CSD Hamburg 2008

Jedes Jahr der gleiche Dünnschiss der Springer Presse.

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Es ist wirklich ein wenig nervig, aber es kommt doch jedes Jahr wieder. Axel Springer Blätter – dieses Mal in Form der Welt – schreiben gerne gegen den CSD. Wieder einmalfragt sich die Welt, ob der CSD Hamburg noch eine politische veranstaltung se, oder doch nur ein grellbuntes Happening.

Die Welt geht es dabei natürlich nicht um irgendwelche Ressentiments sondern nur um das Geld in de Kasse von Hamburg. Den CSD Umzug nämlich als grellbunte Partyveranstaltung abzuwerten und ihm den Status einer politischen Veranstaltung zu nehmen hiesse nämlich weniger Aufwand und mehr Einnahmen für die Stadt. Daher betitelt die Welt den ersten Artikel mit

Steuerzahler finanziert den Schwulen-Umzug mit

…Nanu. hat sich die Welt da einen Bild-Redakteur ausgeliehen? Manman.

erstens:
wird der CSD immer politisch bleiben und in Zukunft im Zuge der Attacken auf CSDs in Europa und allerwelt eher wieder politischer werden.

zweitens:
kommen zum CSD zigtausend Personen in die Hansestadt, die essen, schlafen, reisen und somit viel Geld ausgeben.Insofern kommt das geld auch wieder rein. (warum freut sich das Ruhrgebiet wohl über die Love Parade???

drittens:
hat selbst die Politik in Hamburg den politischen Wert des CSD durch das (erstmalige) Hissen der Regenbogenflagge am hamburger Rathaus bestätigt….

Nun ist es an der Zeit, sich zu entscheiden: Entweder Demonstration oder Party. Die angeblich so bedauerliche „¾Kommerzialisierung““ des CSD kann auch ihr Gutes haben. Sie könnte dafür sorgen, dass das Fest sich selbst finanziert. Der Steuerzahler muss aber nicht für die als Demo getarnte Party aufkommen. Das wäre ein Schritt auf dem Weg zur Normalität. Eine Normalität übrigens, die Homosexuelle zu Recht immer eingefordert haben.

Ich habe mich entschieden es ist, war und wird immer eine politische Veranstaltung bleiben.

so ind ich fahre jetzt nach Hamburg um zu demonstrieren – und um Party zu machen. Also bis morgen und dann gibt es sicher hier CSD Hamburg 2008 Bilder.

Wahl in Hamburg

Hamburg Wahl 2008

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auch wenn Politik, noch dazu Hamburger Politik hier vermutlich niemanden interessiert, muss ich mich mal zu meinem Problem mit der Hamburger Wahl äussern.

Auch wenn deutsche Wahlen ja zum Glück frei und geheim sind, ist es kein Problem für mich, zu erklären, wie ich wählen werde – und vor allem warum ich so wählen werde – oder letztdendlich warum ich vielleicht doch nicht so wählen würde.

Nun ist in knapp drei Wochen die Hamburg Wahl und ich werde wohl zum letzten Mal in Hamburg wählen dürfen. Nun ist Hamburg ja meine Heimatstadt und ich werde ihr immer verbandelt bleiben, also werde ich dort auch wählen und in drei Wochen mal wieder nach Hamburg fahren.

Nun ist Hamburg ja seit jeher ein eher links wählendes Bundesland, leider ist dieses aber eher Vergangenheit, denn seit Ole von Beust mit seiner CDU im Hamburger Rathaus sitzt, schaut es schwierig aus in Hamburg für alles, was links der CDU steht.

Für mich bedeutet das irgendwie ein Problem.

Fakt I:
Generell finde ich es besser, wenn die SPD den Hamburger Bürgermeister stellt. Der CDU gegenüber ist das ein großer Schritt nach vorne.

Fakt II:
Die SPD schafft das alleine nicht.

Fakt III
Ich bin seitjeher in Hamburg „Grün“ Wähler, weiss aber, dass es die SPD zusammen auch mit den Grünen nicht schafft, mehr Stimmen zu vereinen als Schwarz Gelb.

Das Zünglein an der Waage ist also die Linke… Nun finde ich ja generell oskars und Gregors Linke tendenziell unwählbar, aber nur wenn die in den Hamburger Senat kommen, habt schwarz/Gelb keine Mehrheit…

Ich muss also wie folgt wählen:

Links!
Damit die Linke über die 5% Hürde kommt, und Schwarz Gelb keine Mehrheit hat. Nur so ist es möglich, dass am ende eine Politik näher Links herausspringt als die letzten Jahre. Ohne diese Option hätte alle weiteren Überlegungen keinen Zweck.

SPD!
Damit, sollte die Linke in den Senat kommen, und eine große Koalition herausspringt, wenigstens die SPD eine möglicht hohe Verhandlungsmacht hat.

Grün!
Damit, sollte die Linke ins Rathaus kommen und am Ende eine Ampelkoalition herausspringen, die Seite rechts der SPD weniger Gewicht als die Seite links der SPD hat

Ich muss also bei einer Stimme gleich drei Stimmen verteilen. Schwierig dieses Taktische Wählen…

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Vielleicht werde ich mich aber auch einfach durch den Wahl-O-Mat leiten lassen, der mich als SPD-Wähler sieht. Siehe da, ich stehe der SPD näher als der GAL und der FDP näher als der CDU? Wer hätte das gedacht… Ich nicht

…zumindest muss ich nicht auch noch aus Prinzip Olivia Jones eine Stimme geben, denn sie hat ihre Kandidatur zurückgezogen, als sie gemerkt hat, dass sie vor allem dadurch den Grünen Stimmen klaut. Das wollte sie dann doch nicht…

am roten Rathaus

mit alten Gewohnheiten soll man nicht brechen, heisst es ja.

Nun, so richtig alt ist es nicht und als gewohnheit kann man es, glaube ich auch nicht bezeichnen, aber als wir aus dem Roses kamen, es mal wieder Taghell war, wir jedoch nicht müde, überlegten wir uns, was nun zu tun sei.

Das letzte Mal, als Nina, Sheila und ich unterwegs waren, endete ein langer Abend mit einigen Fotos am Reichstag. Diesmal nahmen wir uns ein paar regierungssitze weiter unten vor, Wowis rotes Rathaus, wohlwissend, dass auch der Springbrunnen davor ein lohnendes Fotoobjekt abgeben würde.

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Ebenfalls auf dem Weg zum Springbrunnen war im übrigen auch eine Gruppe, offensichtlich besoffener, Franzosen, die die relativ warmen Temperaturen um sechs Uhr morgend für einen ein Bad im Springbrunnen nutzten. (Die waren offensichtlich nicht nur besoffen, sondern total durch, denn ich könnte wetten, das Wasser war nicht sonderlich warm. Und Handtücher hatte sie auch nicht dabei. Wir liessen uns dadurch nicht stören und knipsten munter weiter.

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Nach dem Springbrunnen war das Rathau als Fotoobjekt dran. Dabei zeigte sich ein große Problem, entweder erkannte man uns auf dem Foto oder man erkannte das Rathaus und sah von weitem irgendwen von uns. Scheisse groß dieses rote Ungetüm. Aber auch etwas rot mit einem großen schwarzen Eisentor kann ganz nett aussehen.

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Wowi hat sich übrigens nicht sehen lassen. Nun gut, es war vielleicht etwas früh – naja und ausserdem Wochenende aber Politiker ist doch bestimmt ein 24 Stunden Job, oder? Er wurde ja schliesslich nicht gewählt um zu schlafen, sondern um uns zu erzählen, dass wir sexy seien. Arm aber sexy, wie Berlin.

Die beiden diensthabenden Polizisten (m+f) an diesem Morgen nahmen übrigens so gut wie keinerlei Kenntnis von uns. Denen war ziemlich schnuppe, was wir da gerade taten. Das änderte sich auch nur sehr wenig, als wir sie darum baten, ein Foto von uns zu schiessen. Ich glaube ja, dass die vorher bei der Queen in england Palastwache waren und nach dem Motto

Keine Miene verziehen, komme das was wolle

lebten. Nun es ist eigentlich auch egal, denn wir bekamen unser Bild und beendeten hiermit unseren Abend.

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