Yma @ Friedrichstadtpalast

Yma Revue im Friedrichstadtpalast

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Einer der großen Vorteile, die man als Blogger mit einem bestimmten Thema so hat ist, dass man ab und an von seinem Blog auch profitieren kann, wenn man bereit ist, etwas in seinem Blog zu besprechen und so zögerte ich nicht allzulange, als ich gehört hatte, dass in Yma, der neuen Revue im Friedrichstadtpalast die weibliche Hauptrolle nicht von einer Frau, sondern von einem Mann gespielt wird… Obwohl weiblich, männlich, wenn juckt das schon.

Da Janka und Sheila ja diese neue Friedrichstadtpalastrevue bereits gesehen hatten und meine ehemalige Kollegin Andrea eh immer meckert, dass ich mit Ideen immer viel zu kurzfristig um die Ecke komme, und sie dann immer schon was anderes vorhat, lud ich sie eben dieses Mal ein. Wobei die Dame sich eigentlich nicht wundern dürfte, hat sie doch immerhin knapp anderthalb Jahre mit mir zusammengearbeitet und ist dabei meine gute Seele und mein Terminkalender gewesen 🙂

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Nundenn, wir trafen uns also vor dem Friedrichstadtpalast, und die Dame hinter der Kasse musste einige Zeit suchen, bis klar war, worunter die hinterlegte Karten nun zu finden seien. Zoe Delay?, der männliche Name oder einfach eine namenlose Karte unter einer bestimmten Nummer, und was hat nun genau der Name Zoe Delay mit dem Namen auf dem Ausweise zu tun??? Egal, ich konnte ihre Verwiirung aufklären und sie fand die beiden Karten, die uns übrigens eine hervorragende Sicht in Europas größter Schaubühne sicherte.

Überhaupt, der Friedrichstadtpalast vergleicht sich auch nicht mit irgendwelchen SChaubühnen sondern allerhöchstens mit den größten Revues in Las Vegas und so ist dann eben auch die Ausstattung, das Ensemble und die Produktionekosten. Satte acht Millionen hat die Etstehung von Yma gekostet – und es lohnt sich…

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Doch war ich mir da nun wahrlich nicht sicher, hatte ich doch einige Meinungen gelesen und gehört, die das nicht unbedingt als „gegeben“ vorhersagten. Doch ich muss sagen, es lohnte sich. Zwar habe ich in den letzten Jahren diverse Artisten gesehen, die an Seilen herausragenden leisteten und Artisten, deren Körperbeherrschung und Bauchmuskeln erstaunliches zu leisten instande waren, aber so in der Menge, Kompaktheit und solcher Choreographie, das war schon einzigartig – wobei ich zwar noch nie eine Las Vegas Revue gesehen habe, wie ich zugeben muss, aber doch schon den Cirque Du Solei…

Aber zurück zur Yma Revue. Neben den Artisten, den Tänzern und den Kulissen ist natürlich auch die eigentliche Show wichtig. Die besteht vor allem aus Yma, einer Dame jüngeren mittleren Alters, die dort über Lieben, leben und Beziehungen parliert und singt und sich offensichtlich in einer Welt bewegt, in der Geschlechtergrenzen egal sind. Dabei ist eigentlich völlig egal, ob Yma nun am Ende ein Mann oder eine Frau ist, denn den meisten Zuschauern dürfte das eh erst am Ende dem Abschlussapplaus und dem dort eingeblendeten Namen aufgefallen sein, oder nichteinmal da.

Insgesamt habe ich mich aber in einer ziemlich gaylastigen Revue gefühlt zumindest auf einer Gayparty.. Gwen Stefani, Lady Mamalade, Mia, Marianne Rosenberg, ich habe nur noch auf die Village People gewartet. Wobei ich dazu sagen muss, dass dieses absolut nicht despektierlich gemeint ist, sonder

mich einfach immer an Situationen aus meinem Berlin Leben erinnerte. Mein erster Besuch im Irrenhouse. ..Stella Destroy probte Get This Party started vor der Bühne auf dem Pop Floor. Mia, gespielt von Gloria Viagra bei meinem ersten Besuch des GMF noch im Cafe Moskau. etc. etc. schöne Erinnerungen. Gut gesungen. Überhaupt, nicht nur ich wunderte mich, wie Yma so echtweiblich klingen konnte. Respekt.

Die tatsächliche Geschichte trat dabei dann auch eher in den Hintergrund, einzig und alleine das Thema Lieben, Leben und Beziehung war ein roter Faden für Artistik, tolle Bühnennummern und gut gesungene Lieder. Dabei wurde dann schon eimal die Bühne zu einem großen Wasserbassain für das Friedrichstadtbalett, oder zu einem Podest für Stepptänzer, es Flogen Artisten aneinander oder an Seilen durch die Gegend oder durch verschiedene Trampoline durch die Luft. Erstaunlich und auf jeden Fall dein Eintrittspreis wert.

So forderte das – in Berlin doch eher zurückhaltende Publikum dann auch folgerichtig Zugaben und Da Capo. Also:

Yma im Friedrichstadtpalast: Eindeutig Empfehlenswert