Suchmaschinenoptimierung für Webdesigner

Berliner Drags und das Internet

Vor einigen tagen erhielt ich folgende Email:

Hallo Zoe,

Polla Disaster scheint keine Website zu haben“¦ Ich dachte, vielleicht hast du ihre E-Mail-Adresse.
Es geht um ein DJ-Booking“¦

mfg
aus dem DomAquarée
Timo

… soweit ist es also schon gekommen, dass meines oder Sheilas Blog als mögliche Quelle gelten, Berliner Drags zu erreichen, die ansonsten im Internet nicht vertreten sind.

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…natürlich hat Polla Disaster eine Webseite und zwar unter dem eigentlich eingänglichen Namen www.polladisaster.de. Das traurige ist nur, dass die gute leider einen total unfähigen Webmaster hat und so mit nie und nimmer gefunden werden kann. Ich habe die Anfrage natürlich weitergeleitet, mit dem Hinweis, an der Webseite etwas zu tun, da sie so eventuell viel mehr Geld kostet, als sie es eh tut.

monatliche Domainkosten + Kosten dadurch, dass sie niemand findet und somit viel weniger Buchungsanfragen entstehen als möglich wären.

Es ist erschreckend wer sich heutzutage alles „Webdesigner“ nennen darf und dass diese nicht zumindest über rudimentäre Suchmaschinenkenntnisse verfügen müssen.

die Website würde bei Google.de angezeigt, leider erst weiter hinten bei den Suchergebnissen.

Das ist richtig!
Das muss aber nicht sein. Gerade bei Suchbegriffen ohne wichtige Konkurrenz ist es wirklich leicht, einen Begriff vorne zu platzieren. Es gibt nur eine Polla Disaster und natürlich nur eine Seite, die sich originär mit Polla Disaster befasst. Solch eine Seite ist leicht unter den ersten 10 Plätzen zu platzieren und sollte eigentlich auf Platz 1 stehen.

Andere schaffen das ja auch…

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Das läge an Google, nicht an der Programmierung der Website! Google würde die Suchergebnissen nach einem bestimmten Schema auflisten und dabei die häufigst geklickten weiter vorne platzieren

Das ist leider falsch!
Natürlich liegt es an der Programmierung, genaugenommen liegt es fast vollständig an der Programmierung. Flash kann eine Suchmaschine eben nicht lesen und daher findet eine Suchmaschine ausser dem Seitentitel und einer Description keinen Inhalt auf der Seite. Schade eigentlich! So schaut die Seite zwar toll aus, Ein Suchmaschinenroboter verzweifelt allerdings daran.

Dazu ist es mitnichten so, dass die Frequenz, wie häufig eine Seite gesucht wird irgendetwas mit ihrem Ranking zu tun hätte. Es hat etwas mit Title-Tags, Meta Tags, Inhalten auf der seite, Verlinkung und 1367 anderen Dingen zu tun, mit der Zahl der Suchen allerdings nicht.

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Alle Bookingafragen seien ausserdem über Tefefon oder die Seite zustande gekommen oder, sie würde also gefunden.

Ja, sie wird gefunden, aber eben sehr sehr schlecht.

Studien zu folge suchen 85% aller Nutzer von Suchmaschinen nur die erste Seite ab und gehen. Hier findet man Polla Disaster nicht.

Die Leute, die sie finden, die wissen sicher, wo sie zu finden sind, über eine Suche ist sie ziemlich unauffindbar. Der Effekt ist der gleiche, als wenn sie die URL neben ihrem Klingelschild aufhängt. Wer sie dort findet hat sie bereits gefunden, wer sie allerdings sucht, darf etwa 3,4 Mio Klingelschilder absuchen. Das tut niemand.

Wer eine Djane sucht, wird dann vielleicht eher eine :Gloria Viagra: anfragen, die findet man zumindest. Und das soll sicher nicht Sinn der Sache sein

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Nichtsdestotrotz würde er sichIch werde mich aber nochmal mit Google in der Verbindung setzen.

Leider reicht es auch nicht aus, sich nochml mit Google in Verbindung zu setzen, denn dieses ist leider vollkommen sinnlos. Der Suchmaschinenroboter müsste überredet werden und der ist nur zufrieden, wenn die Seite ihm Inhalt bietet. Und das tut polladisaster.de derzeit leider nicht.

Andere können das komischerweise, wenn ich nämlich mal die Berliner Mädels durchschaue, die mir spontan einfallen, dann sehe ich viele erste Plätze zu eigenen Namen

Platz 1
Gloria Viagra, Nina Queer, Barbie Breakout, :Superzandy:, Sherry Vine, Ades Zabel, Melli Magic, Mataina Ah wie süß, Gina Tonic, Daphne Debaakel, Kora van Tastisch und nur fürs Protokoll natürlich auch Sheila Wolf und Zoe Delay.
Margot Schlönzke schafft immerhin noch Platz 4

garnicht auffindbar:
biggy van Blond, Stella Destroy, Christel Cokes, Polla Disaster, Sally Morell, Kitty Koks und und und….

Leer und Tot ist leider biggyvanblod.de

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Übrigens, nicht alle, die vorne stehen, tun gut daran, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, so findet man beispielsweise schwarzen Text auf schwarzem Grund, Texte im Noframe-Bereich oder anderes unsinniges bis Spambehaftetes auf den verschiedenen Seiten
Mädels, da müsst Ihr was tun.

…und wer sich jetzt fragt, warum Sheila und ich eigentlich überall auffindbar sind, wir leisten uns eine gute Webdesignerin (Sheila) und eine gute Suchmaschinenoptimiererin (mich) 😉

Den verschiedenen Webdesignern lege ich sehr stark die Geschichte:Der Suchmaschinen-Robot und der Webdesigner an Herz, da kann er was lernen 🙂

Edit: Nichteinmal zwei Wochen späte gab es eine HTML-Vorschaltseite, und einige andere Veränderungen wie beispielswiese einen Link von dieser Seite mit dem Titel „Polla Disaster“ und die Seite Stand zu ihrem Namen auf #1… Na also, es geht doch 🙂

Sex Jahre Irrenhouse

Wenn eine Startranse Geburtstag feiert, ist es klar, dass man ihr die Aufwartung macht und ihre Party besucht. Dieses Wochenende war es soweit. :Nina Queer: feierte „Sex Jahre Irrenhouse„. Nachdem sie doch vor zwei Jahren bereits vier jahre Irrenhouse, 5 Jahre Nina Queer gefeiert hat, muss sie nach Adam Riese jetzt sieben Jahre sein. ich glaube in der Schule dürfte das die zweite Klasse bedeuten und sie dürfte langsam die Bleistifte gegen Füllfederhalter tauschen.

Nina jedoch ist nicht zweite Klasse, sondern eindeutig erste Klasse und ihre Party ist es sowieso. An diesem Wochenende platzte das Irrenhouse mal wieder aus allen Nähten und die Makeupzersetzenden Temperaturen waren knapp unter dem Siedepunkt und die Transenshow sollte dieses mal die Temperaturen toppen.

Natürlich werden manche sagen.

Boh laaaangweilig, die Nummern wurden ja alle schonmal gebracht.

Ja, natürlich habt ihr recht, ich hatte Anfangs auch das gefühl, gerade ein Déjà-vu zu haben, dann musste ich aber feststellen, dass es eher ein best-of als langweiliges wiederholen war. (Natürlich hat da jeder so seine eigene Meinung)

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Begonnen hat Nina selber einem eigenen Liedgut. Hab ich doch bisher Ninas eigene Lieder als bestenfalls beliebig keinesfalls jedoch als Ohrwurm oder großartig beschrieben, so fand ich dieses Stück wirklich gut. Na siehste, Nina, geht doch. mehr davon bitte. …Dass Nina dieses Lied bereits auf der CSD Allee zum besten gegeben hat, konnte ich nicht wissen, denn da lag ich mit geschundenen Füßen im Bett. Dieses Mal waren die Füße allerdings okay und sie tanzten zu Ninas Performance.

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zu diesem zeitpunkt hatte ich noch kein gefühl, dass hier ein best of stattfindet, dieses begann damit, als Tatjana angesagt wurde. Tatjana hatte ich schon vorher auf der Party gesehen, es war also klar, dass sie auftreten würde. Allerdings kann man Tatjana auch kaum übersehen. Tatjana zu erkennen bedarf es nur einer kleinen Formel:

Je größer die Zuckerwatte auf dem kopf, desto eher Tatjana

Zumindest in Berlin nimmt es in Sachen Perückenumfang niemand mit Tatjana auf. Wenn die ausladende Perücke zudem noch pink ist, kann man sie kaum verfehlen. Nun Tatjana holte sich sofort einen Mitstreiter auf dei Bühne, den sie benötigte.. Vor zwei jahren schrieb ich:

Der Trashhöhepunkt war aber eindeutig Tatjana, die in ihrem Song „“Rache an Edi“ eine ebensolche nahm. Dieser Song war 50er-jahre style, jedoch von wilden Punkteilen durchsetzt, die sich auf häufige Wiederholung der Wörte „“Ich fick dich durch, ich fick Dich fick Dich,“ beschränkten. dabei wurde es einer Eduard Stoiber-Puppe nach allen Regeln der Kunst besorgt

Das Lied war ein anderes und die steuber-Puppe war der arme Kerl, den Tatjana auf die Bühne zerrte… obwohl er hatte Spaß dran. Ich hatte auch Spaß dran. Und wenn ich Spaß habe find ichs gut.

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Tatjana folgte Polla Disaster mit einer folkigen Gitrrenversion von Dancingqueen. Das war zwar nett, aber nicht berauschend und ich verlasse mich mal einfach auf Janka, die später meinte, Poll hat schon mal Dancingqueen gebracht.

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Deutlich besser wurde es danach wieder. Gummiboot und Dalia Lavi, ja genau, nichts neues… Wieder genau zwei Jahre her:

Absolutes Highlite war aber die Gastgeberin, die ersteinmal erklärte, dass Transen mit 5 geschlechtsreif sind und dann als Daliah Lavi „“Ein Schiff wir kommen“ zum Besten gab, als Mädchen von Piräus Nacht für Nacht am Hafen stand und sich dabei in einem Gummiboot durch die Menge tragen ließ Extrem Crazy.

Tja Nina steht eben nicht nur Nacht für Nacht am Hafen sondern lässt sich auch Jahr für Jahr per Gummiboot durch die Menge tragen. Ich sage mal so, es war vor zwei Jahren extrem crazy und es ist es zwei Jahre später wieder. Gerne jeder Jahr wieder.

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Danach wurde es feierlich, wenngleich nicht wirklich besinnlich, es weihnachtete sehr und ich denke, im August hab ich wirklich noch nie ein Weihnachtslied gehört. Nun Nina hatte Geburtstag und wenn sie sich weihnachten wünscht, dann ist eben Weihnachten, selbst wenn die Temperaturen im Geburtstagsklub tropisch waren. Nun, statt Melli und Mataina puschelten Tatjana und Stella DeStroy statt Dezember war August, aber das Lied gab es gerade neun Monate her.

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Es folgte das große Finale mit einer Konfettischlacht sondergleichen…. Obwohl wirklich sondergleichen? Nicht ganz. Zwei Jahre und einige Monate her, schrieb ich:

Wiederum folgte Nina Queer, die den Laden und die Zuschauer mit Konfetti bedeckte. Sie hat es geschafft, dass durch den kleinen Flaschenhals in meinem Becks Lemon locker 10-12

Nun, dieses Mal hatte ich kein Becks Lemon in der Hand, aber ich finde Konfetti noch jetzt in meiner Wohnung und das nur, weil ich mein Kleid auszog und das Zeug überall steckte. Vermutlich werde ich es noch finden, wenn ich ausziehe.

 

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Also, alles in allem „schon mal dagewesen“ aber immernoch sehr großartig. Ich meine, man hört ja auch oft lieber die Best of als die neueste Platte seiner Lieblingsband. Dieser Abend war ein best of.

Tja Nina,

Du bist wunderschön, und wir sind es auch.

 

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in diesem Sinne auf ein neues Jahr Irrenhouse.

Interview mit einer Transe

Ähm, öh, naja, ich hab es angekündigt und nun ist der erste Teil von dreien des Interviews von Jessica mit mir online. Nun weiss ich auch warum sie mit gerade mir startete.

Dein Blog war eines der ersten Seiten, die ich im INet zu meiner Anfangszeit gefunden habe.. Ich habe mich immer für dich gefreut und gebangt wenn du was erlebt hast. Vergleichbar mit dem Hauptdarsteller in einem Film.

….Hauptdarsteller meiner eigenen Soap-Opera 😉

Na egal, lest hier den ersten Teil, wenn Ihr Lust habt

Teil 1

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Edelfettwerk CSD Abschlussparty

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Großpartys sind immer irgendwie schwierig. Sie versprechen großen Spaß und Troubel und halten doch meist nicht, das was man sich davon verspricht. Das ist das Gleiche wie bei Silvesterpartys. Jeder will irgendetwas ganz besonderes machen, jeder will auf die größte und tollste Party, alle erwarten das unerwartete und sind dann doch jedes Mal wieder erwartet enttäuscht.

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So war es auch auf der Abschluss-Party, die doch eigentlich mit Frau Hoppe, DJ Djana, DJ Zoe, Ades Zabel und Biggy van Blond einiges versprach, aber all dass eben als Großparty mit ebensolchem Flair Ich könnte jetzt unken uns sagen „ich habs ja gewusst“ – und genau das tue ich natürlich hiermit. Ich könnte wetten, dass die Clubs United Party am Freitag die bessere Party gewesen ist. Zumindest war es die, auf die ich mehr Lust gehabt habe. Aber Schwamm drum, ich habe mich überzeugen lassen, dass der CSD wichtiger ist und wir eh erst früh am Morgen dort angekommen wären.

Zu dieser Party:
Ja, sie war wenig spannend, aber doch nicht ganz so übel, wie Sheila schrieb. Man muss aber natürlich einiges bedenken. Zum einen ist der CSD in Hamburg eben kleiner als der in Berlin, zum zweiten gibt es in hamburg eben nicht die Dragszene, wie in Berlin und dadurch komme ich zum dritten, denn während Janka und Sheila in Berlin eben jeden kennen und mit vielen Menschen während eines Abends tratschen und schnacken, kannten sie in Hamburg eben niemanden. Zwangsläufig wird einem da langweiliger und wenn dann die Musik nicht außergewöhnlich gut und die Stimmung nicht grandios ist, wird diese Party eher schlechter bewertet werden. Wenn man dann also auch noch enttäuscht ist und ein langes Gesicht von Berlin nach Hamburg zieht, reagieren die Leute natürlich auch noch weniger gespannt auf einen.

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Nicht missverstehen, ich will nicht sagen, dass dei Party gut war – das war sie nicht, aber ich hatte trotzdem meinen Spaß, da ich auch hier diverse Leute getroffen habe, die ich kannte.Dabei hab ich mal wieder gemerkt, wie schlecht ich Personen erkenne.
Ich erkannte eine Transe nicht, die ich bislang nur als Mann kannte und
Ich erkannte einen Mann nicht, den ich bislang nur als Transe kannte.

Da war doch Cell oder Marcell, den ich schon häufig getroffen habe, jedoch lange nicht mehr gesehen habe. Ich wusste immer, dass er irgendwann mal gedresst losziehen wollte, aber er war bislang wohl nicht bereit dafür. An diesem Abend war er da UND gedresst – und er sprach mich an.

Hätte er nicht irgendwann gesagt, wer er ist, würde ich heute noch raten – obwohl es bei seiner dunken Hautfarbe doch eigentlich auf der Hand liegt. Nun ich hatte ihn eben noch nie gedresst gesehen – aber ich muss zugeben, es sah klasse aus. Für das erste Mal Outdoor respekt.

Andersherum habe ich Chantalle nicht im Männermodus erkannt – zumindest erst auf dem zweiten Blick… Das Bild, das ich kannte, war blond. Schwarze Haare zählen nicht.

Wir hatten wieder unser Lieblingsthema. Nein Schatzi, mir waren die beiden Typen wirklich nicht aufgefallen, aus wenn sie vielleicht klasse aussahen – aber die beiden Mädels, die Du wiederum nicht bemerkt hast, die habe ich gesehen…. Wie gesagt, Feminin darf es sein – und das sind Männer eben nicht 😉 Meistens zumindest.

Irgendwann war ich amer mit meinen privatgesprächen durch und da ich in knapp 2/3 Monat Regenwetter. (3×7 Tage Regenwetter schaute, verzogen wir uns.

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Sheila und ich zogen dann noch weiter, fanden die Party, zu der wir noch wollten gegen kurz nach vier aber auch nur noch leer vor, machten noch ein Paar Fotos vor meinem Hafen und zogen nach hause. Dumm das alles.