Priscilla After Show Besäufnis

Sonntag geschlossen wegen Samstag.

Nach dem Musical sind wir eher ziellos durch St. Gallen gestöckelt auf der Suche nach einer Bar, in der wir noch einen Cocktail oder zwei trinken könnten.

Zufällig landeten wir im Paparazzo, das für schweizer Verhältnisse günstige und gleichzeitig sehr große Cocktails

Von denen bestellte ich einen Mojito, erhielt aber einen Caipi. führte dazu, dass ich einen großen Mojito UND einen großen Caipi hatte – und es waren beileibe nicht meine letzten, denn es wurde ein extrem witziger Abend.

Eine Weile nach uns kam nämlich fast das gesamte Ensemble des Musicals in die Bar und man erkannte uns als Besucher des Musicals und wir kamen in klasse Gespräche und tranken allerhand zusammen.

Sheila und Diana verabschiedeten sich irgendwann ins Hotel – ich nicht. Ich trank weiter und unterhielt mich weiter gut bis – irgendwann sehr spät und sehr besoffen.

Das Problem, wenn man irgendwo weit weg von der eigenen Wohnung ist, man muss ausschecken.

Auuuuuaaaaa, tat mein Kopf weh und ging es mir beim Frühstücken schlecht. Mehr als ein Tee und Aspirin von Diana war da nicht drin.

Es dauerte auch noch eine ganze Weile, bis ich wieder ansprechbar war.

Ich glaube, mir ging es erst einmal in meinem Leben so mies von Alkohol am morgen… und es führte zu folgendem Instagram Eintrag… 😉

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Sonntag geschlossen wegen Samstag.
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Dieser nette Herr ist Barkeeper im #paparazzo #stgallen und mal zumindest Mitschuld, dass ich einen echt echt echt harten Sonntag Morgen hatte. 😉
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Genau genommen kann ich mich kaum erinnern, wann ich letztmalig einen so schlechten Morgen hatte, der rein durch den vorherigen Abend ausgelöst wurde… Die Cocktails 🍹 🍸 waren lecker 😋 und viele…. Viel zu viele
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Ich war morgens sehr „durch“ und habe den Tag nur (knapp) mit Kopfschmerztabletten 🤕 überlebt.
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Die Top 3 meiner Vollsuffs sind zementiert. Ich bin nicht beim nach hinten kippeln zur Seite umgefallen und wurde unter die Dusche gestellt, Hallo Sippel, ich bin nicht vollbetrunken gefahren (ein Glück), Hallo Torben, oder habe sehr angebrannte Suppe gelöffelt, Hallo Andrea…
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Ich habe nicht mit Eiswürfeln geworfen und keine Zigarren gegessen, ich habe nicht beim „sexual position game“ geglänzt, bin nicht in der Disco auf der Box eingeschlafen und mir fehlen auch keine Stunden im Gedächtnis… Aber ich befürchte das gehörte schon in die top 10 meiner Suffs…. Zumindest einer der härtesten morgende.
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Ich entschuldige mich einfach mal prophylaktisch bei andern, die sich zu späterer Stunde mit mir unterhalten mussten
🙄😬🥴🥺🙏🙏🙏🙏🙏🙏
ich bin mir leider sicher, meine Aussprache war nicht mehr ganz klar
😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇
ich hatte aber insgesamt einen wunderbaren Abend mit tollen Gesprächen und Gesprächspartnern.
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Vielen Dank alle.

Priscilla Musical St. Gallen

Ich glaube Petra Knickmeier erzählte davon, dass sie das Musical Priscilla Queen of the Desert in St. Gallen noch anschauen wollte.

Hmmmm ein Musical im Ausland – eigentliche eine gute Idee, mal wieder eine kleine Reise zu machen… Mit Petra hat sich die Reise ziemlich schnell erledigt, aber Sheila und Diana wollten mitkommen – unter der Prämisse, dass wir ein gutes Hotel mit Spa nehmen. Gesagt, getan, also auf nach St. Gallen

Klar konnte Priscilla in St. Gallen von Ausstattung nicht mit der vermutlich vielfach teureren Priscilla Produktion in London mithalten, aber das machte sie mit kleinen Gimmicks, Ideen und Liebenswürdigkeit absolut wett.

Ein Musical-liebender Kollege meinte danach als ich ihm die Namen der Hauptdarsteller erzählte, dass die auch wirklich gut und bekannt seien. Ich mag das glauben, denn es hat mir sehr gut gefallen.

Ich bin mir sicher, dass man den einen oder anderen des Ensambles irgendwann mal wieder trifft, sei es in Hamburg oder in Berlin, denn mittels Social Media weiss ich ja nun, wo die gerade auftreten.

Dass wir die Hälfte der Darsteller später am Abend zufällig in einer Bar getroffen haben, war aber gänzlicher Zufall. Die schneiten irgendwann rein, als wir vergnüglich an einigen Cocktails schlürften.

Priscilla Queen of the Desert Musical

Musical: Priscilla Queen of the Desert

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Was war das für eine freudige Erregung, als ich irgendwann beim täglichen Newsüberblick die Information fand, dass Jason Donovan, jetzt jeden Abend als Transvestit auftreten würde. Und zwar in London im Musical Priscilla Queen of the Desert.

Nun ist es nicht gerade so, als würde ich mit Jason Donovan irgendetwas verbinden – gänzlich anders sieht es mit Priscilla aus. Der Bus, die Wüste und die drei Transen auf dem Berg. Einer meiner All-Time-Favorit Filme. Ach was sag ich Priscilla Queen Of The Desert ist DER All Time Favorit vermutlich.

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Und so überrascht es nicht, dass ich keine Sekunde überlegen musste, als Sheila mit der Idee um die Ecke, kam, dieses Musical in London anzuschauen.. Welch eine Freudige Erregung schon heute Mittag, als wir die Karten abholten und den großen Stöckel auf dem Vordach des Palace Theaters sahen.

Das MUSSTE einfach gut werden und wir wollten dem ganzen in Dirndln gekleidet als german girls beiwohnen. Das wäre beinahe schief gegangen, wir standen nämlich so sehr im Stau, dass wir schlussendlich ausgestiegen sind und die letzten paar hundert Meter gestöckelt sind, damit wir noch in den letzten Minuten hereinkamen. Kein Problem, es war noch rechtzeitig, wenngleich sehr knapp. Aber es wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass wir zu einer Vorstellung zu spät kamen und noch eingelassen wurden.

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Aber zum Musical. Ich erwartete, dass es gut werden würde, und ich wurde nicht enttäuscht. Jemand, der Priscilla kennt, wird sich darin ebenso wieder zurechtfinden, wie es ein Nichtkenner wird. Die meisten Szenen sind deutlich wieder zuerkennen und viele kleine Gimmicks wurden eingebaut. So überfährt die Riesenausgabe eines Barbiecampers Koalabären und Känguruhs und allerlei weiteres Getier, so finden sich verschiedene Arten von Touristen in der Wüste wieder und statt der Fucking Abbas durfte im Bus kein Wort über bloody Kylie verloren werden. Sicher eine Anspielung auf die Liaison vom Herrn Donovan vor vielen vielen Jahren und sicher auch eine der heutigen Zeit gewidmet…

Ansonsten fand man alles wieder, was diesen Film ausmacht Perücken, ein Bus, coole Sprüche großartigste Kostüme und viel, viel Spaß… Ich hätte gerne ein Paar Bilder gezeigt, aber das war leider nicht möglich, aber alles was ich sah, war bedeisternd. Die opening Szene, die Szene mit dem Stöckel auf dem Dach, die Szene mit dem Chinese Ping Pong Team, Felicia und noch vieles mehr,

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Mit etwas Fantasie konnte man auch berliner Drag Prominenz erkennen, so war die Tina Turner am Anfang eindeutig Tatjana und auch so manch andere Berliner Drag habe ich in einigen Szenen wiedererkennen können.

Auf jeden Fall war ich nach wenigen Minuten absolut überzeugt vom Musical und bei der Umsetzung der Kostüme machte ich große Augen und beim Gesang große Ohren. Gerade drei Sängerinnen, die mehrfach von der Decke schwebten sangen einfach großartig… und ihre letzten Schwan Kostüme stellten selbst die Oscar prämierten Priscilla Kostüme in den Schatten.

Großartig war auch die Umsetzung einer gesamten Travestie Show in Alice Springs im Zeitraffer binnnen weniger Minuten und und und..

Alles in allem ist Priscilla Queen of the Desert nicht nur ein Film, sondern auch ein Musical, dass man gesehen haben sollte. Vor allem, wenn man es eh mit dem Thema hat. Ein kleiner Wehrmutstropen ist nur der Umstand, dass es keine Zugaben gab… Ich hätte gerne noch etwas weitergefeiert.

Wie sagte Janka noch zur Pause. „Mädels, ich muss Euch eine schlechte Nachricht mitteilen: Wir werden dass ab jetzt häufiger sehen müssen 😉

Liebend gerne…

Ach übrigens, dass man sich danach liebend gerne noch mit uns fotografieren ließ und wir wieder einmal ein Vermögen hätten machen können, hätten wir dafür jeweils ein Pfund genommen nehme ich mal als gegeben hin, dass man uns allerdings zur Show gratulierte ist nicht ganz selbstverständlich, waren wir doch auch nur Gäste, wenngleiche sehr begeisterte und sicher nicht ganz alltägliche.

Charlie Chaplin in Drag?

In meiner täglichen – was ist so passiert – Recherche ist mir heute ein Beitrag einer amerikanischen Movie Zeitschrift aufgefallen, der mit The Prettiest Movie Drag Queens übertitelt ist.

Gut gut, die Überschrift ist markig – und falsch. Der Artikel zeigt eindeutig nicht die schönsten Movie Drag Queens, sondern allerhöchstens die Movie Drag Queens, hinter denen die bekanntesten Schauspieler steckten.

Charly Chaplin – A Woman

Beispielsweise brauchen wir uns – glaube ich – nicht ernsthaft darüber unterhalten, dass John Travolta zwar ein toller Schauspieler ist und auch seine Edna Turnblad durchaus interessant ist, aber unter die schönsten Movie Drag Queens würde ich sie nicht wählen.

Auch Dustin Hoffmann in Tootsie ist ohne Frage großartig, der Film nicht umsonst Oskar prämiert, aber Tootsie als eine der schönsten Movie Drag Queens… nach ich weiss nicht. Offensichtlich war dort wieder einmal ein Journalist zugange der nicht wirklich wusste, was er aus dieser Artikelvorgabe machen sollte. Dass er unter anderem auch noch Tim Curry in der Rocky Horror Picture Show und Gene Hackmann in The Birdcage dort gewählt hat, zeigt dieses – oder seine Geschmacksverirrung deutlich.

A Busy Day

Zumindest hat er – in meinen Augen – das richtige Händchen in Priscilla Queen of the Desert bewiesen und Guy Pearce als Felishia und nicht den weitaus bekannteren Hugo Weaving gewählt.

<< Terence Stamp ^^ Guy Pierce ^^ Hugo Weaving >>

Warum ich aber trotzdem diesen Artikel interessant finde ist, dass er mir drei Filme eines Schauspielers eröffnet hat, den ich bislang absolut nicht in Frauenkleidern kannte. Charlie Chaplin, mir eigentlich bisher nur als „der Tramp“ bekannt, hat auch in drei Filmen The Woman, The Masqueraders und in A Busy Day die typische Tram Ausstattung zur Seite gelegt und ist in die damalige Frauenkleidung geschlüpft. Damit dürfte der dann wohl die Mutter aller Movie-Drag Queens darstellen. Eine interessante neue Information für mich.

The Masquerader

Die Filme werde ich mir dann wohl mal anschauen müssen. Was für einen Glück, dass es Youtube gibt.