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zurück in die zwanziger Jahre

von den siebzigern in die zwanziger Jahre

Eben noch in der Bar Tausend original 70er Jahre Musik gelauscht, und nur eine viertelstunden später wieder in die zwanziger Jahre hinabgestiegen. Klar irgendwann mussten wir Freddy Fischer er selber sein lassen und die Bar Tausend verlassen, denn die Boheme Sauvage und ihr original zwanziger Jahre Stil wartete auf uns.

Und mit ihr nette Leute und das Oxymoron. Mittlerweile ist es schon 13 Monate her, als wir das erste Mal auf der Boheme Sauvage gewesen sind und in dieser Zeit sind wir irgendwie schon zum Inventar geworden. Inga, Coco, Chloe, Tom und viele Stammgäste. Es ist immer wieder ein großer Spaß, die Boheme zu besuchen.

Dieses Mal hatten die guten allerdings wohl etwas mehr zu tun als sonst, denn das halbe Oxymoron ist derzeit wohl eine Baustelle und eigentlich kaum für eine stilvolle zwanziger Jahre Party geeignet, aber mit vielen Bahnen Stoff und etwas Einfallsreichtum haben sie diesen großen Makel kaschiert und man hätte es nicht gewusst, wenn man es nicht gewusst hätte. Einzig und alleine die Bar im kleinen Raum sah irgendwie anders als als normal. Aber egal, es war wieder klasse. Auf der Videoleinwand spielten sie Große Freiheit mit Hans Albers, der Cuba Libre schmeckte auch von einer zusammengezimmerten Bar. Beides zauberte einwohliges Gefühl in mein Gesicht.

Dazu hatten wir ein paar super-nette Gespräche. Irgendwie hatten sowohl Sheila als auch ich vollkommen das Zeitgefühl verloren. Das mag bei einer zwanziger Jahre Party nichts ungewöhnliches sein, aber auch ohne Zeitumstellung verliessen wir erstaunlich spät die Boheme und ärgerten uns wieder einmal, viel zu wenig Bilder und vor allem Videos gemacht zu haben…

Immer wieder nett, diese zwanziger Jahre, obwohl die siebziger waren es auch und das Essen im Grill Royal ebenfalls. Soll heissen, es war mal wieder ein wirklich netter Abend.

Boheme Sauvage im Oxymoron

Das VCF ist na nur ein paar Steinwürfe vom Oxymoron entfernt und da war an diesem Abend einmal wieder die Boheme Sauvage, Ihreszeichens ja eine der besten Parties Berlins und immer ein Besuch wert.

Nun ist der Weg am Hackischen Markt immer auch ein wenig winw Wundertüte. Man weiss, nie, was einem als Transe am Strassenstrich so wiederfährt. in diesem Fall war es nur ein kleiner – und wohl positiv gemeinter – Ausspruch, wir würden da ja Konkurrenz machen…

Wollten wir aber nicht, denn unser weg zog uns direkt zum Oxymoron und sort direkt an die Kasse…. Leider kümmerten wir uns dieses Mal nicht um Gästelistenplätze und mussten somit ein wenig Überzeugungskraft aufwenden, um eingelassen zu werden. Diese unfreiwillige Verzögerung bedeutete dann allerdings, dass wir die Show der Schlangenfrau nur hören und nicht sehen konnten. Schade – aber wir hätten ja auch einfach selber ein paar Minuten früher kommen können.

Immer wieder schön, Else, Coco, Chloe oder auch Marcella zu treffen, die aus ihrem Exil in Mitteldeutschland als staatlich geprüfter Bücherwurm wiedergekehrt war und nun mit festen Job wieder ins Berliner Nachtleben eingestiegen ist. Da sich das bei mir mit dem Job ja auch positiv entwickelt hatte, war das ein guter Grund einmal miteinander anzustoßen… Das habe ich an diesem Abend übrigens ziemlich oft, Mai Tai, einige Beck’s Lemon, Cola Rum, Mojito… ich gestehe, ich war besoffen und hatte am nächsten Morgen einen dicken Kopf 😉

Allerdings war ich deutlich noch klar genug, um herauszufinden, dass Lady Lou eine absolut sympathische Person ist und dass es vielleicht doch eine Idee wert ist, am nächsten Freitag „La Glitteresque“ in der Primitiv Bar zu besuchen, die von Miss Julietta veranstaltet wird.. Dort tritt dann auch Lady Lou auf.

Mal sehen. Nicht als Zoe, glaube ich…

Zoe verzweifelt gesucht

genaugenommen nicht GEsucht, sondern VERsucht – und noch genauer versucht anzurufen.

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In meiner Firma gibt es eine Regel, die besagt, dass daer Klingelton vom Handy ausgeschaltet werden muss…. Da ich das gerne einmal vergesse hatte dass chon häufiger die Folge, dass ich lämgere Zeit nicht erreichbar war, weil ich einfach nicht mitbekam, dass das Handy irgendwann geklingelt hätte. Dieses Wochenende war solch eine „längere Zeit“. Mein Handy war zwar an, aber eben tonlos. Irgendwann gegen 23 Uhr rief ich Sheila an, wie es denn mit der Abendgestaltung weitergehen würde. Also wann eher, denn“wie“ war so weit klar. als erstes War die Boheme Sauvage angesagt, Berlins 20er Jahre Party.

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Das Telefonat schloss ich mit „ich brauche noch etwa eine halbe Stunde“. Aus der Vergangenheit zu schliessen, dass ich etwa eine halbe Stunde später einen Anruf von Sheila zu erwarten hätte, war durchaus richtig gedacht. Der Anruf kam auch, nur bekam ich davon nichts mit, auch vom nächsten, übernächsten und dem danach nicht… Dumm. Ich wunderte mch derweil, warum die Mädels so lange bräuchten…

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Irgendwann gegen zwei Uhr dachte ich mir „Die müssen doch nun endlich fertig sein.“ Waren sie natürlich und sie feierten bereits auf der Boheme Sauvage im Oxymoron und wunderten, was denn mit mir gewesen sein, ob ich geschlafen hätte oder einfach nur tot sei…. War ich nicht, ich war fertig – und zwar schon lange.

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Ab ins Auto und ab zum Oxymoron, noch eben der Strassennutte gesagt, dass sie mir heute mal lieber nicht an der Perücke ziehen solle – sonst natürlich auch nicht – aber das war nicht gegenstand der Diskussion und rein in die Boheme Sauvage…

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…was war denn das? Die Boheme Sauvage war fast leer…. So spät war ich doch auch nicht… woran es lag, weiss ich nicht, aber es war wirklich so leer wie lange nicht. Aber eben auch nicht stickig oder schwül. Aber trotzdem war es sehr nett, denn es waren trotzdem nette Personen dort, wie beispielsweise Marcella, die – wie nannte sie es noch – Kriegsbemalung aufgelegt hatte, obwohl der Feind nicht aufgetaucht ist… gut oder schlecht für ihn, man weiss es nicht.

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Oh ein Foto!

Auf jeden Fall blieben wir nicht so lange – besser ich blieb nicht so lange, denn die anderen waren ja schon anderthalb Stunden da, als ich auftauchte. Die CSD Kino International Party wartete noch auf uns.

Boheme Sauvage

Boheme Sauvage – Die 20er Jahre leben.

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Der Abend war angerichtet und die die richtigen Accessoires waren gekauft. Die Boheme Sauvage konnte starten. Bis 23:59 mussten wir im Oxymoron ankommen, sollten unsere Gästelistenplätze nicht verfallen.

Als wir nach wenig suchen kurz vor 12 am Oxymoron ankamen fanden wir eine nicht unerhebliche Schlange vor. Anstehen hätte uns für uns deutlich nach 12 bedeutet, ausserdem standen unsere Namen ja auf der. Zwei Gründe um die Schlange und die dort drauf gerichtete Fernsehkamera zu umrunden und direkt um Einlass zu bitten. – Und wir wurden in die 20er Jahre der Bohéme Sauvage eingelassen.

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Schwierig, soetwas zu sagen, wenn man 1976 geboren ist, aber so in etwa stellt sich die spätgeborene das mondäne Partyleben der 20er Jahre vor – lassen wir mal das Elend, dass es in den 20er Jahren natürlich reichlich gab ausser Acht.

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Der strikte Dresscode sei Dank waren hier nur Personen anwesend, die sich wirklich Gedanken zu ihrem Äusseren gemacht haben. Frauen im Anzug mit Wasserwelle, Abendkleid und Federboa, Bob, Stirnband, Strapsen und zumeist ziemlich dunkel geschminkten Augen, Männer in Nadelstreifen oder Frack, Gutbehütet oder mit Zylinder, Gehstock, Hosenträgern, Fliege oder Schal, Mafiosi, leichte Mädchen, Zigarettenspitzen und und und.

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Dabei kann ich mich nicht erinnern jemals eine Party mit so unterschiedlichen Altersstufen gesehen zu haben. Von Teens bis locker 60 jährigen waren hier alle Menschen willkommen – zumindest, wenn der Dresscode stimmte. Andere wurden rigoros an der Kasse nach Hause geschickt. Mein Großer Respekt dafür.

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Voll war es – und heiss. Nicht eben wegen aufgeladener Atmosphäre sondern eher wegen der Massen im Oxymoron. Irgendwer gab uns aber den Tipp bei der Bauchladenverküferin vorbeizuschauen, die Fächer verkaufen würde… Janka, Sheila und ich, das machte ihre letzten drei Fächer. Wir hätten sie mit viel gewinn verkaufen können. Einkauf: Fächer für 5 €, Verkauf: einige Millionen (Reichsmark), die wir am Roulette, Pokern oder Black Jack vermehren hätten können.

boheme sauvage Roulette

Ich hoffte dieses Geld bei Marcella, einem Mädel, mit dem ich mich eine ganze Weile sehr nett unterhielt beim Black Jack auf den Kopp hauen zu können – aber irgendwie hab ich das verpasst. Zumindest konnte ich sie später noch vor einem ungewollten Tanzerlebnis erretten. Und ich weiss nun, wann sie Geburtstag hat. Auf der nächsten Boheme Sauvage für alle, die sie kennen und das nicht wussten.

boheme sauvage Marcella

Aber zur Party selber. Die Musik war nicht in jedem Fall original 20er Jahre aber selbst, wenn ein Lied eigentlich von Pink war und von einer CD abgespielt wurde, hatte es an diesem Abend den richtigen 20er Jahre Sound. Dazu gab es verschiedene Livemusik im Stile von Max Rabe, die die ganze Veranstaltung stimmungsvoll und einzigartig machten. Ein Charleston-Tanzkurs (naja eher eine Einführung) rundeten das Ganze ab. Ich glaube eine vergleichbare Anzahl an dem Anlass entsprechenden großartigen Kostümen habe ich bisher nur auf dem German Fetish Ball gesehen.

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Interessant war, dass es in den 20er Jahren offensichtlich noch kein Raucherschutzgesetz gab, denn hier wurde geraucht und das war auch richtig, denn wie sollte man sonst seine Zigarettenspitzen ausführen, wenn man keine Zigarette anzünden dürfte. Nun bin ich ja als Nichtraucher bekannt, aber um meine Zigarettenspitze zu füllen musste dieses Mal auch eine Zigarette geraucht werden. 🙂 Selten habe ich eine stilvollere Party erlebt…. Vermutlich nie.

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Zwischendurch besuchten wir noch für einen kurzen Besuch das Schwuz, aber relativ schnell zog es uns wieder ins Oxymoron

Ich war sicher nicht zum letzten Mal auf der Boheme Sauvage und die nächste ist fest eingeplant, denn ich muss unbedingt zu einem Geburtstag gratulieren. Ausserdem habe ich noch 30 Millionen Reichsmark auf den Kopf zu hauen. Soweit ich weiss, hat Sheila bereits für Gästelistenplätze gesorgt.

Klasse!

ein sehr schöner Fernsehartikel zur Boheme Sauvage.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=uGzbnV80cMs[/youtube]

Apropos Fernsehartikel. Später interviewte man uns noch für Spiegel TV (nein, nicht das mit Günter Jauch), aber irgendwie haben wir uns da mal wieder selber ein Bein gestellt. Vermutlich gibt es einen Schwenk von uns, aber wohl kaum das Interview 😉