Bangaluu Club Berlin

Wow was für ein Club

Nachdem wir uns viel Sonne und noch mehr Ruhe gegönnt haben, machten wir uns auf den Weg in das Nachtleben. Es war Sonntag und im Bangaluu Club gibt es einen Sonntagsclub, der von 18:00 bis 1:00 geht und gut sein sollte. Genaugenommen wurde uns das Bangaluu als DER Club der Zeit beschrieben. Soetwas mussten wir natürlich ausprobieren und so waren standen wir gegen 22:00 an der Kasse. Hier mussten wir allerdings Eintritt zahlen.

Nun was solls, dafür wird einem im Bangaluu auch einiges geboten.

Der ganze Saal ist sehr edel, hat etwa die Länge und Breite einer kleinen Sporthalle und ist ganz in weiss gehalten. An beiden Seiten der Tanzfläche steigt ein Atrium empor, auf denen sich vortrefflich das tanzende Volk begutachten lässt. Und das hat es in sich. An der Decke hängen mindestens 50 Discokugeln unterschiedlichster Größen und generell ist alle relativ hell und gut ausgeeleuchtet. An der einen Seite der Tanzfläche ist erhoben der DJ-Pult, neben dem verschiedene Tänzer der Masse einheizen.

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Mein Kollege mag diese Disco nicht und meint, dort würde es zu sehr um das Schönheitsideal gehen – zumindest mit der zweiten Aussage hat er recht. Männer, Frauen, Drags, bis auf wenige Ausnahmen waren alle hier anwesenden wirklich gutaussehend. Massenweise Sixpacks an nackten männeroberkörpern.

Irgendwie setzt sich mir der Satz ins Gehirn:

Wenn ich doch noch mal Schwul werden sollt, dann suche ich mir hier einen aus.

Obwohl ich selber wohl diesem Schönheitsideal als Mann kaum genüge und so wohl kaum Erfolg hätte. Da bleibe ich doch lieber Transe und auch dort relativ aussergewöhnlich.

Aussergewöhnlich ist aber nicht nur der große Saal im Bangaluu sondern der ganze Club. Im Ersten Stock gibt es noch eine kleine, eher gewöhnliche Tanzfläche, aber der zweite Stock hat es in sich.

Hier findet sich eine riesige ebenfalls ganz in weiss gehaltene kuschelige Loungelandschaft mit riesigen Kissen. Hier kann man wirklich edel entspannen.

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Dass ein Schild dort Schuhe und bildlich erwähnt High Heels verbietet, haben wir allerdings erst mitbekommen, als wir gerade weiter auf unserer Tour durch den Club wollten.

Denn das Bangaluu hat noch eine Besonderheit zu bieten. Die wahrscheinlich stilvollste Damentoilette in der deutschen Discolandschaft. Sie hatte in etwa die Größe einer durchschnittlichen Wohnung in einem deutschen Studentenheim.

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Zwei Spiegel, ein großes Waschbecken, statt Papiertaschentücher kleine Einmalhandtücher, weiße Tapete, ein großer Schminktisch, sehr gute und einzigartige Beleuchtung, ein Wohnzimmerschrank und und und. Einfach klasse und ich wette, hier bleibt die durchschnittliche Besucherin mindestens die dreifache Zeit auf der Toilette.

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Der Club macht um Punkt ein Uhr morgens zu, wir gingen allerdings schon etwas eher, um noch etwas zu essen, bevor wir ins Cafe Moskau in den großartigen GMF-Club gehen wollten. Aber ich denke, hieer wird man uns wieder finden 🙂 Ein genialer Club.

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na, wenn da mal nicht Mataina durchs Bild huschte

After Aua im Kinzo Club

Kinzo After AuaVor dem Kinzo Club waren wir gelangweilt, danach euphorisiert.

Wir mussten einige Zeit den Eingang suchen, landeten fast erst in einer üblen Kneipe, bis uns ein Tursteher näher rief und meinte, dass wir wohl zu ihm wollen würde. In den Kinzo Club. Er hatte recht.

Das nennt man dann wohl Trash – und ich mag Trash. Das Kinzo ist ein kleiner dunkler, abgeranzter Laden und ich kenne einige Leute, die dort nur reingehen würden, um sofort rückwärts wieder hinauszugehen (ja, ich gebe zu, ich kenne solche Leute). In Hamburg vielleicht noch am ehesten mit dem Hafenklang. Man erkennt sofort, wenn man hier hereinkommt:

Hier muss eine Subkultur zu Hause sein.

Stimmt!, denn an diesem Abend luden :Gloria Viagra: und Barbie Breakout zur After Aua Party. Was soll man sagen, es war großartig und nicht so voll, wie beispielsweise :Nina Queer:s Irrenhouse Partys. Das machte sie auch angenehmer und witziger irgendwie.

Während wir der Show von Gloria Viagra und Barbie Breakout lauschten und die beiden mir mit „Krawall und Remmidemmi“ von Deichkind mir den Ohrwurm für die nächsten Tage ins Ohr setzten, erkannte Sheila in einem Typen, der dort ebenfalls rumhing Kitty Koks, die wir an vorigen Wochenende im Irrenhouse kennengelernt hatten.

Witzig – ich unterhielt mich eine genze Zeit mit ihm/ihr und stellte fest, dass sie ebenfalls ursprünglich aus Hamburg kommt und nach wie bei mir ja in Kürze geschehen wird, nach Berlin umgesiedelt ist.

Die Transen rotten sich in Berlin zusammen.

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Gloria Viagra und Barbie Breakout

Ansonsten hiess es tanzen, tanzen, tanzen, mit einigen Leutschen unterhalten und für Chrissi von Berlin4Fun einige Male nett in die Kamera lächeln ( btw Sheila hast Du die Photos bekommen? ).

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Barbie und Kitty

Wie klagte mir Kitty noch das Leid der nicht gredressten Transe? Es gäbe Personen auf der party, die sie im Irrenhouse noch angegraben hätten, und die ihn nun nicht einmal registrieren würden. So ist es eben und man muss es wissen. Auch die besten Bekannten erkennen einen auf einmal nicht mehr 😉

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wer auch immer das Mädel war, süß war sie – und sie konnte feiern.

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Sheila vor einigen unserer Cocktails

Übrigens muss es doch noch einen Minuspunkt für diesen Laden geben. Cocktails waren nicht ihre Stärke. Caipis, Moitos, oder Weisse Russen gab es überhauptnicht, stattdessen gab es den wirklich schlechtesten Mai Tai, den ich jemals trank. Irgendwie fehlten dort der Zuckersirup und der Mandelsirup (so schmeckte es zumindest) und er war sehr sauer.

Uns war das größtenteils egal, denn Sauer macht lustig, und lustig war dieser Abend auf alle Fälle :).

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Ein sehr entspannter Abend – und sehr cool
Der Soundtrack der After Aua Party war eindeutig Deichkind mit Krawall und Remmidemmi.

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Trash as Trash can !

Berlin Klappe die letzte

Klappe die letzte – zumindest ersteinmal.

Komisch irgendwie, ständig, wenn ich mit Sheila oder pricilla unterwegs bin bleiben wir sicher nicht nur in einem Club sondern ziehen von einem Club zum nächsten. Nachdem wir die Fülle des Irrenhouse hinter uns gelassen hatten, gings in Sheilas Mini weiter.

Pricilla wollte unbedingt einmal ins Berghain, einem der wohl angesagten Clubs in Berlin:

Die Zeit schreibt über das Berghain Der Türsteher, Eisenmann genannt, ist einer, vor dem wirklich alle Angst haben. Sieht aus wie ein stämmiger Hells Angel mit viel Stahl und Tätowierungen im Gesicht. Zwei Jungs haben, wie alle anderen, schon gut eine halbe Stunde in der Kälte gestanden. Als sie an der Tür angelangt sind, sagt der Türgott knapp: »Ihr beiden nicht.« Und zu den beiden dahinter: »Ihr auch nicht.« Man trollt sich ohne Widerworte.

Bei uns war der Türsteher freundlich verwirrt, denn wir versuchten wieder einmal an der langen Schlange vorbeizugehen und uns reinzumogeln. Soetwas hatte er wohl lange nicht mitbekommen und er entschuldigte sich fast bei Pricilla, dass er uns nicht reinlassen könne, da die dort wartenden ihn sonst lynchen würden. Nun zu warten hatten wir keine Lust und so zogen wir nur wenige Meter weiter ins Haus B.

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Dort ist es zwar weniger angesagt, aber doch immer mal wieder lustig. Und warten brauchten wir dort nicht. Wir tranken noch ein paar Cocktails oder Biere, wurden noch zu Bieren eingeladen, unterhielten uns mit einem Möchtegern??-Bruder von :Olivia Jones:, der uns Freikarten zu ihren Lesungen besorgen wollte. Natürlich klappte das nicht, aber ich fände auch viel wichtiger, dass die liebe Olivia endlich wieder eine Location in Hamburg für ihren Royal Chicken Club findet, denn der fehlt wirklich sehr in Hamburg.

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Gerade als wir gehen wollten geschah das Unerwartete. Der DJ spielte als letzte drei Lieder ein Mia Doppel und Rosenstolz und Sheila tanzte !!! Sie kann es wirklich – und sie tat es. Großartig. Mehr davon

Achja und mehr von Berlin bitte.

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Kieztanke, Glanz & Gloria sowie Hamburger Berg

Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht noch dran erinnern, Hamburg war in den Jahren 1810 bis 1814 eine französische Stadt, bis die Franzmänner Franzosen hochkantig rausgeworfen wurden.

Manchmal trauen sich aber immer noch einige Franznacken Franzosen nach Hamburg um nach dem Rechten zu sehen (oder vielleicht einen neuerlichen Einmarsch zu planen?). So war die letzten Tage mal wieder Laura im Lande bzw. in der Stadt. Dieses zur Anlass wolten wir nehmen, einmal loszuziehen. Der Kiez (Die Reeperbahn) ist Donnerstags bekanntlich gut gefüllt und ein netter Abend sollte somit fast garantiert sein.

Einige Mädels, die wir zum Mitkommen bewegen wollten, konnten entweder nicht, wollten entweder nicht, erreichten wir nicht oder konnten mangels Adresse und Telefonnummer nicht angesprochen werden. Nun denn, also ein Abend zu zweit. Ist ja auch etwas nettes.

Da Laura allerdings im gleichen Hotel wie ihre Kollegen nächtigte, wollte sie verständlicherweise nicht als Laura aus dem Hotel gehen, also kam sie zu mir und wir dressten uns eben bei mir. Wer schon einmal bei mir war, der weiß, dass mein Bad nichteinmal für eine Transe mit vollständiger Ausrüstung ausreicht, geschweigedenn für zwei von der Sorte. So dauerte das Styling dann auch relativ lange (soll heißen: noch länger als eh schon – und bekanntermaßen bin ich eine Schnecke, was das Styling angeht… Nur noch von Annabelle in Recklinghausen übertroffen – und gestern von Laura 🙂 ) Beim rein ins Bad, raus aus dem Bad, wieder rein ins Bad hat Laura sich übrigens nicht gerade leise verhalten *klack*klack*klack* (Also wenn mein Nachbar bei den gestrigen Stöckelgeräuschen keinen Verdacht geschöpft hat, dann ist er entweder fantasielos oder taub)

Das irgendwas an diesem Abend anders ist, hätte ich sofort merken müssen, als ich an der berühmt-berüchtigsten Kieztanke, der umsatzstärksten und wohl bekanntesten Tankstelle Deutschlands nicht in einer langen reihe stand, sondern meine Fischermans direkt an die Kasse tragen konnte.

Egal, eingesteckt und auf ins Glanz & Gloria, dem typischen Start eines Transen-Kiez-Abends auf St.Pauli. Dort beschwerten wir uns ersteinmal über die lausige Kälte auf der Reeperbahn und erhielten die Antwort, es könne vielelicht auch an unserer Kleidung liegen….

Genaugenommen war das garnicht so weit hergeholt, hatte mich Laura doch von einer langen Hose abbringen können und zu einem Jeansmini hinbewegen können, da man sonst „Ja meine neuen Stiefel nicht sähe. Recht hatte sie, also zeigen und frieren und (nicht über Gebühr, aber doch ein wenig) meckern. Wie heißt es noch so schön?

Wer schön sein will, muss leiden

Im Glanz & Gloria gab es an diesem Abend Hot-Cipirinha zum Vorzugspreis von 5,50 statt ausverschämter 9,00 € für einen kalten Caipi, heißes Wasser, Cachasa Limetten zusammen. sahr schmackhaft und vor allem warm. Gerade gut angewärmt um die nächste Station in Angriff zu nehmen. Auf zur Großen Freiheit zum Tanzen.

Auf dem Weg dorthin an der dort stehenden amen vom „ältesten Gewerbe der Welt“ vorbei, die im Übrigen in Ihren Skianzügen wohl weniger frierten als wir in unseren Minis. 🙂

In der großen Freiheit angekommen mussten wir feststellen, dass es extrem leer war. Alle drei Discos die wir überlegten zu betreten zeichneten sich durch eine große Leere aus. Wie ausgestorben. Die üblichen Verdächtigen (Schüler, Studenten und andere Nachtgeschöpfe) hatten wohl bereits Tags voraus die Nacht zum Tag gemacht und den großartigen Sieg des FC. St.Pauli gegen Werder lang und ausgiebig gefeiert. Wir beließen es also dabei nicht in eine Disco zu gehen und suchten lieber den Hamburger Berg auf.

Wie heißt es noch so schön im Liedtext von Aussenborder?

Hamburger Berg – Hier ist nachts der Teufel los

Heute war es aber nicht nur kalt in der Hölle sondern auch erstaunlich leer. Nicht einmal 20 Leute im Nachtasyl, als wir dort waren, kaum mehr Personen in Rosis Bar als wir dort waren und in all den anderen Kneipen und Bars war nicht mehr los. Komisch.

Nun denn haben wir und halt einfach nett unterhalten als Party zu machen. Spannend, nett und immer wieder gerne.

Was kann man noch sagen: Hamburgs Taxifahrer können nicht fotografieren – Falsche Nägel halten einfach nicht mit tatsächlich nur einem Tropfen Kleber, Laura – Betrunkene, die sich vor einem aufbauen und einen dann in einer Blitzaktion küssen, sind ganz schön komisch – Neue Stiefel sollte man an der Sohle anrauhen, bevor man auf Eis und Schnee geht.