Myfest an der Core Tex Bühne

Core Tex – Die beste Bühne des Myfest 2008.
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Für mich war auf dem Myfest eigentlich nur eine Bühne wirklich wichtig. Die Core Tex Bühne. Core Tex ist ein Plattenladen, der nur Punk, Hardcore und verwandte Musik verkauft. Ebenso war dann auch das Programm auf der Bühne Punk, Ska, Rocksteady lastig. Die Bühne war direkt am Eingang der Oranienstrasse angesiedelt und bildete den einen Abschluss des Myfestes.

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Der Musik wegen sammelten sich vor der Bühne eben auch alle Personen, die damit etwas anfangen konnten, Punker, Rockabillys, linke Skins, normale Personen, ein paar Grufties, eine illustre Mischung also solch eine Zusammenstellung findet man in Hamburg gerade mal in der Schanze oder auf St. Pauli. Das war die größte Ansammlung von kunstvollen Irokesenfrisuren, die ich seit dem FC St. Pauli Retter Festival gesehen habe.

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Apropos dieser Verein. Man hätte sich auch vorstellen können, man sei tatsächlich irgendwo in Hamburg zu sein. St.Pauli Aufnäher, Sticker, Buttons, Shirts, Caps, Trikots, Jacken. Das ganze Fanarsenal war dort zu sehen und Ja! ich fühlte mich heimisch.

Nun ist das ja gemeinhin die Klientel, denen man durchaus auch mal linke Gewalt zuschreibt, aber genaugenommen änderte sich vor der Bühne nicht sonderlich viel, als hinter der Bühne auf einmal Leuchtpistolen aufstiegen und Polizeisirenen heulten.

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Knapp 50 Meter hinter der Bühne begann gegen 23:00 dann nämlich das Spielfeld für die Maifestspiele. Es wurden Steine geworfen, Glascontainer geöffnet und den Aufforderungen der Polizei eher nicht Folge geleistet.

Ab und an flüchtete dann mal einer der Randalierer in das Strassenfest, was die Polizei dann dazu veranlasste mal eben mit 50 gepanzerten Polizisten das Strassenfest zu besuchen um sich dann einige Minuten später wieder zurückzuziehen.

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Die Band spielt, während 50 behelmte, bewaffnete und gepanzerte Polizisten einen Randalierer auf das Myfest verfolgen und niemanden interessiert es wirklich. Irgendwie eine genauso bizarre Situation, wie die Demo am Nachmittag.

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Naja Steine wurden dann doch noch geschmissen und hinter der Bühne gab es einiges an Aufregung. Behelmte Pressemenschen suchten Fotos, Polizisten bewegten sich in Schildkrötenformation voran, das ganze Schlachtfeld wurde von riesigen Polizeischeinwerfern ausgeleuchtet und eine Menge Schaulustige beobachteten das Ganze. …Irgendwie hatte es etwas sehr inszeniertes.

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Ich blieb allerdings dann doch eher bei der Bühne bei der Musik und bei Strongbow Cider. Ein leckeres Zeug. Ab halb eins gab es nur noch DJ Musik und die Bühne wurde hastig abgebaut…. Gegen halb zwei, als zwei Grünbehelmte die Veranstaltung abbrachen war die Bühne fast weg. Vielleicht kein Rekord, aber doch nahe dran. Danach ging ich nach Hause.

Ob noch was passiert ist? Ich glaube nicht, denn die 32 !!! Polizeiwagen, die um den Oranienplatz herum standen und aus meinem Fester zu zählen waren, bewegten sich noch eine ganze Weile nicht von der Stelle.

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Fazit: die Core Tex Bühne war klasse, die Leute auch, es ist wenig passiert und Strongbow Cider schmeckt klasse.

Strassenfest Motzstraße und Nollendorfplatz

Eigentlich hatte ich an diesem Tag doppelten weiblichen Besuch, denen ich Abends Berlin zeigen wollte. Ein Strassenfest und zwei Partys standen auf dem Programm, aber die beiden verausgabten sich beim Shoppen auf dem Kudamm so sehr, dass es für die beiden nichts mehr wurde, also fuhr ich eben nur mit Sheila los. Die ist eh meine liebste Partybegleitung.

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Als erstes stand das Motzstraßenfest auf dem Plan, „das größte Lesbisch-Schwule Stadtfest nach dem CSD“ auf dem Plan. Soso, das kann irgendwie alles bedeuten…. Zum Beispiel das einzige Lesbisch-Schwule Stadtfest neben dem CSD oder eben ein wirklich großes. Zumindest das zweite stimmte. Das Motzstrassenfest ist ziemlich groß und ansonsten in etwa genau das Gleiche wie die Bunte Lange Reihe in Hamburg St. Georg.Viele typische Strassenfestbuden und jede Menge Szenetypischen Inhalte, Bühnen und Buden auf dem Fest. Das Ganze in einer Gegend, die mit Bars, Kneipen und Restaurants gespicht ist, an denen nahezu zu 100 % Regenbogenflaggen hängen. Traurig allerdings, dass dieses großartige Strassenfest nur bis 23 Uhr Musik und Bühnenshows spielen durfte. Dadürch bekamen wir weniger mit als wir wollten. Egal, ich bekam etwas zu Essen und wir kamen früh ins zur High Heels Party ins Goya.

Interessanter als das Motzstrassenfest war der Weg zum Motzstrassenfest. Der Eingang zum Strassenfest liegt an einer Strasse, die alle Anschein nach einen berliner Strassenstrich beheimatet (wieder eine Parrallele zu St.Georg). Da wir allerdings nicht allzu nahe parken konnten und die gesamte Strasse des Strassenstrichs entlanglaufen mussten, gerieten wir in den Fokus der dort cruisenden spannenden Jugendlichen. Nun waren wir nicht gerade nuttig, wenngleich doch leicht bekleidet und ernteten diverseste Hupkonzerte und Rufe aus Autos.

Tja Jungs. Das nächste Mal besser die Brillen aufsetzen, dann seht ihr vielleicht auch, dass ihr gerade zwo Transen zuhupt.. 😉