen war…. Und ich war da. Warum ich da war, weiss ich eigentlich garnicht so recht, vermutlich Sensationstourismus.

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Ich wollte eigentlich da hin um danach schreiben zu können, was das für ein Kitsch war, um mich ein wenig darüber auszulassen, dass alle von der tollen Familie Jackson reden, die ja offensichtlich nicht sooo toll war oder irgendwie anders zu lästern. Irgendwie kann ich das aber nicht, denn ich war tatsächlich ergriffen und – ich gebe tatsächlich zu – mir kamen fast die Tränen.

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Auch wenn Michael Jackson eine komische Person war, wenn vielleicht gar der ein oder andere Vorwurf über ihn stimmen sollte, er war ein großartiger Künstler, und die BAD war eine der ersten Platten, die ich mir damals zulegte. Danach kam selbstverständlich noch irgendwann Thriller hinzu und später auf Flohmärkten noch das ein oder andere Album. Ich kann also ohne Probleme zugeben, dass Michael Jacksons Musik in mir etwas bewegt hat.

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Ebenso bewegte mich die Trauerfeier, die in einem wirklich komischen Rahmen stattfand. Eine dunkle O2 World, die besser besucht war, als ich wohl erwartet hätte, Besucher die teilweise wie bei einer Messe mitgingen. Unter dem großen Anzeigenwürfel mit den Riesenbildschirmen ein kleiner punktbeleuchteter Schrein wurde die Trauerfeier in ganzer Länge übertragen wobei manch einer Nachos und Cola zu sich nahm, wie bei jedem x-beliebigen Eishockeyspiel. Strange irgendwie – wie die gesamte Veranstaltung…

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Allerdings nehme ich der Großzahl der aufgetretenen Künstler ab, dass sie dort waren, um wirklich dem King of Pop die letzte Ehre zu bezeugen. Ich sage mal so, dass ein Stevie Wonder oder ein Lionel Richie keiner Plattenfirma mehr irgendwas schuldet und etwas Werbung machen muss. Genauso viele andere Künstler, denen ich einfach abnehme, dass sie wirklich einen Grund hatten, dort zu sein – und der hiess Michael Jackson und nicht Familie Jackson. Als dann alle zusammen „Heal the World“ sangen kämpfte ich tatsächlich auch mit den Tränen.

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Michael Jackson war eine traurige Gestalt, aber auch ein Mensch, dem ich abnehme, dass er tatsächlich daran glaubte, dass die Welt zu verbessern sei. Nicht gerade seine eigene, die sicherlich vermutlich nie so war, wie es einem Menschen zu Wünschen ist. Soweit ich gehört habe, soll ein nicht unbeträchtlicher Teil seines Vermögens verschiedenen Wohltätigen Organisationen zugute kommen. Man mag hoffen dass sie etwas damit anfangen können und Michael Jacksonst Vermächtnis so tatsächlich die Welt etwas besser macht.

Also, ich liebe Michael Jackson nicht, ich werde ihn nicht vermissen, aber ich bin mit seiner Musik aufgewachsen und ich mag sie gerne.

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Ziemlich klar ist, dass seine Musik weiterlebt, ist sie doch frisch, wie sie immer war… Bad, Dirty Diana, Thriller, Jam, Smo0th Criminal, Beat it und und und und. Diese Songs wird man auch noch später hören wie man auch noch immer Elvis, die Beatles oder Queen hört. Apropos Beatles. Ich bin gespannt, ob Paule tatsächlich seine Lieder zurückbekommt. Und Apropos Queen…. Ganz egal, ob mich die Feier bewegt hat, Queens „Last Concert“ war einfach noch eine Nummer größer.

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