Religionen und Politik

Ich bin nicht wirklich ein politischer Mensch. Politisch interessiert? Ja!.  Ich gehe wählen, besuche die für mich relevanten Demonstrationen und empöre mich beizeiten über Facebook oder meinen Blog. Dazu konfrontiere ich andere Menschen als Zoe damit, dass es noch anderes gibt, als das was sie kennen. Insgesamt bin ich vor allem der Meinung, dem einzelnen Menschen zuzugestehen, so zu leben, wie er das gerne möchte. Das bedingt auch, dass ich kein religiöser Mensch bin. Denn die Religionen dieser Welt schränken dieses in den allermeisten Fällen doch stark ein.

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Ich lehne nun nicht Religionen allgemein ab, sondern immer nur die stark ausgeprägten Vertreter ihrer Religionen. Wer heute noch meint, alles beispielsweise im alten Testament heute genauso leben zu müssen ist genauso bekloppt, wie jemand, der jegliches aus der Tora oder dem Koran als die einzige Wahrheit nehmen zu müssen…

Dummerweise ist Religion aber auch immer Politik. Das wird mir gerade wieder einmal sehr klar, als ich gerade in einem Flugzeug von Royal Jordanien Richtung Amman sitze und in ein muslimisches Land reise… Dabei lese ich die verteilte Berliner Zeitung.

Ich lese  über einen unheimlichen Taliban in Pakistan auf der Titelseite, über die Reichskristallnacht am 9. November vor 75 Jahren und über Atomverhandlungen mit dem Iran, bei denen Israel sagt „nein“, ich lese über die Forderung, den St. Martinstag abzuschaffen, zudem lese ich über eine Kustausstellung in einer Schule, die Nackte Personen zeigt und schlussendlich die Frage, ob sich das Schwuz in Neukölln mit muslimischen Jugendlichen rumschlagen muss…

Das alles lese ich in einem Flieger, der mich nach Amman in Jordanien bringen soll… Und gerade im Flugraum über Israel…

Verrückte Welt, diese. Verrückte Reiligionen. Warum können nicht einfach mal alle Menschen nach ihrer Fasson. Obwohl das Ziel dieser Flugreise ist ja nicht Ammann, sondern Bangkok und da sind eher die Buddhas, die dort rumsitzen – oder liegen… Und jene sind meines Wissens weder durch Kreuzzüge, noch durch Religionspolizei oder Selbstmordattentäter aufgefallen.. Vielleicht sollten wir einfach alle Buddhisten werden…

Rio de Janeiro Rundgang

Okay, ich habe noch massig Bilder meines Urlaubes in Brasilien und einige Beiträge werde ich wohl noch Post-Rio veröffentlichen… das heisst, wenn ich dazu komme. Nachträgliche Texte sind ja immer doppelt so schwer als sofort getätigte.

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Nach einigen Tagen Rio, die größtenteils im Regen stattfanden und an der Copacabana, die einfach weniger das waren, was ich mir von Rio versprach – okay vorher mehr drüber Informieren, wo man denn so hinfährt, besuchte ich dann doch mal Rio de Janeiro – Also die Stadt als solches. Ich kaufte mir ein Ubahn-Ticket und fuhr einfach mal ohne nähere Idee, was der Tag und Reiseführer so bringen soll in Richtung Centro.

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Irgendwo in Centro an einem Busbahnhof steig ich aus und machte mich auf den Weg zu erkunden, was die Stadt so bringt. Und, Ja!. Rio hat ein paar wirklich tolle Häuser und Bauwerke, aber das meiste ist doch ziemlich heruntergekommen, Oftmals fühlte ich mich glatt an meinen Besuch in Havanna 2010 erinnert.. beispielswqeise, wenn ich irgendwo ein Fassadengerüst ohne das Haus dahinter fand. Aber natürlich fanden sich im großen Einheitsbrei auch immer wieder kleine Perlen oder ganze Straßenzüge, die wirklich nett zurechtgemacht waren.

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Mein Weg führte vollkommen zufällig in einen teil von Rio Centro, der offensichtlich als großer Markt genommen wird. Tausende kleine Läden und Stände, die größtenteils Fashion anboten, aber auch das eher durchschnittlich. Ich lief durch diese tausenden Stände und fand kaum ein stück bei dem es mich gejuckt hätte, es zu kaufen. Fakes wie in Hong Kong gab es da eh nicht – zumindest nicht sichtbar, aber auch alles andere an mode war eher – langweilig.

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Genaugenommen so langweilig, dass ich tatsächlich in normalen Kaufhäusern und bei C&A eingekehrt bin, um zu schauen, ob es da vielelicht noch etwas zu sehen gab. …Gab es aber nicht wirklich, bis auf den Umstand, dass mir bei C&A erstmals richtig aufgefallen ist, wie teuer Rio eigentlich ist. Egal, was man in Rio kaufen möchte, es ist eigentlich genauso teuer, wie in Deutschland. Mir wurde es dann erklärt, dass es wohl so ist, dass es eine niedrige Einkommensteuer aber eine hohe Umsatzsteuer gibt. Wer also viel hat und viel ausgibt, muss auch viel steuern zahlen. eigentlich ja vollkommen richtig…. aber günstig ist ein Urlaub da eben nicht. Zumindest in Rio nicht.

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Spannend war dann eher ein vergleichsweise großer Laden a`la Deko Behrendt. nur eben in groß, in denen sich offensichtlich einige der Sambaschulen ihre Federn kaufen. Denn was Outfit-Grundgerüste anging, gab es da allerhand zu sehen, aber irgendwie mochte ich überall meine Kamera nicht wirklich rausholen und damit rumfuchteln.

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Erstaunt hat mich aber das religiöse Rio De Janeiro. Überall kleine Kirchen. Okay, die gibt es ja überall, aber beispielsweise gibt es direkt irgendwo in der Marktstrasse eine kleine Kirche, die geöffnet ist, die während des Einkaufs ordentlich frequentiert wurde. Vorher war ich schon leicht verwundert, dass es Läden gab, die zu einem großen Teil nur Bibeln verkauften… Die würden sie nicht verkaufen, wenn sie nicht auch gekauft würden…

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Eine besondere „Kirche“ war dann aber noch einmal die „Cathedral exterior“. Von aussen schaut sie aus, wie eine Inka Pyramide, von innen allerdings ist es eine Kathedrale mit riesigen Buntfenstern zu vier Seiten, die schon sehr eindrucksvoll sind.

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Sie sind allerdings auch so hoch, dass man sie mit einer Kamera leider nicht wirklich zeigen kann. Man muss sie sich schon live ansehen, aber das ist ja eh immer das beste.

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