am roten Rathaus

mit alten Gewohnheiten soll man nicht brechen, heisst es ja.

Nun, so richtig alt ist es nicht und als gewohnheit kann man es, glaube ich auch nicht bezeichnen, aber als wir aus dem Roses kamen, es mal wieder Taghell war, wir jedoch nicht müde, überlegten wir uns, was nun zu tun sei.

Das letzte Mal, als Nina, Sheila und ich unterwegs waren, endete ein langer Abend mit einigen Fotos am Reichstag. Diesmal nahmen wir uns ein paar regierungssitze weiter unten vor, Wowis rotes Rathaus, wohlwissend, dass auch der Springbrunnen davor ein lohnendes Fotoobjekt abgeben würde.

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Ebenfalls auf dem Weg zum Springbrunnen war im übrigen auch eine Gruppe, offensichtlich besoffener, Franzosen, die die relativ warmen Temperaturen um sechs Uhr morgend für einen ein Bad im Springbrunnen nutzten. (Die waren offensichtlich nicht nur besoffen, sondern total durch, denn ich könnte wetten, das Wasser war nicht sonderlich warm. Und Handtücher hatte sie auch nicht dabei. Wir liessen uns dadurch nicht stören und knipsten munter weiter.

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Nach dem Springbrunnen war das Rathau als Fotoobjekt dran. Dabei zeigte sich ein große Problem, entweder erkannte man uns auf dem Foto oder man erkannte das Rathaus und sah von weitem irgendwen von uns. Scheisse groß dieses rote Ungetüm. Aber auch etwas rot mit einem großen schwarzen Eisentor kann ganz nett aussehen.

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Wowi hat sich übrigens nicht sehen lassen. Nun gut, es war vielleicht etwas früh – naja und ausserdem Wochenende aber Politiker ist doch bestimmt ein 24 Stunden Job, oder? Er wurde ja schliesslich nicht gewählt um zu schlafen, sondern um uns zu erzählen, dass wir sexy seien. Arm aber sexy, wie Berlin.

Die beiden diensthabenden Polizisten (m+f) an diesem Morgen nahmen übrigens so gut wie keinerlei Kenntnis von uns. Denen war ziemlich schnuppe, was wir da gerade taten. Das änderte sich auch nur sehr wenig, als wir sie darum baten, ein Foto von uns zu schiessen. Ich glaube ja, dass die vorher bei der Queen in england Palastwache waren und nach dem Motto

Keine Miene verziehen, komme das was wolle

lebten. Nun es ist eigentlich auch egal, denn wir bekamen unser Bild und beendeten hiermit unseren Abend.

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Abendausklang im Bangaluu und am Reichstag

Dem deutschen Volke zuliebe – ab ins Bangaluu

Da es nicht weit vom Irrenhouse gelegen ist, kamen wir ziemlich schnell zum Bangaluu.

Als wir ankamen kam uns ein Mädel entgegen, die ziemlich begeistert erst mich ansah, dann in die runde schaute und von uns dreien begeistert war, sagen wir doch alle klasse aus. Schönes Kompliment.

Der Türsteher des Bangaluu schien das etwas anders zu sehen, fragte er uns doch danach ob wir eine Einladung gehabt hätten. (Das erinnerte mich an das Hamburger Golden Cut, die nach einem Schlüssel oder einer Reservierung fragten). Es ist eben eine einfachere Ansage statt einem „Ihr kommt hier nicht rein“.

ich schrieb es bereits an anderer Stelle, dass ich es traurig finde, wenn ein Club an einem Tag zu einer bestimmten Party eine gewisse Toleranz vorgibt, diese aber an anderen Tagen vermissen lässt. Im Golden Cut ist das die Unisex Party und im Bangaluu die wöchentliche La Loca Party. Ich wäre jetzt genervt gegangen und hätte das Bangaluu von der Liste meiner bevorzugten Clubs gestrichen – Sheila nicht. Sie betrieb etwas namedropping und nach kurzer Zeit liess uns der Türsteher tatsächlich rein. Vielen Dank.

Rein – und zwar gratis – liessen uns dann auch die beiden Mädels an der Kasse. Sie wollten uns für eine Dreiviertelstunde keine 10 € mehr abknöpfen. merci auch dafür.

Damit bleibt es ganz klar in meiner Liste der Coolen Clubs ganz vorne.

Tatsächlich machte das Bangaluu aber bald dicht und wir mussten uns irgendetwas suchen, was wir denn nun täten.

FOTOS! Und zwar am Reichstag.

Ein wenig Kultur zum Morgen war angesagt. Genaugenommen war uns der kulturelle Auftrag egal. wichtig waren ein Paar Fotos an wichtiger Stelle. So früh am Morgen hatte der Reichstag natürlich noch nicht auf und auch der Strom der Besucher war noch nicht da. Niemand störte uns also – doch halt ein Pächen sah uns und nahm schnell Reissaus. Sahen wir vielleicht so früh morgens nicht mehr wirklich gut aus? Hmmmmnööö ich glaube, die waren einfach nur Scheu.

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Nun wurde mir langsam kalt und ich musste ins Bett – übrigens noch viel Früher als mein Kollege Rik, der allerdings viel früher raus musste – was er morgens auch laut zeternd kundtat 😉

Witzig, dass rik am Abend von einem Bekannten, der ihn besuchte gefragt wurde, ob er makeup benutzen würde… Ooops da hab ich wohl etwas vergessen 😉