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Pansy’s Drag Race

Es gibt doch immer wieder Dinge, die man nicht so recht mitbekommt, weil man sich leicht ausserhalb der jeweiligen Subkultur befindet.

Pansy Presents Veranstaltungen gehören seltsamerweise irgendwie dazu. Und auch Pansys Drag Race.

Im Gegensatz zu RuPauls Dragrace handelt es sich dort allerdings tatsächlich um ein Race – also genau genommen um einen High Heel Run, mit einigen Dragperformances

bei super Wetter fand sich eine ziemlich große Truppe an Subkultur in der Hasenheide zusammen um einen kurzen Heel Run zu sehen.

Gerade mal 7 Contestants machten sich auf die vielleicht 100 Meter lange Lauf-/Stöckel Strecke

Gewonnen hat nach etwas 7 Sekunden The Darvish.

Aber der Run war auch nur der Startschuss für ein Paar Dragshows und vor allem für die zeitweise Besetzung der Strasse durch die Hasenheide mit ein paar hundert Menschen.

Kein Durchkommen mehr für Spatziergänger und Radfahrer und daher auch von vornherein zeitlich limitiert

Es war also eigentlich vom Anfang an klar, dass die Veranstaltung wohl irgendwann polizeilich beendet würde, um die Strasse wieder freizumachen.

Vorerst wuchs die Menschenmenge allerdings erstaunlich an – viele gestoppte Radfahrer und Fussgänger stoppten für eine Weile und schauten sich die unerwartete Zerstreuung an – und freuten sich drüber.

Nach viert Performances tauchte die Polizei dann tatsächlich auf. Allerdings waren sie so nett, Pansy & Co noch für zwei weitere (letzte) Performances, die Erlaubnis, die Show geplant zu beenden.

Das gab dann tatsächlich Applaus für die Polizei – und die beiden Polizistinnen hatten kurz auch noch Spaß, bevor die Strasse dann ganz freiwillig wieder freigegeben wurde,

Fête de la musique 2022

In Berlin gibt es jedes Jahr die Fête de la musique, eine Veranstaltung, auf der es an vielen Stellen in der Stadt Livemusik – und die for Free.

In Neukölln dieses Jahr auf der Reuterstraßenbühne mit Eat Lipstick

Genau da haben sie letztes Jahr oder vorletztes oder so schon mal gespielt. Auf einem Lastwagen vor einer guten Schar an Menschen auf einem Gehsteig. Relativ schnell führte das dazu, dass auf der anderen Seite des Lastwagens sich auf der Strasse Menschen sammelten und die Strasse verstopften – bis die Polizei kam und die Strasse räumte.

Dieses Jahr wurde dafür gesorgt, dass die Strasse gleich ordentlich abgesperrt war – und es waren noch mehr Menschen – auch eine ganze Menge menschen, die ich kannte.

Zwischendurch machte der Sound Probleme und es war knapp davor abgebrochen werden zu müssen. irgendwie gab sich das aber – und Betty merkte das irgendwie einen Bruchteil einer Sekunde früher als alle anderen.

erstaunlich wie betty nach so vielen Konzerten noch so für Eat Lipstick brennen kann.

Danach sind wir dann noch ins Golgatha gegangen um noch Pleasure Dome zu schauen – leider nur noch so für drei bis vier Songs, bis Pleasure Dome dann ohne Zugabe die Bühne verliessen.

Eat Lipstick war gut, Pleasure Dome nicht so wirklich

Eine goldene Sternstunde der Burlesque

Empress Stah, Ardor DeVille & Tara La Luna auf der Bühne im Heimathafen Neukölln

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Was war dass denn geniales? …. Nun habe ich ja schon manch eine burlesque Performance gesehen, aber ich soetwas, wie die Nummer von Empress Stah habe ich noch nicht erlebt. Da reicht mein – offensichtlich bereits als running Gag betrachtetes „Großartig“ nicht aus, aber später mehr.

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Die Le Fete Fatale stand wieder einmal an und mit ihr bevölkerten dieses Mal diverseste tote Hollywoodgrößen den Himathafen Neukölln, denn das Motto hiess am Samstag „House of haunted Hollywood“… Ich selber konnte mit dem Motto irgendwie nicht so viel anfangen und verweigerte mir ein abgedrehtes und totes Outfit. Es hatte etwas von Halloween, wobei sich die Gäste der Fete Fatale wieder einmal richtig Mühe gegeben haben. Tolle Outfits dabei… und tolle Nummern…

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Ich kam eigentlich mit der freudigen Erwartung zur Fete Fatale, dort die Nummer von Ardor DeVille und Tara La Luna zu sehen, die ich wirklich beide noch nie auf der Bühne gesehen habe… und dieses Mal gar zusammen. Leider kamen wir einige Minuten zu spät um Ardor noch singen zu hören aber der Anblick von Tara entschädigte für vieles. Ein tolles Paar die beiden und eine tolle Performerin, die Tara.

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Aber auf der Bühne wurde deises Mal eh geklotzt und nicht gekleckert. Ich weiss nicht genau, wie man es nennt, was dort auf die Bühne gebracht wurde, um dieechte Geschichten gestrickt und es tat sich um die Künstler herum allerhand auf der Bühne. … Auf der konnte man auch mal wieder Lady Lou bewundern, die sich wieder einmal einen Sugardaddy geangelt hatte und ihn um den einen oder anderen Dollar erleichterte – und am Ende der Nummer ganz dem Motto der Party reich und schön, jedoch jung verstarb. Doof gelaufen.

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Apropos reich… Empress Star scheint reich zu sein, war sie doch über und über mit Goldbedeckt. Schwierig wirds, wenn man mich fragt, was mich an der Nummer besonders begeistert hat. Ich kann es nicht sagen, aber ich stand mit offenem Mund staunend da und schloss ihn erst, als ich Gold im Mund hatte… Und im Rotwein. Man hätte denken können, wir seien schon frühzeitig im Irrenhouse gelandet. Dort ist es ebenfalls gefährlich, kurz vor der Bühne zu stehen. Auf jeden Fall war es eine sehr andere Art des Entblätterns, was uns Empress Stah dort auf der Bühne zeigte. Klasse.

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Auf jeden Fall war eien illustre Gesellschaft im Heimathafen auf und vor der Bühne vertreten und eigentlich wollten weder Sheila noch ich die Party verlassen, aber was soll man machen als „Presse“, denn immerhin wartete das Irrenhouse auf uns, und das darf man auch für eine La Fête Fatale kaum verpassen.

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Selten war eine Zusammenstellung von toten und untoten Menschen so Interessant… Ausser vielleicht bei Bob Youngs Halloween Masquerade.

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Boheme Sauvage @ Heimathafen Neukölln

Am Wochenende war wieder einmal die legendäre Boheme Sauvage 20er Jahre Party und sie sollte dieses Mal in Neukölln sein.

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„Neukölln?“ Wird sich nun mancheiner Fragen „Ist das nicht der ebenso schon legendäre Stadtteil von Berlin, in den man sich nur mit Polizeischutz begeben sollte – oder besser auch das nicht, da man dann ja auffällt – also besser gar nicht begeben sollte“? Genau der…

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Aber ganz so schlimm, wie die Medien es der Welt weismachen wollen, ist Neukölln garnicht. Es gibt sogar nette Ecken, die selbst Urneuköllner nicht kennen, wie den Heimathafen Neukölln. …Der hat zwar mit Hafen nichts zu tun, das nächste Wasser ist weit weg, aber mit Heimat umso mehr. ..Und mit Lokalpatriotismus für Neukölln.

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Der Heinmathafen Neukölln ist ein Theater mit angrenzender Bar und viel, viel mehr Stil, als man Neukölln vielleicht zutrauen würde, wenn man so darüber nachdenkt. Auf jeden Fall ist der Heimathafen Neukölln eine absolut passende Lokalität für eine wunderbare Boheme Sauvage. …eigentlich

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Diese ist ja immer unterschiedlich und vieles hat damit zu tun, wie die Location gerade beschaffen ist. Ist sie beispielsweise gerade im Bassy, dann ist sie anzüglich und ein kleinwenig dreckig ist sie in einem Ballsaal, ist sie deutlich gesetzter und vornehmer. Der Heimathafen Neukölln hat eher dieses Ballsaal-Flair und damit war die Party gestern etwas schwieriger.

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Schallplattenaufleger Dr. Hirschfeld hatte so seine Mühe mit der Technik und den Gästen, die kaum aus der Ruhe – und noch viel weniger in Extase zu bringen waren. Es gestaltete sich schwierig für ihn, die Party richtig zum brodeln zu bekommen. Ob er es später noch geschafft hat weiss ich nicht, auch nicht so recht, woran es lag… An den Gästen? Hmm die waren zum großen Teil alte Bekannte die auch schon auf anderen Boheme Sauvages und anderen Partys ihre Feiertauglichkeit unter Beweis gestellt haben… Vielleicht doch der Hafen… Vielleicht aber auch die vielen Unterbrechungen.

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Else Edelstahl hat an diesem Abend nämlich für einiges an Programm gesorgt, Beispielsweise Operalesque oder The Wonderbees, die mehrfach die Gäste bespassten, dazu jedoch leider immer die Partyaufkommstimmung kurz angehalten…

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Das soll keinesfalls die Leistungen der Künstler schmälern, denn gerade The Wonderbees fand ich ziemlich gut… Opralesque fand ich auch ziemlich… ziemlich mutig allerdings. Aber schaut selber, was ich meine.

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Insgesamt war die Boheme Sauvage aber auch diesesd Mal wieder eine beispiellose 20er Jahre Party mit einem extrem stilvollen Publikum, dass es so nirgendwo anders gibt… Und mit vielen Liebenswertejn Personen, die man immer wieder gerne dort trifft.

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Und ich habe erfahren, dass es Anfang Januar in Hamburg im Übel & Gefährlich eine Swing Royal geben wird, für die Coco dort den Confronciere geben wird. Eine Swing Royal in Hamburg…. Hmmmm eine gute Idee eigentlich.

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Ps: Sheila & Janka: Ich konnte nicht anders, als das Wort „großartig“ immer dann zu erstetzen, als ich in Gefahr war, es zu schreiben