Wieder mal im GMF

Zum zweiten Mal nach dem Umzug ins Weekend führte es uns wieder ins Weekend in den GMF Club.

Eigentlich hielt sich meine Begeisterung eher auf einem unteren Mittelmaß. Nach 280 Kilometern von Hamburg nach Berlin , einer nervigen Mitfahrerin und in Hamburg vergessenen Stiefeln hatte ich wenig Lust, mich fertigzumachen… Natürlich ließ ich mich aber dann doch nicht lange bitten und machte mich ans Werk um das Weekend zu rocken.

Das Weekend… eigentlich immer noch das Gleiche, aber doch hat sich ein wenig etwas geändert – zum Guten netürlich. Letztes Mal mäkelte ich noch über die rosa Ausleuchtung an den Waschbecken. Ich mäkelte über die extrem gute Ausleuchtung im Fahrstuhl un last not least mäkelte ich ein wenig rum, dass man teilweise vom 13. Stock ins Erdgeschoss fuhr um oben im 15. Stock anzukommen. Das haben wohl noch andere bemäkelt, denn all das war dieses Mal geändert. Perfekt.

Da Janka sich mit einer Erkältung im Bett rumtrieb mussten wir dieses Mal ohne sie Vorlieb nehmen, mit Kitana, Mel und natürlich Sheila konnte ich mich aber um erstklassige Begleitung nicht beklagen.

img_0008-1-1.JPG

Mel in einem klasse Punkstyle und kitana in einem Kleid, dass bei mir ebenfalls im Schrank hängt und das ich an diesem Abend auch in der Hand hatte. Na welch einGlück, dass ich mich dagegen entschieden habe, denn zwei Transen im gleichen Kleid, das geht ja garnicht – zumal in diesem fall nicht, wenn nicht ICH besser aussehe und die bessere Figut habe. da kann man ja nur verlieren 😉 und das muss ja nicht sein, gell.

Aber bannich voll war es diesen Abend im GMF. Wegen dem Feiertag in dieser Woche waren wohl einige Touristen mehr in der Stadt als sonst und andere, wie mein Ex-Kollege Rik haben wohl die woche Urlaub genommen. (Hat der eigentlich Urlaub verdient?) Mehr Leute = mehr Spaß. Trotzdem es gut gefüllt war, fangen sich aber wenig Mädels im GMF Club ein. Ausser uns vieren war nur noch Biggy van Blond hinter der CD-playern, die im Übrigen eine großartige Musik machte. Kaum ein nicht tanzbares Lied – und selbst einen kleinen Aussetzer durch ein falsch gedrücktes Knöpfchen überspielte sie souverän.

img_0002.JPG

Gegen halb drei erhöhte sich der Transenanteil doch noch um ziemlich genau ein fünftel. Genaugenommen um eine leicht angeschickerte Sally Morell, die keine Lust mehr auf das sage hatte und sich zu uns gesellte und eine Runde Jägermeister schmiss. Vielen Dank dafür. (Ob daher mein dicker kopp am Montag morgen kam?)

Ansonsten fanden sich noch Cecile und :Superzandy: jeweils als Mann ein und ich kam noch zu einem Foto, dass ich schon lange einmal haben wollte. Bereits bei meinem allerersten Besuch im Irrenhouse fiel mir der Name Zoe erstmalig im Berliner Nachtleben auf. Mittlerweile war ich bestimmt auf einem Dutzend Partys auf denen sie auflegte, nur zu einem Foto mit ihr kam es nie 🙂 Bis gestern.

img_0004.JPG

Ja, natürlich ist das Bild fürs Blog gedacht. Und Ja, wir werden sicher auch zur nächsten Girls Town Party kommen.

Big Blue Bar Berlin

Zur Big Blue Bar in Berlin gibt es mit Sicherheit mehr blöde Redewendungen als die die mir bei kurzem nachdenken eingefallen sind: Man war ich blau in dieser Bar, wir haben blau gemacht, wir haben eine Blaupause gemacht… etc.

bigblue.jpg

Ich habe mich aber entschlossen keines dieser blöden Wortspiele zoe21.jpgzu nutzen und einfach über die Bar und den Beginn des gestrigen Abend zu schreiben. Nina, Janka, Mel und Claire haben sich bei Janka aufgebretzelt und wie immer, wenn sich mehr als eine Transe auf einem Haufen fertigmacht dauert es länger als geplant. Sheila und ich waren aber schon lange fertig und in rosa Bayernoutfit gewandet.

Wir hatten nun zwei Möglichkeiten, entweder den Hühnern bei Dressen zusehen oder noch eben einen White Russian im Big Blue, der Bar eines Bekannten von Sheila, zu trinken. Keine Frage, für was wir uns entschieden haben. Ab ins Big Blue.

imgp2036.JPG

Nun waren wir ja etwas extrevagant angezogen, doch das war nicht der einzige Grund, warum wir anfangs etwas scheel angeschaut wurden, als wir in die Bar stöckelten. Der nette Barkeeper sagte uns dann auch, warum er etwas komisch schaute. Dort stehen halt in der Nähe einige „Mädels“ an der Strasse, die er schon mehrfach galant aus der Bar geleiten musste.

imgp2031.jpgDa wir aber, wenngleich extravangant gekleidet, dann doch nicht nuttig aussahen und Sheila etwas Namedropping betrieb, war die Sache ziemlich klar und wir bekamen sofort den besten Service sowie die größte Aufmerksamkeit.

Uns wurden Erdbeeren in Krokantschokolade, ein Schiffchen mit geschnittener Ananas, leckere Kurze auf Vodka-Basis , der Rest Mai Tai aus dem Shaker sowie diverse Geschichten über die Bar gratis kredenzt Dazu gab es die beiden größten White Russians, die ich je sah… Und was dem Ganzen die Krone aufsetzte: am ende wurde Kopf oder zahl gespielt, ob wir einen White Russian oder beide zahlen mussten. Wir gewannen und Sheila zahlte. (Notitz für mich: Ich schulde Sheila etwas).

Egal, ich sage Mal: Bedienung im Big Blue 1+

imgp2033.jpg

Das Big Blue ist eine ziemlich puristisch in, welch Wunder, blau gehalten und eingerichtete Bar, eine wie eine Acht geschnittene Bar, eine ganze Menge Hocker, ein DJ-Pult und sonst eigentlich nix – ausser Cocktails, Cocktails, Cocktails und eben eine klasse ausfmerksame Bedienung.

Eigentlich ist das Big Blue gar keine so bekannte Bar und doch feiern hier Szenegrößen wie :Mataina Ah Wie Süß: oder :Superzandy:, die hier auch Resident DJs ist.

Superzandy kam dann auch noch zufällig vorbei – und plauderte ungedresst mit uns über Alkohol und Autos, Bayerische Dresses, das Oktoberfest und den dort stattfindenden Gay-Day in der Bräurosl, den Besitzer des Big Blue und diverse andere Kleinigkeiten.

imgp2037.JPG

Ich bleibe dabei. Superzandy ist extrem sympathisch, gedresst oder ungedresst.

Irgendwann riefen die Hühner bei Janka an und es musste fix gehen. Mai Tai exxen, White Russian austrinken, Tschüss sagen und auf zu Janka

White Trash Squeezebox

Relativ kurzfristig war Jessi in der Stadt und wollte bespasst werden. No Problem, an diesem Abend war ja das Squeezebox Konzert, auf das ich bereits lange hinfieberte. Sherry Vine und :Gloria Viagra: wollten das White Trash und ihr Publikum rocken – naja und uns.

img_3202.JPG

stella.jpgIch musste allerdings auf eine Sache bestehen, damit Sheila und ich Jessi mitnehmen könnten. Schuhe von höchstens 10 cm, da wir mit Sicherheit wieder allerhand zu Fuß unterwegs sein würden und ihr Spitzname „Sitztrannylein“ nicht für lange Fußmärsche spricht 😉 Na sie kam tatsächlich mit 10 cm an, wir dressten uns und erwarteten Sheila zum losfahren.

Für das White Trash war es aber noch ein wenig früh und so überlegten wir uns noch auf einen White Russian ins Schmutzige Hobby zu Stellas Sternstunden. Ich hatte :Nina Queer:s Bar noch nie so voll gesehen. Ob es nun an Stella Destroy gelegen hat oder daran, dass ich erstmalig nicht zu spät oder wochentags da war, will ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall hatte Stella neben dem Mischpult noch die Muße, sich ein wenig neben uns zu setzen und zu quatschen.

Als wir dann langsam ausgetrunken hatten, ging es ins White Trash, mal schauen, was Squeezebox so auf die Bühne bringen würden.

Ein klasse Laden übrigens, das White Trash. Irgendwas zwischen, Liveclub, China Restaurant, Saloon und Restaurant mit 2 Livefloors ziemlich urig eingerichtet und voll von freakigen Menschen. Hier sind wir wirklich nicht aufgefallen, da hier eigentlich kaum jemand wirklich normal war. Dazu kam, dass hier nahezu niemand deutsch sprach. Das white Trash scheint ein Schmelztiegel aller ausländisch sprechenden Menschen in berlin… okay nicht aller, aber doch ziemlich vieler.

img_3190.JPG
Schatzi, das schaut klasse aus, Du solltest viel häufiger so unterwegs sein, dann klappts auch mit den Flyern bestimmt viel besser 😉

Da es uns unten aber zu laut war und Squeezebox noch auf sich warten liessen, vertrieben wir uns die Zeit oben am Addams Family Flipper, wo Sheila mich schon zum zweiten Mal schlug und am zweiten Livefloor, wo eine Rock’n’Roll Band spielte… Kaum nötig zu sagen, dass dieses die liebe Shei-Lotte 😉 (gruß an Janka) natürlich freute. Ich warf aber statt zuzuhören lieber erste Blicke in das Buch „Die Diva ist ein Mann“, dass mir Extrema am Eingang ausgeliehen hat… merci dafür.

imgp1991.JPG

Der Abend lebte eigentlich vom Laden und den Leuten dort, beispielsweise von Sherry Vine, mit der wir uns ein wenig unterhielten, oder von dem Mädel auf der Damentoilette, die einem Typen, der dort ebenfalls war erzählte, sie fände es traurig, wenn sich die Mädels so wenig Mühe gäben – um dann als ich hinzukam hinzuzufügendem „Die hat sich Mühe gegeben“, von Miss Danger, die mich auf die Push Up Berlin Party (Rare Rhythm & Soul, French Freakbeat, Indian Funk, Psychedelic = Northern Soul?) am nächsten Samstag ins White Trash einlud, von Thomas Herrmanns, der ich leider nicht gesehen habe, aber wo sich Sheila und Jessi dringend Bilder holen mussten und kahlköpfigen Ami, der mir eine Fußmassage anbot, wenn ich sie denn wollte…

img_3181-1.JPG

Ich wollte nicht und ehrlichgesagt taten mir nicht die Füße weh, sondern mein Kopf. Genaugenommen hatte ich ausgewachsene Kopfschmerzen, die mich vom eigentlichen Konzert relativ wenig mitbekommen liessen. Insofern kann ich nur sagen „Squeezebox waren da – sie haben gesungen – es war laut und besonders positiv ist mir die kleine Gitarristin aufgefallen, die zwischendurch einen Titel ohne Begleitung von Gloria und Sherry rocken durfte. Und – das hat gerockt.

imgp2008.JPG

Schnell, laut, dreckig. Eigentlich meine Musik, nur heute irgendwie nicht. Ob es an der lauten Musik lag, an der stickigen Luft, daran, dass ich zu der Zeit noch nichts gegessen hatte oder daran, dass ich krank werde, weiss ich nicht, aber ich war froh als wir gingen. (Und ich glaube auch extrem launisch)

Extrem Partyhopping

Ein Chat vom letzten Montag:

Rik: Na, wo warst du überall am Samstag?
Ich: Überall und nirgends, aber nirgendwo war es gut
Rik: Dachte ich mir…

Das trifft den Kern des letzten Samstags, wir machten Partyhopping-extrem. Begonnen hatten wir ja bereits mit der Queerbootparty und dem netten Essen danach. Doch nach diesen beiden Stationen sollte noch etwas folgen.

img_2906.JPG

Ersteinmal zogen wir in den Fate Club, wo ja die Queerbootparty-Afterbootparty stattfinden sollte. Blieben wir letztes Mal ja noch vor dem Fate stehen, gingen wir dieses Mal zumindest herein.

Der Mensch an der Kasse wollte unbedingt die Queerbootkarten sehen, um uns hereinzulassen…. Ich hatte jedoch nie eine Karte bekommen, doch das war egal, denn Sheila konnten hätte ihm 10, 20 oder 50 Stück geben können. Immerhin hat sie die ja erstellt. Wir kamen also gratis rein, blieben allerdings nicht sonderlich lange.

gloria.jpgDie ersten Mädels hatten schon Probleme mit anderen Gästen und kaum jemand schien hier wirklich länger bleiben zu wollen. Erstrecht wir nicht, hatte :Gloria Viagra: doch zur ersten After Aua nach der Sommerpause geladen. Wirklich voll war es aber nicht, was Gloria am Anfang ihrer Show mit den Worten „Schön, dass Ihr gekommen bist“ quittierte.

Eigentlich war wohl geplant, die Show mit Polla Disaster zusammen zu machen, das klappte aber wohl nicht ganz und so stand Gloria etwas ungeplant auf der Bühne und ihre Show schien ebenso leicht ungeplant. Ich schätze mal, sie hatte anderes geplant und musste schnell das Programm ändern. Folglich sang sie einen Standard, machte einmal Playback und suchte eben noch ein Squeezebox lied heraus, das sie zum Besten gab. Genaugenommen war das Programm nicht vergleichbar mit der großartigen No-G8 Show vor der Sommerpause. Insgesamt nicht wirklich spannend und so zogen wir beduinengleich schnell wieder weiter, um doch noch eine gute Party zu finden.

Diese zu finden versuchten wir danach eben im Felix. Letzte Woche blieben wir da ja noch vor der Tür stehen, doch auch hier war die erste Party nach einer Sommerpause.

img_2893.JPG

Dieses Mal kamen wir rein und ich konnte endlich mal das Felix kennenlernen… Felix: Wer hier ist, ist entweder reich, bekannt oder schön. Ich glaube, wir passten am ehesten in die letzte Gruppe. Ich fand das Felix eigentlich garnicht so übel, doch fanden die anderen Mädels die Musik nicht so prickelnd und es generell viel zu heiß. Schade eigentlich. Ausserdem schienen zwei Mädels ein generelles Problem mit uns zu haben – oder hatten sie einfach nur Angst uns anzusprechen? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass das Felix einer der ganz ganz wenigen Läden ist, wo wirklich jedes weibliche Wesen mindestens 7cm Absatz unter den Füßen hat. Das ist selten. Ausserdem besuche ich ja gerne mal nicht-gayclubs, wenn es nichts ordentliches gibt.

img_2890.JPG

Wie gesagt, den anderen hat die Musik aber nicht so zugesagt und so suchten wir noch eine letzte Partylocation auf, das schwuz, doch hier, muss ich gestehen war widerum ich nicht so von der Musik angetan. Sommerhits der letzten 15 Jahre. Macarena und Macarena-ähnliche Musik. ein Lied ist okay, zwei auch, vielleicht auch mal drei, aber nur dementsprechende Lieder kann ich, glaube ich nur besoffen und auf Mallorca ertragen ;-). Vielleicht war ich aber auch einfach nur zu fertig vom Extrem-Partyhopping.

img_2910.JPG

So verabschiedete ich mich nach knapp einer dreiviertelstunde in mein Bett.

Nächstes Mal wird sicher wieder spannender.