CSD Hamburg 2007 Bilder

Okay, Okay, ich gebe zu, dass ich Bilder vom CSD bereits für Samstag Abend avisiert hatte… Ich bin also knapp 20 Stunden zu spät. Sorry!. Hier also die Bilder vom CSD in Hamburg. Die ersten Bilder zumindest.

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Barb Wire und die Damen in Leder

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Janka AKA Poison Ivy und ich

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Maskenball in Venedig?

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Federschmuck war In dieses Jahrimgp1617.JPG
das zeigt auch Xenia Aldiniimgp1613.JPG
Ich glaube das ist. Nein, ich bin mir nicht sicher…imgp1612.JPG
Irgendwie kam mir das bild gleich bekannt vor 🙂
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Sissy mal wieder unterwegsimgp1610.JPG
Spiderwomen, schön aber nicht mein Fall das Kostüm
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Ich, :Valery Pearl: und Janka Kroft
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Farbenfroh
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Sheila, Janka und
Jenny im Hintergrund (als Mann unterewgs)
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Amor mit seinem Pfeil

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Olivia Jones muss nicht mehr laufen

Olivia Jones – Hamburg

Olivia Jones

© panthermedia.net – Matthias Krüttgen – (Photographer-ID: 009237)

Mein zweiter Beitrag zu Stars und Sternchen aus der großen Szene ist Deutschlands wohl größter Drag Queen gewidmet und das ist nun mal Olivia Jones.

Kaum einer wird bestreiten, dass es in Deutschland wohl niemanden gibt, der Ihr in Sachen Bekanntheit das Wasser reichen kann. Auch wenn sie in einigen Enklarven Deutschlands wie Berlin nicht die wichtigste Drag ist, so ist sie doch die einzige, die es wirklich geschafft hat, zu deutschlandweiter Bekanntheit zu kommen.

Olivia Jones ist omnipräsent. Sie schreibt für die Bunte ein Blog, ist bei Sat.1, RTL und diversen anderen Fernsehsendern zu sehen, sie war bei Frauentausch zu sehen, bei Promi Mensch Ärgere Dich nicht, sie ist bei Big Brother eingezogen, sie warb für Senseo und Neu, sie machte eine Kampagne für Peta, moderiert, Galas und Shows und ist Gast auf so einigen Filmpremieren. Medial gibt es alo kaum jemanden, der ihr das Wasser reichen kann.

Auch wenn es eine Veralberung ist, so veralbert Oliver Kalkofe nicht jeden, aber sie. Soetwas ist meiner Meinung nach eher als Ritterschlag denn Niederschlag zu sehen.

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Dazu führt sie Touristen über Ihren Kiez, die Reeperbahn, singt mit hamburg-Idol Udo Lindenberg, tritt schon mal bei der Hamburger Bürgerschaftswahl als Bürgermeisterinkandidatin an um gegen rechts zu mobilisieren und veranstaltet großartige Partys.

Hier Stand mal ein Bild, dessen Nutzung mich 1.200 € gekostet hat, weil ich die Rechte nicht hatte.

Olivias Royal Chicken Club Partys sind legendär, auch wenn sie in hamburg leider ihre Partylocation verloren hat und nun untriebig durch Deutschland tourt, offensichtlich aber ohne das Hamburger Flair zu erreichen. Es soll schon vorgekommen sein, dass Hamburger Mädels Freudentränen in den Augen hatten, als der Newsletter von Olivia Jones kam, dass wieder ein Royal Chicken Club in Hamburg sei. Ich selber hab so einige Partys mit ihr mitgemacht – und es war zumeist klasse.

Größere Bekanntheit hat Olivia Jones vor mittlerweile 10 Jahren 1997 erreicht, als sie in Miami zur „Miss Drag Queen Of The world“ gekürt wurde. Da diese Ehre nur einmal im Jahr vergeben wird lässt sich erahnen, was diese Ehrung bedeutet. Der Thron, den sie zumindest deutschlandweit bislang inne hat.

Nun gibt es sicher in Berlin einige Drags, die daran rütteln, in Hamburg ist Valery Pearl in ihre Fußstapfen getreten und Tatjana Taft ist auch nicht zu vergessen, aber deutschlandweit gibt es nur eine deutsche Drag Queen und das ist Olivia Jones.

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Goya, High Heels Party

Wiedereröffnung des Goya in Berlin

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…Soso, das war es also nun, das sagenumwobene Goya, das Ex-Metropol Theater, ein Gebäude, dass zwischen Theater, KitKatClub, Jesus Freaks, Pornofilmen, und Varieté schon so ziemlich alles beinhaltet hat und füe 11 Millionen zum Goya umgebaut wurde, dem Promiclub, der wohl niemanden ausser den Aktionären reingelassen hat und wo wohl auch niemand wirklich hinwollte.Nun an diesem Wochenende war die Wiederauferstehung mit der High Heels Party. High Heels… dazu die Szenegrößen :Gloria Viagra: und Polla Disaster an den Turntabels. Damit war das Ziel der Party klar, es sollte werden, und wurde, größtenteils eine Gayparty.

Entgegen der früheren Angewohnheit war die Tür dieses Mal sehr human eingestellt. Mein Gedanke, als ich einige ältere Herern sah, die irgendwie nicht auf diese Party passten, war: „Die lassen hier auch jeden rein“. Pricilla klärte mich dann auf, dass diese Herren vermutlich die Aktionäre des Goya seien, denen der Laden ja immer noch gehören würde. Okay, dann haben sie sozusagen lebenslanges Wohnrecht und haben hereingelassen zu werden.

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Hereingelassen wurden wir natürlich auch. Gloria Viagra war so freeundlich, Sheila und mich auf die Gästeliste zu setzen (vielen Dank dafür) doch an der Kasse brauchten wir diesen freien Eintritt nichteinmal einfordern, denn Angie Price saß an der Kasse, erblickte und und gab uns einige Karten. Vielen Dank auch dafür. Drin waren wir also einmal – wie zu dem Zeitpunkt noch nicht allzuviele Leute. Gloria war schon da und fast die gesamte Berliner Delegation der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Wenig Leute, Zeit, das Goya mal genauer unter die Lupe nehmen zu können.

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Wirkt das Gebäude von aussen extrem großartig, so ist es auch von innen beeindruckend, eine Bühne mit Bar, eine große Tanzfläche, zwei Ränge fast einmal herum und diverse Säulen. Wie gesagt beeidruckend. Mehr aber nicht. Etwas Licht, eine Bühne, Musik und feine Toiletten. Aber dafür 11 Millionen in den Sand gesetzt. Hmmm DAS ist beeindruckend. Nun auch hier klärte mich Pricilla wieder auf, dass das Gebäude vorher wohl ziemlich baufällig gewesen sei und da wohl einiges in die Instandsetzung geflossen sei. Gut, dann kann ich es nachvollziehen. Das Goya ist schon eine tolle Location aber beim ersten Mal beeindruckte mich das Bangaluu mehr.

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Die Party war irgendwie eher beliebig, der Funken wollte nicht wirklich überspringen, obwohl es noch gut gefüllt wurde. Vielleicht waren wir aber einfach zu früh. Großartig waren allerdings das DJ-Duo „The Kofferboys“, die Polla Disaster folgten und ihr Handwerk wirklich verstanden. Nun kann man den Berliner Drags ja viel nachsagen, aber bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten eher solide Handwerker denn begnadete D-Janes. Die Kofferboys waren gut, das merkte selbst ich, selber nicht gerade Musikalisch begnadet. Ausserdem brachten sie etwas schwarz weiss in die sonst bunte Partieriege. (Soll heissen, sie standen als Gene Simmons’e maskiert hinter den Turntabels.

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War sonst noch etwas? Ja! mir ist aufgefallen, dass an diesem Abend extrem viele Personen unterwegs waren, die nicht eindeutig in eine Kategorie Mann / Frau passten. Sehr positiv soetwas – und ich wurde mal wieder erkannt. Mit Namen und Stadt. Eine Tänzerin von Olivia Jones, die mich vom Royal Chicken Club wiedererkannt hat. Sehr nett, leider hab ich Deinen Namen nicht behalten. Wenn Du das liest, melde Dich doch einmal.

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Weil es im Goya nicht wirklich spannend war, zogen wir bereits gegen Null Uhr weiter in Richtung :Nina Queer:s Irrenhouse Party – oder besser gesagt erstmal zum Potsdamer Platz um Bilder zu machen… aber später mehr.
Wir kamen aber später wieder und schauten, ob sich etwas geändert hätte, tranken noch das ein oder andere Wasser und liessen uns mit Daddy Cool Musical Freikarten beschenken. Schade. ich bin gerade wieder in hamburg, kann die Vorstellung also nicht sehen. da hätte ich schon Lust gehabt.

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Irgendwann gegen kurz nach vier hatten wir dann aber genug vom Goya und setzten uns ins Auto um zu überlegen, was noch ginge…

Valery Pearl – Hamburg

Stars und Sternchen I – Valery Pearl

Valery PearlSeit Olivia Jones statt Hamburg lieber Deutschland und die ganze Welt mit ihrem Dasein beglückt, hat sich Valery Pearl angeschickt, die ungekrönte aber uneingeschränkte Königin der Hamburger Gay-Szene zu werden.

Sie hat es eindeutig geschafft. Valery Pearl ist in Hamburg omnipräsent und allgegenwärtig.

Begonnen hat sie als kurzzeitige „Adoptivtochter“ von Olivia, auf dessen Parties sie einem größeren Kreis bekannter wurde. (vermutlich will davon heute niemand mehr etwas wissen). Sie wurde allerdings schnell flügge und fing an, mit der Pearls of the Night, ihre eigene Partyreihe auszurichten und hat dabei wirklich schnell gelernt, wie man richtig gut Parties veranstaltet.

Ihre Pearls of the Night wurde von Mal zu Mal voller, so dass die Prinzenbar schlussendlich aus allen Nähten platzte. Ähnlich wie Olivia und anders als die meisten Berliner Drag Queens sieht sich Valery hierbei eher als Host und eben nicht als DJane. Stattdessen umgibt sich hinnerk.jpgValery mit guten DJs wie Tom Shark oder Djana, die das beste aus der Welt des House auf die Plattenteller bringen.

Verdienter Lohn neben einem immer vollen Haus war der Goldene Hinnerk für die beste hamburgische Gayparty, den Valery 2006 auf der ebenfalls von ihr gehosteten Happening-Party entgegennehmen durfte.

Mittlerweile hat Valery Pearl mit der Valery Pearls Of The Night Extended mit den Berliner DJs Maringo und :Superzandy: das gut gefüllte Docks gerockt. Ich schätze nur zum ersten Mal und nicht zum letzten Mal, denn wie gesagt, die Prinzenbar platzt gerne bei ihr aus allen Nähten. Das Docks ist sicher eine Möglichkeit, die volleren Partys nach der typischen Sommerflaute abzufangen.
Neben ihren Parties – oder viel eher gerade durch ihre Parties wurde Valery Pearl neben so klanghaften Namen wie Tatjana Taft und Lilo Wanders zum Ehrenmitglied und Ordensdame des Hauses Notre Dame Sainte Diana zur Freien und Hansestadt Hamburg, dem hamburgischen Mutterhauses dder Schwestern der Perpetuellen Indulgenz.

Valerys liebster Satz ist:

Was die Hilton kann, das kann ich auch

Zumeist folgt dann ein tiefer Schluck aus der Pearl Secco Dose, einem Dosen-Sekt. Welcher zusammenhang allerdings zwischen Valery und der Pearl-Secco Dynastie besteht, weiss ich nicht. Aber ich wette, es gibt einen. Nur was war früher da? Secco Pearl oder Valery Pearl. Es scheint das Henne/Ei Problem zu sein und nur Valery wird es mit ihrer eingängigen Stimme, die doch sehr an Verona Poth erinnert, beantworten können.

Ansonsten ist Valery Pearl das Aushängeschild von Out in Hamburg, wo sie eine monatliche Kolumne sowie eine In & Out Rubrik beisteuert. Dazu findet man sie in regionalen Radio, Zeitungen und Fernsehsendungen. Wie gesagt, innerhalb der Gayszene und mittlerweile auch ausserhalb gibt es nur wenig Chancen Valery zu entgehen.

Sie hat es wirklich geschaffft, in Hamburg omnipräsent zu werden.