Kieztanke, Glanz & Gloria sowie Hamburger Berg

Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht noch dran erinnern, Hamburg war in den Jahren 1810 bis 1814 eine französische Stadt, bis die Franzmänner Franzosen hochkantig rausgeworfen wurden.

Manchmal trauen sich aber immer noch einige Franznacken Franzosen nach Hamburg um nach dem Rechten zu sehen (oder vielleicht einen neuerlichen Einmarsch zu planen?). So war die letzten Tage mal wieder Laura im Lande bzw. in der Stadt. Dieses zur Anlass wolten wir nehmen, einmal loszuziehen. Der Kiez (Die Reeperbahn) ist Donnerstags bekanntlich gut gefüllt und ein netter Abend sollte somit fast garantiert sein.

Einige Mädels, die wir zum Mitkommen bewegen wollten, konnten entweder nicht, wollten entweder nicht, erreichten wir nicht oder konnten mangels Adresse und Telefonnummer nicht angesprochen werden. Nun denn, also ein Abend zu zweit. Ist ja auch etwas nettes.

Da Laura allerdings im gleichen Hotel wie ihre Kollegen nächtigte, wollte sie verständlicherweise nicht als Laura aus dem Hotel gehen, also kam sie zu mir und wir dressten uns eben bei mir. Wer schon einmal bei mir war, der weiß, dass mein Bad nichteinmal für eine Transe mit vollständiger Ausrüstung ausreicht, geschweigedenn für zwei von der Sorte. So dauerte das Styling dann auch relativ lange (soll heißen: noch länger als eh schon – und bekanntermaßen bin ich eine Schnecke, was das Styling angeht… Nur noch von Annabelle in Recklinghausen übertroffen – und gestern von Laura 🙂 ) Beim rein ins Bad, raus aus dem Bad, wieder rein ins Bad hat Laura sich übrigens nicht gerade leise verhalten *klack*klack*klack* (Also wenn mein Nachbar bei den gestrigen Stöckelgeräuschen keinen Verdacht geschöpft hat, dann ist er entweder fantasielos oder taub)

Das irgendwas an diesem Abend anders ist, hätte ich sofort merken müssen, als ich an der berühmt-berüchtigsten Kieztanke, der umsatzstärksten und wohl bekanntesten Tankstelle Deutschlands nicht in einer langen reihe stand, sondern meine Fischermans direkt an die Kasse tragen konnte.

Egal, eingesteckt und auf ins Glanz & Gloria, dem typischen Start eines Transen-Kiez-Abends auf St.Pauli. Dort beschwerten wir uns ersteinmal über die lausige Kälte auf der Reeperbahn und erhielten die Antwort, es könne vielelicht auch an unserer Kleidung liegen….

Genaugenommen war das garnicht so weit hergeholt, hatte mich Laura doch von einer langen Hose abbringen können und zu einem Jeansmini hinbewegen können, da man sonst „Ja meine neuen Stiefel nicht sähe. Recht hatte sie, also zeigen und frieren und (nicht über Gebühr, aber doch ein wenig) meckern. Wie heißt es noch so schön?

Wer schön sein will, muss leiden

Im Glanz & Gloria gab es an diesem Abend Hot-Cipirinha zum Vorzugspreis von 5,50 statt ausverschämter 9,00 € für einen kalten Caipi, heißes Wasser, Cachasa Limetten zusammen. sahr schmackhaft und vor allem warm. Gerade gut angewärmt um die nächste Station in Angriff zu nehmen. Auf zur Großen Freiheit zum Tanzen.

Auf dem Weg dorthin an der dort stehenden amen vom „ältesten Gewerbe der Welt“ vorbei, die im Übrigen in Ihren Skianzügen wohl weniger frierten als wir in unseren Minis. 🙂

In der großen Freiheit angekommen mussten wir feststellen, dass es extrem leer war. Alle drei Discos die wir überlegten zu betreten zeichneten sich durch eine große Leere aus. Wie ausgestorben. Die üblichen Verdächtigen (Schüler, Studenten und andere Nachtgeschöpfe) hatten wohl bereits Tags voraus die Nacht zum Tag gemacht und den großartigen Sieg des FC. St.Pauli gegen Werder lang und ausgiebig gefeiert. Wir beließen es also dabei nicht in eine Disco zu gehen und suchten lieber den Hamburger Berg auf.

Wie heißt es noch so schön im Liedtext von Aussenborder?

Hamburger Berg – Hier ist nachts der Teufel los

Heute war es aber nicht nur kalt in der Hölle sondern auch erstaunlich leer. Nicht einmal 20 Leute im Nachtasyl, als wir dort waren, kaum mehr Personen in Rosis Bar als wir dort waren und in all den anderen Kneipen und Bars war nicht mehr los. Komisch.

Nun denn haben wir und halt einfach nett unterhalten als Party zu machen. Spannend, nett und immer wieder gerne.

Was kann man noch sagen: Hamburgs Taxifahrer können nicht fotografieren – Falsche Nägel halten einfach nicht mit tatsächlich nur einem Tropfen Kleber, Laura – Betrunkene, die sich vor einem aufbauen und einen dann in einer Blitzaktion küssen, sind ganz schön komisch – Neue Stiefel sollte man an der Sohle anrauhen, bevor man auf Eis und Schnee geht.

High Heels

Komisch wie das Leben manchmal ist. Man(n) hat ja neben dem rumtransen noch so das ein oder andere Hobby.
Eines ist, im Internet nicht nur ein Blog mit mehr oder weniger interessanten Rumgeschreibsel zu füllen oder ein kleines Spezialverzeichnis zu basteln, sondern nebenbei noch ein paar Kategorien zu meinen Hobbys beim DOMZ dem größten nichtkommerziellen Webverzeichnis der Welt zu editieren. Für Euch dürfte dabei übrigens die Transgender-Kategorie Kategorie am interessantesten sein. 🙂

Naja auf jeden Fall gab es am Samstag ein kleines Editorentreffen, zu dem ich ebenfalls gegangen bin. Während ich allerdings eine kleine Leuchte irgendeiner unbedeutenden Unterkategorie bin, war dort auch eine Editorin, die nicht nur alles deutsche editieren darf, sondern unter anderem auch die Kategorie für High Heels betreut. Warum kümmert man sich um eine solche Kategorie? Nun man kann verrückt nach diesen Dingern sein (wie ich) oder aber beruflich damit zu tun haben, wie sie.

Nun es stellte sich heraus, dass ich mich mit der Inhaberin von Blicker unterhielt. Für alle unwissenden. Blicker ist einer DER beiden Läden für High Heels auf der Reeperbahn und trägt seinen (scheinbar mittlerweile abgelegten) Werbespruch „Der Spezialist für hohe Absätze“ nicht umsonst. Auch ich habe schon einen garnicht so unbedeutenden Gesamtbetrag in diesem Laden gelassen 🙂

Naja, wer solch einen Laden besitzt, für den sind High Heels -tragende Männer (gedresst oder ungedresst) natürlich nichts besonderes mehr und der Umstand, warum bestimmte Stiefel alleine in Größe 46 genauso oft abverkauft werden, wie in allen anderen Größen zusammen ebenso kein Grund mehr, sich zu wundern.

Naja so kann es vorkommen, daß sich gar Freundschaften entwickeln in der Folge ansehnliche Fotos entstehen. Damit ist Monique gemeint, der so möglich war, ihre Shoe Mania Fotos zu machen, die man kaum ohne ein wenig Neid anschauen kann 😉

Ein Berg voller Schuhe – und sie mittendrin…. Göttlich

Und ich fragte mich schon länger, wie sie den Ladenbesitzer wohl bestochen hat, das machen zu dürfen 🙂

 

Abzocke bei der Extravaganxa

Extravaganxa
Für das Thema „Abzocke“ finde ich keinen Aphorismus, daher gibt es heute mal keinen.

Ich komme mir schon vor, wie eine Dauernörglerin. Wieder eine Fetischparty, wieder etwas von mir auszusetzen… – Dieses mal ist meine Nörgelei allerdings gänzlich anderer Art als auf der White House Lounge Dort war die Party schlecht, aber der Eintrittspreis (da Kasse bereits geschlossen als ich kam 0 € ) großartig. Bei der Extravaganxa war es genau umgekehrt.Aber der Reihe nach…. Mehrere Tage baggerte ich an der Pia rum, um sie dazu zu bringen, doch mit auf die Extravaganxa zu kommen. Babsys Worte aus achthundertdreiundzwanzig Jahren Trannyerfahrung die in etwa bedeuteten „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ oder „ein Tranny, der mal aus war ist noch längst nicht in freier Wildbahn“ schlug ich geflissentlich aus und dachte mir…. Die kommt schon mit. Wäre sie glaube ich, auch gerne, aber das Argument „Für 26 € reicht die Vorfreude nicht“ war eingänglich und nur allzugut zu verstehen. 26 € für eine Party ist auch wirklich ein hartes Los.Nun, ich wollte mir die Party trotzdem nicht entgehen lassen, schnürte das von Desiree ausgeliehene Korsett so eng es eben noch gerade ging, holte die schwarze perücke heraus nahm einen leich gothicmäßig angehauchten Rock, Nahtsrümpfe und die höchsten Pumps die ich finden konnte und machte mich dann eben alleine auf den Weg.Auch wenn alle sagen, blond sähe ich besser aus, ist schwarz für so eine Party genau das richtige – und „Ja“ mein Spiegelbild gefiel mir.Auf der Reeperbahn angekommen fand ich natürlich nur einen Parkplatz am anderen Ende der Welt. Zwei Wege waren zur Auswahl. Durch die Schmuckstraße oder drumherum. Als Mann wäre ich wohl die Schmuckstraße entlanggegangen, am Sonntag habe ich aber einen kleinen Umweg gemacht um nicht mit den professionellen Damen dort in Clinch zu kommen…Auf dem Transenstrich mußte ich in dem Outfit wirklich nicht lang laufen… Obwohl…bei dem Eintrittspreis wäre das vielleicht… Aber nein danke!…Ich kam also an und legte 30 €uros auf die Theke und wollte mir Eintritt verschaffen, schaute in die Augen einer Kassendame, die die für mich unverständlichen Worte „ich bekomme noch 5 Euro“ sagte. Ratter Ratter, mein Gehirn arbeitete auf hochtouren.

„Dort liegen 30 €, Eintrittspreis, stand auf der Webseite, ist 26 € – ich bekomme 4 € nicht sie 5 € – ach sie hat sich wohl versehen und denkt, es wären nur 20 € …obwohl, dann bekommt sie keine 5 € sondern 6… Irgendwas passt hier nicht

Ich sah in Ihr Gesicht und entdeckte, sie meint es ernst. Meine Worte, dass aber auf der Webseite aber 26 € stand konnte die Situation nicht klären. Dieses sei eine Falschinformation und leider müsse sie 35 € bekommen….Komisch, dass die Menschen, die im Vorverkauf gekauft haben, diesen Falschinformationspreis zahlen konnten. Nur die Personen, die sich in beste Fetischkostüme geschmissen haben, und jetzt direkt vor der Kasse standen 9 € mehr zahlen sollten.Klar, solche Personen werden es eher ausgeben, als sich wieder nach Hause zu begeben. Für 12 cm Heels, Korsetts, Lack oder Leder gibt es ja nichteinmal auf der hamburger Reeperbahn Ausweichmöglichkeiten…

Normalerweise kenne ich es so:
Abendkasse = Vorverkaufspreis minus Vorverkaufsgebühren
auch schon gesehen habe ich
Abendkasse = Vorverkaufspreis
aber
Abendkasse = Vorverkaufspreis + 35 %
richt nicht nur verdammt nach Abzocke sondern stinkt schon danach.

Was für eine Party ist 35 € wert. Für die Umrechner unter uns, das sind knappe 70 deutsche Mark. Soetwas kannte ich bisher nur von überteuerten Silvesterparties mit Buffet, Livemusik oder Freigetränken…

Eigentlich reicht das jetzt schon als Review zur Party. Ich muss allerdings auch zugeben, dass die Party gut, die Location sehr gut (bis auf schlecht sichtbare Stufen, die teilweise Stolperfallen darstellten) die Musikauwahl ebenfalls sehr gut und das publikum grandios war.

Die Kostüme gingen vom Üblichen (Lack Leder, Latex, Heels, Korsetts, Uniformen) los und endeten bei einem weißen Reifrock-Barockkostüm, einem Pferdekostüm mit Pferdemaske, Halfter und Ponyboots ähnlich dieser, Outfits im Varieteestil der 20er Jahre oder auch eine Romische Tunika, die voll anzog und doch nichts verbarg…

Kurzum. Die Kostüme waren klasse. Die Party ebenfalls – der Eintritt war es nicht.

Ich hab mal wieder auf der Party niemanden erkannt, aber wieder einmal wurde ich erkannt. Die Dame mit dem Reifrock von Sabrinas Party, (deren Namen ich wieder nicht erfragt habe) erkannte mich wieder und begrüßte mich sehr nett. Btw. auch ohne das, mich neidisch machende Kleid, ist sie eine imposante, großartig aussehende Erscheinung mit extrem viel Stil…

Das war die Extravaganxa. Sollte mal wieder eine sein, werde ich vorher per Mail den tatsächlichen Eintrittspreis erfragen, denn was auf der offiziellen Webseite steht hat ja nichts zu sagen – btw. auch vom Sektempfang hab ich nichts mibekommen…

Hamburg bei Nacht

Hamburg bei Nacht
Auf der Reepernahn nachts um halb eins.
Hans Albers

Nachts um halb eins ist es auf der Reeperbahn in der Regel ziemlich voll. Aber wenn man ganz ehrlich ist, ist dieses auch nur am Wochenende wirklich so.

Annabelle und ich hatten schon seit geraumer Zeit geplant, mal im alten Elbtunnel eine Fotosession zu machen. Der Tunnel eignet sich für tolle Bilder. Dafür haben wir vor einigen Wochen sogar mal eine Vorbesichtigung gemacht un den Ort mal in Augenschein genommen, und Treppen, Aufzüge und Überwachungskameras angeschaut. Nachdem wir dann diverse Bars ebenfalls von innen begutachtet hatten sind wir am Ende der Nacht noch einmal zum Elbtunnel und haben gesehen „Ja er ist auch Nachts geöffnet und am Wochenende kann es vorkommen, dass auf einmal eine Truppe von „Besuchern“ erscheint, die einem das ungestörte Fotoshooting vermiesen.“

No Problem, machen wir das eben Mitte der Woche Nachts, da wird es leer sein.

Am letzten mittwoch war mal wieder eine Party bei Sabrina und wir hatten uns vorgenommen, danach zum Elbtunnel zu fahren. Leider musste ich Annabelle ziemlich lange bearbeiten, bis sie sich bereit erklärte, mitzukommen (allerdings als Mann 🙂 ) Nun so sei es. Wir sind also durch Hamburg gedüst und gegen halb drei Uhr morgens am Elbtunnel angekommen und mussten feststellen, dass auch in der Woche der Elbtunnel ein Magnet für Menschen scheint.

Wir zählten binnen einiger Minuten mehr Personen, die in den Tunnel gingen, oder aus ihm kamen als abends am Wochenende. Sie kamen aus allen Richtungen und allen Ecken. Wir mutmaßten schon, ob dort wohl eine Party war….. aber dafür waren die Personen zu verschieden… Nach einigen Minuten ließen wir den Tunnel eben Tunnel sein und verschoben diese Session auf ein andernmal.

Stattdessen zogen wir an die Seeseite der Landungsbrücken und machten dort ein paar Fotos, die fast alle entweder etwas dunkel oder hell wurden…. Aber trotzdem sehr schone Bilder wurden.

ein Paar Impressionen von diesem Shooting:



schön war ein Kommentar zum letzten Bild auf Heelscity:

Ich find die Fotos auch gut – trotz der Überbelichtung. Auch mir gefällt das zweite am besten. Und dein Blick/Gesichtsausdruck ist ja so was von „sexy leidend“…finde kein richtiges Wort dafür zwinker Na und dass mir deine Beine gefallen hab ich eh schon mehrfach gesagt.

Sexy leidend