Roller Derby Berlin @ Arena

Eher zufällig kam ich an Freitag an zwei Karten für den Rollerderby Saisonauftakt in Berlin. Da wollte ich eigentlich schon immer mal hin, aber irgendwie kam es nie dazu.

roller derby arena

Rollerderby, Nie gehört? Nun, das ist eine – wie man wohl so schön sagt – Trendsportart – die einzig und alleine dem weiblichem Geschöpf vorenthalten ist. Frauen auf Rollschuhen, die sich auf diversen Runden gegenseitig wegchecken und versuchen dadurch das jeweils andere Team zu überholen. Frauen, die nichtauf  100% festem Untergrund stehend sich gegenseitig zu Boden ringen. Schien mir irgendwie eine Äquivalent zu Schlammcatchen zu sein… Interesting.

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Als Begleitung fand ich Tanna „Batman“. Cool. Erstaunt waren wir alledings, als wir in die Halle der Arena kamen und diese bis auf einige Mädels auf 4 Rollen vor allem leer war. Wir konnten uns daher mit Getränken eindecken und hatten die freie Platzwahl. Unsere Angst, dass es aber leer bleiben könnte verflüchtigte sich, als wir gewahr wurden, dass wir uns offensichtlich vor dem öffentlichen Einlass reingemogelt haben. Tannas grüne Haare, Piercings, zerrissene Strumpfhosen und Tattoos müssen den Einlass so verunsichert haben, dass sie uns einfach einliessen. Oder sie vermuteten, dass Tanna die das Hardcore Rollergirl sei und wir dazugehörten. War aber nicht so.

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Die Mädels sollten nämlich später rollen und wir nur zuschauen. Doof bei einem Match zweier Berlin-Hometeams „The Fantastic Fourteen“ and „The Good, the Bad and the Gorgeous“…. wen soll man da anfeuern. Wir entschieden uns eindeutig auf letztere, die und „heisser“ erschienen, auch wenn ich alleine dem Namen „Bambule“ bei den fantatischen 14 Extrasympathiepunkte vergeben hätte.

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Überhaupt die Namen: Bambule, Zandy Zunder, Heavy Rotation, Resident Shevil, CitySin Pain, Lizzy Slaughter, Tequila Knockout, das lässt einiges erhoffen und dass dazu ein Roller Derby Match nicht weniger als 7!!! Schiedsrichter und 11 Offizielle braucht. Yeah

Es wurde dann aber leider ein wenig langweiliger als gehofft, denn „unsere“ Mannschaft hat sich leider nahezu abschlachten lassen. Fast immer waren die Grünen 14 deren Trikots und Logo mich immer irgendwie an Starbucks erinnerten schneller, sie kamen besser durchs Pack, sie blockten besser und sie erhielten irgendwie auch weniger Strafzeiten…. Abgezockter nennt man soetwas wohl. So waren dann die Zwischenspielstände 27-72 oder 28-82… Es ging dann etwa 75-150 aus…

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Was soll man sagen, ich war trotzdem für „The Good, The Bad and the Gorgeous“… Yawohll.

Die Mädels sammelten übrigens für eine Reise zu den Roller Derby Weltmeisterschaften und ich muss gestehen, dass ich befürchte, dass die Mädels da ganz schön untergehen werden… Lustig war es dennoch, wir hatten viel spaß und man kann nur empfehlen, da einmal hinzufahren. Gerade gegen auswärtige Teas dürfte es heiss werden.

roller derby berlin

Drag Queen Rollerderby

Wer kennt sie nicht, die Kontaktsportart Roller Derby. Größtenteila aus Amerika – und dort dem Europäer eher aus ziemlich trashigen Filmen wie Rollerball von lang lang her – bekannt.

Drag Queen Roller Derby

Nun ganz so apokalyptisch wie bei Rollerball geht es nicht ganz zu beim Roller Derby, aber das Ganze ist doch eher ein Sport für ganze Männer – oder zumindest für Mädels, die dabei ihren Mann stehen.

Kurzgefasst geht es darum, dass ein Spieler Pro Mannschaft Punkte machen soll, in dem er die gesamte gegnerische Mannschaft überrundet. Seine Mannschaft unterstützt ihn dabei udn die gegnerische Mannschaft versucht das zu verhindern. Besser die Regeln zu erklären ist nicht so einfach, aber Roller Derby hat etwas von Massenschlägerei mit Regeln auf Rollschuhen und ist wie gesagt etwas für harte Jungs oder Mädels, aber sicher nichts für Weicheier.

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Im Club Xanadu, einem Drag Queen Club in Arkansas wird die Tradition auch gepflegt. Allerdings heisst die Sportart hier Drag Queen Rollerderby und wird von ebendiesen betrieben. Es ist ebenfalls ein Spiel zweier Mannschaften und in diesem Fall auch ein Kampf gut gegen böse.

Drag Queen Roller Derby

Wie allerdings in diesem speziellen Fall die Regeln waren kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Mit den eben erwähnten und von mir angelesenen Regeln hat das gezeigte herzlich wenig zu tun. Soweit ich sehe, geht es vor allem darum, der gegnerischen Mannschaft möglichst vollständig die falschen Haare vom Kopf zu reissen. Das alleine kann ja auch schon ganz witzig sein, solange man das nicht bei mir macht – und schon garnicht unvorbereitet… Beim Drag Queen Rollerderby scheint das allerdings zum guten Ton zu gehören und jeder der Akeure wird sich dessen vorher im KLaren gewesen sein.

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Ob das ganze noch mehr Sinn hat kann man sicher erst erfahren, wenn der Club Xanadu, das ganze Spektakel mal wiederholt..