Queere Medien Bühne @ Motzstrassenfest

Queere Medien Bühne

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Es ist schon einige Monate her, als mich irgendwo auf der Autobahn zwischen Hamburg und Berlin ein Klingelton zu meinem Handy rief. Meinen Mitfahrern zum Trotz ging ich ran.

Dran war Margot Schlönzke, die mich fragte, ob ich mir vorstellen könne, auf dem Motzstrassenfest in Berlin zwei Stunden auf der „Queere Medien“-Bühne die Moderation übernehmen zu können – und ob ich überhaupt Lust dazu hätte. Wenn ja, würde sie meinen Kontakt an Manuela, die das dort organisiert weitergeben.

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zwei Besucher des Strassenfestes

Generell kann ich mir ja immer ersteinmal fast alles vorstellen und klar, würde ich das machen. Auch für Ruhm, Ehre und ein kleines Gelbes Cateringbändchen, dass einen in den Vip-Bereich lässt (achtung nur VIP, nicht superduperdoppel-VIP den gibt es nämlich auch noch). Auch wenn ich das noch nie gemacht hab – warum nicht. Einiger Tage später meldete sich also Manuela und wir sprachen das ganze ab.

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Seither hartte ich nichts davon gehört und mir eigentlich gedacht, das ganze hätte sich erledigt – hatte sich aber nicht, wie ich sah, als ich das Programm des 16. lesbisch schwules Stadtfest in die Hände bekam stand da doch ganz klar unter Queere Medien der Satz.

„Am Samstag moderieren Tima die göttliche und Zoe Delay“

… einige Tage später rief dann auch Manuela wieder an und es war klar, dass ich moderieren würde. Moderation bedeutete in diesem Fall übrigens nichts anderes, als zwei Stunden lang einige Künstler an- und abzusagen, von denen ich in der Vielzahl leider erst gehört hatte, als ich das Programmheft in die Hand bekam und googelte.

Die ersten „Künstler“ waren dabei noch wirklich einfach, die kannte ich bereits vorher, ich wusste, was die so tun UND ich konnte sie aussprechen. Die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Daphne De Baakel und ihre Nonne, die zwei Lieder trällerten und dem Strassenfest ihren Segen gaben.

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Weiter ging es mit Gilda Gay, die nicht nur zwei sondern ganze fünf Lieder live und mit eigener Stimme zum Besten gab. …Ihre Webseite und das Vögelchen, dass ich vorher befragte, sagten mir, dass sie zur eher jüngeren Riege rund ums Schwuz und die AHA gehören würde und gerne mal Cher machen würde – so kam es auch. Cher war ihr erster Song dem vier – teileweise eigene Stücke folgen sollten. Gilda sagte mir vorher noch, dass ich nicht warten würde, sie würde dann auf die Bühne kommen, wenn die Musik anfinge… Das schien sie aber vergessen zu haben, denn die Musik fing an und sie kam nicht…. Bis sie laufend und ziemlich gehetzt die Bühne enterte… 🙂 Bei manchen Drags wünscht man sich ja, dass sie doch lieber Playback singen würden, Gilda allerdings war gut zu hören.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=YodcEjCrzu4[/youtube]

Eigentlich sollte dann ein Daniel Soltwedel auftreten, der allerdings krank war. Kurzfristig sprang ein Sänger ein, der einen Schlager zum besten gab, dessen Namen ich leider vergessen habe. Erkannt hätte ich ihn aber auch vermutlich eher nicht.  Sagte ich eben, dass manche Drags nicht live singen sollten? Das trifft auf auf manche Sänger zu….

Ebenfalls eingesprungen ist auch Chicago Rose, die zwischen diversen Terminen auf dem Stadtfest kurz noch eben eine Nummer zum besten gab und auch schon wieder unterwegs zum nächsten Termin war. Damit hat sie die Bühne, mich und das publikum vor einer längeren Leer- und Lehrstunde in Sachen „Moderation zur Überbrückung von Leerzeit und Quasseln um Teufel komm raus“ gerettet.

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Es folgten noch Edeltraut P. und Tara o’Hara, die beiden Kieztherapeutinnen, ein Orientalischer Tänzer und die Rockband Peter & Friends. Dann war der Spuk auch schon wieder beendet und ich auf dem Weg in den Halb-VIP Bereich um ein nettes Becks Ice und ein paar Nudeln zu mir zu nehmen. Ich denke, ich habe das wirklich gut gemeistert. Weitere Anfragen bitte hier 😉

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BTW. wer morgen 15:00 nichts zu tun hat, ich springe auf ebendieser Bühne in einem Dalli Dalli Rateteam ein. Nichtswissen soll da helfen, zu viel Wissen sei eher hinderlich… Na mal sehen. ob ich da punkten kann.

 

Strassenfest Motzstraße und Nollendorfplatz

Eigentlich hatte ich an diesem Tag doppelten weiblichen Besuch, denen ich Abends Berlin zeigen wollte. Ein Strassenfest und zwei Partys standen auf dem Programm, aber die beiden verausgabten sich beim Shoppen auf dem Kudamm so sehr, dass es für die beiden nichts mehr wurde, also fuhr ich eben nur mit Sheila los. Die ist eh meine liebste Partybegleitung.

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Als erstes stand das Motzstraßenfest auf dem Plan, „das größte Lesbisch-Schwule Stadtfest nach dem CSD“ auf dem Plan. Soso, das kann irgendwie alles bedeuten…. Zum Beispiel das einzige Lesbisch-Schwule Stadtfest neben dem CSD oder eben ein wirklich großes. Zumindest das zweite stimmte. Das Motzstrassenfest ist ziemlich groß und ansonsten in etwa genau das Gleiche wie die Bunte Lange Reihe in Hamburg St. Georg.Viele typische Strassenfestbuden und jede Menge Szenetypischen Inhalte, Bühnen und Buden auf dem Fest. Das Ganze in einer Gegend, die mit Bars, Kneipen und Restaurants gespicht ist, an denen nahezu zu 100 % Regenbogenflaggen hängen. Traurig allerdings, dass dieses großartige Strassenfest nur bis 23 Uhr Musik und Bühnenshows spielen durfte. Dadürch bekamen wir weniger mit als wir wollten. Egal, ich bekam etwas zu Essen und wir kamen früh ins zur High Heels Party ins Goya.

Interessanter als das Motzstrassenfest war der Weg zum Motzstrassenfest. Der Eingang zum Strassenfest liegt an einer Strasse, die alle Anschein nach einen berliner Strassenstrich beheimatet (wieder eine Parrallele zu St.Georg). Da wir allerdings nicht allzu nahe parken konnten und die gesamte Strasse des Strassenstrichs entlanglaufen mussten, gerieten wir in den Fokus der dort cruisenden spannenden Jugendlichen. Nun waren wir nicht gerade nuttig, wenngleich doch leicht bekleidet und ernteten diverseste Hupkonzerte und Rufe aus Autos.

Tja Jungs. Das nächste Mal besser die Brillen aufsetzen, dann seht ihr vielleicht auch, dass ihr gerade zwo Transen zuhupt.. 😉