The Pleasures @ Sage Club

Underground Catwalk Aftershow Party

Tja, viel zu schnell war er beendet, der Underground Catwalk. Nicht nur gefühlt war er zu kurz, sondern scheinbar auch tsächlich nicht ganz so lang wie erwartet. Dass die letzten Models erst im Laufschritt angerannt kamen, als der Zug bereits an der Zielstation angehalten hatte, und die Gäste bereits zum Aussteigen gerufen wurden, bekräftigte Veranstalter Alexander v. Hessen mit folgendem Emailzitat.

In der Tat war die Fahrt 15 min früher beendet als geplant weil die BVG anscheinend die Zeit falsch berechnet hat, weswegen ich gestern auch ziemlich sauer war :-/

Ich habs gemerkt, und trotzdem war es klasse. Ebenso wie die Aftershowparty im Sage Club, den ich nach meinen beiden Kurzbesuchen bei Berlin Ink und im KitKat bereits binnen einer Woche zum dritten Mal besuchte.

Dieses Mal sagte der Sage Club mir mehr zu als beim KitKat Besuch. Sowohl die Leute, die sich aus Rockfans und den abgefahrenen Modeschau zusammensetzten als auch die Musik waren eindeutig mehr mein Fall.

zum einen spielten sie bestes aus Punk, Rock und Crossover, zum anderen spielten im zweiten Raum The Pleasures. Eine Band, die sich selbst als „The rebirth Of Glamrock!“ betitelt – und das ist sie. Ziemlich klasse und sehr abgerockt. Die fünf Jungs hatten etwa genausoviel Makeup auf den Gesichtern, wie fünf aufgedonnerte Drags. Die Pleasures sind irgendein Zwischenstück aus Alice Cooper, Sweety Glitter and the Sweethearts, The Ark und Kiss. Cool.

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Sehr erstaunt war ich im übrigen eben, als ich auf ihrem Myspace Profil las, dass sie aus Hamburg stammen. ….Hamburg? Da muss ich erst nach Berlin ziehen um eine coole Hamburger Band kennenzulernen? Ich bin entsetzt!

[youtube]http://youtube.com/watch?v=Eyr0DT0cE9g[/youtube]
Hamburg, wollt Ihr unsere Frau werden?
Dazu gesellten sich einige Mädels mit auf die Bühne, die offensichtlich schon vorher in anderen Klamotten durch die Berliner Ubahn gelaufen waren.

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nicht jede Gitarre ist hier echt

Diese kleckerten dann, nicht ganz unwichtig auf der Bühne mit Schlagsahne auf entblößten weiblichen und männlichen Oberkörpern herum. Es war also eine rockige, punkige, erotische, Atmosphäre. Also in etwa das, wass der KitKat gerne wäre.

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hier ist mehr echt.

Nur schien mir hier irgendwie alles originaler als im KitKat. Aber nicht nur auf der Bühne fanden sich Akteure des Underground Catwalk wieder, auch die Stangen des KitKat wurden genutzt. Wenn ich mich nicht ganz irre, hat diese Dame auf der Modeschau noch Energydrinks verteilt.

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Insgesamt war diese Party also den normalen Tagen im Sage Club vorzuziehen. Doch werde ich mich sicher bald mal wieder Donnerstags zu Rock at Sage begeben, erinnert mich das doch an beste Kaiserkeller oder Grünspantage in Hamburg.

Aprops nocheinmal Hamburg. In Berlin laufen Faker rum. Habe ich doch einen Menschen in einem St.Pauli Totenkopf Shirt gesehen, der gelangweilt beim Song 2 von Blur die Tanzfläche verliess. Nun weiss aber jeder echte St.Pauli-Fan, dass gelangweiltheit einfach fehl am Platze ist, wenn dieser Song gespielt wird, denn der geneigte St.Pauli Fan fängt an zu springen und huu huuuuuuu düdü düdüdüdüüüü huu huuuuuu zu singen, denn dann hat Sein Verein, der FC St.Pauli gerade ein Tor geschossen.

[youtube]http://youtube.com/watch?v=9JZLk7r5frY[/youtube]

Faker 😉

Aber als Sympathisant ist er mir trotzdem sympathischer als jeder andere Fussballclubzeichenträger.

Sweet Transvestite

So ca. 2 mal im Jahr tritt die wohl größte deutsche Glamrock Coverband „Sweety Glitter and the Sweethearts“ in Hamburg im Logo auf. Mit viel Schminke, Perücken, Platoeschuhen und ziemlich abgefahrener Kleidung treten sie auf und lassen die Götter des Rock’N’Roll auferstehen.

Wie üblich war das Logo mal wieder gut besetzt und die Stimmung war nach einigen Liedern mal wieder grandios. Früher hat mich das immer nur der Stimmung und der Show wegen interessiert, diesmal habe ich mir allerdings teilweise auch andere Fragen gestellt.

Auf den ersten Blick fiel mir auf, daß der Bassist eine ähnliche aber neue Perücke trug. …….neue Perücke? Aber das bedeutet ja, dass er bislang nur eine Perücke hatte.. und die anderen auch. Seit dem ich diese Band kenne (und das sind sicher 10-15 Jahre) tragen die Typen die gleichen Perücken. Der eine mit blauen Glitzerstreifen, ein anderer in gelber Farbe. Es schaut nicht so aus, als wären die jemals ausgewechselt worden.

Wie machen die das? Die gleiche Perücke über mehrere Jahre? Und das Ganze nach jedem Auftritt durchgeschwitzt. Das ist mir unverständlich, wie das funktionieren kann. Die müssen doch bereits seit Jahren vollkommen hin sein…

Naja, eine Freude machte mir diese Band. Sie spielten eine Zugabe, die sie seit vielen Jahren nicht mehr gespielt haben. Sweet Transvestite aus der Rocky Horror Picture Show. Früher spielte Sweety dieses auch noch in Korsett und Strapsen …ich weiß allerdings nicht in was für Schuhen, denn das ist bereits so lange her, dass es mich damals nicht die Bohne interessierte. Nun, jetzt, da er einige Jahre reifer ist, hat er dieses vollständig bekleidet gespielt, aber es war doch seeeehr großartig.
I’m just a Sweet Transvestite from Transexual, Transylvania.

hinter dem Bild versteckt sich übrigens ein 6:41 minütiges Video von Sweety Glitter.

Video von Sweet Transvestite

 

passende Beiträge:
Rocky Horror Picture Show Fortsetzung?

 

 

Irrenhouse Party

Irrenhouse
„¾Der Mensch ist permanent verrückt, und wenn er es merkt, landet er im Irrenhouse“¦““
© Elmar Kupke (*1942),

Ich muss gestehen, dass ich Herrn Kupke ein wenig Unrecht tue, wenn ich sein Zitat so abändere. Natürlich heißt es bei ihm „Irrenhaus“ nicht „Irrenhouse„. Fakt ist aber, dass mein Hackenschuss, der mir wohlbekannt ist, mich ins Irrenhouse gebracht hat.

Das Ganze hat eine kleine Vorgeschichte. Vor einiger Zeit zeigte mir Donna im Chat dieses Bild mit den Worten „Hammer oder?“ Ich nickte und bestätigte dieses auch per Chat. ich erfuhr, dass dieses die Irrenhouse-Party in Berlin sei und es noch mehr Bilder dort zu sehen gibt. Großartige Bilder großartiger Mädels. Ich war begeistert und wollte unbedingt auch dort einmal hin… Zufällig hatte ich dann am Montag ein Vorstellungsgespräch in Berlin und erfuhr, dass es wunderbar mit dieser Party zusammenfiel… Leider fand sich aber niemand, der mit mir dahinwollte und der Kommentar, dass es dort nur sehr wenig Transen gäbe und es ansonsten eine schwul/lesbische Party sei, ermutigte mich nicht gerade als Zoe dort hinzugehen.

Egal! Sagte ich mir, ich mache es trotzdem.

Zeitsprung bis zu Abend vor der Disco —>

Klein und unbedeutend
Ruhm ist vergänglich, aber unbedeutend sein ist für immer.
Glory is fleeting, but obscurity is forever.
Napoleon I. Bonaparte (1769 – 1821)
Als der Taxifahrer sich dann durchgefragt hatte und wir endlich den Geburtstagsclub erreicht hatten konnte ich ziemlich schnell feststellen, dass es wohl der richtige Club sei. Ich gab ihm seine 16 € !! und stöckelte in Richtung Club. Ein wenig rutschte mir mein Herz allerdings in die Magengegend. Mögen die Mädels da wirklich so gut aussehen, mag es wirklich gut sein und würde ich überhaupt reinkommen?Zumindest letztere Frage wurde mir gleich beantwortet als sie mich direkt an der Schlange vorbei rief und ohne Eintritt eintreten ließ. Vielen Dank dafür!Gästelisten sind egal. Cool ist es, ohne auf der Gästeliste zu stehen kostenlos in eine Disco zu kommen.Drinnen stellte ich fest, dass tatsächlich nur sehr wenige Transen dort waren. Diese waren allerdings alle extrem gut…
Siehe hier und hier und hier und hier und hier und… ach lassen wir das.Fest steht, dass die Mädels noch mehr durch ihre Attitüde, ihr Selbstverständnis als durch ihr Aussehen so viel ausstrahlten, dass ich mich ein wenig klein und unbedeutend fühlte.Wie sagte Annabelle über London? „Champions League“… Nun einige der Berliner Mädels können da locker mitspielen.
Ich nicht!
Aber man muss ja irgendwelche unerreichbare Ziele haben, gell.Zur Party selber gibt es garnicht so viel zu sagen. Es war eine wirklich gute Party, zwei Dancefloors. Einer mit House und etwas härterem House, ein zweiter mit gemischter aber sehr guter Musik. Verschiedene DJ’s und DJanes, nettes Publikum mit locker 85% XY-Chromosomen.Tanzen, trinken, Spaß haben, etwas mehr trinken und den Joint, der mir angeboten wurde nicht ausschlagen. Kurz für ein Foto mit einem mir unbekannten Kerl posieren und weitertanzen.Zwischendurch die Transenshow anschauen:Den Anfang machte Gastgeberin Nina Queer, die ein paar einleitende Worte an die, die sie lieben oder hassen richtete. In ihrem Morgenmantel erinnerte sie mich irgendwie an Sweety Glitter in seinem Morgenmantel, den er zum Anfang seiner Konzerte immer trägt… Der Unterschied ist nur, dass Sweety’s Platoes nicht ganz so hoch sind.Erster Act war Biggy van Blond, deren Leo-Outfit ziemlich cool war. Gefolgt wurde sie von Tresenschlfachkraft „Anna Bar„, die zu „She works hard 4 the money“ eine ganze Flasche Wodka über die Zuschauer schüttete. Eher der Trashteil des Abends, aber auch cool.Wiederum folgte Nina Queer, die den Laden und die Zuschauer mit Konfetti bedeckte. Sie hat es geschafft, dass durch den kleinen Flaschenhals in meinem Becks Lemon locker 10-12 Konfettistücke flogen und dort munter rumschwammen. Sie entledigte sich ihres Morgenmantels und später auch ihres kleinen roten Kleides und stolzierte zum Playback in einem Badeanzug mit einem riesigen grünen Sonnenschirm durch die Menge. Auch trashig aber ebenso glamourös.Das Highligt in meinen Augen war der Auftritt von Stella de Stroy, die ziemlich umwerfend aussah. Einige geschlagene Räder auf der Bühne später verlor sie dabei ihre Perücke, die von Konfetti und Wodka durchtränkt wohl nicht mehr nutzbar war….Gottverdamter Mist! Sie sah aber auch mit ihren eigenen kurzen Haaren immernoch großartig aus. grummel by the way. In Berlin hat Frau wohl einen extravaganten Nachnamen zu haben. Warum hab ich eigentlich keinen ordentlichen? Hmm mal überlegen. Achja, ich komme ja aus Hamburg. Understatement siegt hier – aber ändern könnte ich das beizeiten trotzdem. Mädels gebt mir Vorschläge.Apropos HamburgManchmal verteufel ich meine Hamburger Herkunft, die mich einfach nicht so kommunikativ sein lässt, wie irgendwelche Ruhrpottler oder so. Soll heißen, ich tanzte zwar viel, unterhielt mich aber kaum und knüpfte erst recht keine Kontakte.So in etwa war ich übrigens auf dieser Party

Auf jeden Fall ist die Party sehr gut. Daumen hoch!

Ich überlege übrigens tatsächlich, die 4 Jahre Irrenhouse-Party am 20.08. zu besuchen…

by the Way, die Zoe, die auf der Seite genannt ist, das bin nicht ich…