Ghost – Nachricht von Sam

Heute war die Premiere des Musical „Ghost – Nachricht von Sam“ im Bluemax Theater in Berlin – und ich war da. Irgendwie hatte ich zufällig gleichzeitig ein Presseticket von Showslot UND ein Abundo Ticket.

Ehrlichgesagt hatte ich keine Ahnung, was mich so erwarten würde, denn ich habe den Film nie gesehen – Übernatürliche Dinge waren nie so wirklich mein Steckenpferd und das in eine Romanze gegossen? Hat mich nie gereizt, mir den Film anzusehen.

Aber es ist ein zweifacher Oscar Gewinner und ein Film, den noch 35 Jahre später Menschen lieben – also wer bin ich, ihn infrage zu stellen, also mal schauen, was Ghost so kann – ausserdem ist es bei Film-Musicals auch ganz gut, den dazugehörigen Film nicht – oder nicht so gut zu kennen. Bei Kinky Boots fehlten mir einzelne Passagen und einzelne Key-Phrases und ich musste das Musical mindestens zwei Mal sehen, um darüber hinwegzukommen

Und bei Cabaret habe ich erst neulich mitbekommen, dass der Fokus der Geschichte im Film ganz anders ist als beim Musical, dass ich liebe – vermutlich hätte ich es doof gefunden, wenn ich den Film vorher gekannt hätte und geliebt.

Nun denn Ghost ist beliebt und ich konnte ohne Film-Vorbelastungen ins Musical gehen.

Aber es bleibt leider auch beim Musical, dass Paranormale Dinge für mich seltsam bleiben und mich nicht wirklich fesseln, weil ich wohl einfach nicht dran glaube.


aber vorneweg zum Musical:

Unabhängig von einen seltsamen Inhalten, der geschichte für die der Musicalproducer nichts kann, wenn das der Film so hergibt, war Ghost ein tolles Musical.

Ich hatte mehrfach Gänsehaut, liebte Molly, hasste Karl, fand Oda May großartig und den U-Bahn-Geist toll.

Ich fand die Idee mit den sich bewegenden Kulissen super, mit denen schnell von einer Szene in die andere gesprungen werden konnte und ich fand es super, wie mit allen Darstellern Szenen mal eben umgebaut wurden, ohne dass es störte oder einen Bruch im Musical gab.

Die Leinwand im Bluemax Theater macht natürlich immer einiges her und die Lichteffekte waren auch super.

Achja und natürlich der Gesang: Vor allem Molly selber war toll.

Insofern: Ich kann das Musical empfehlen, zumindest, wenn man sich keine Gedanken um Geld und Konten oder andere Fragen der Gesamtgeschichte machen will 😉

Aber zur Geschichte:

Ein Junges Pärchen, Bänker und Künstlerin, die offenbar nicht sehr gut verkauft, kaufen sich eine 190m² Wohnung in Brooklyn in New York

….eine 190m² Wohnung als junges Paar? – in New York? – wo mindestens eine der beiden Personen nicht sonderlich viel zur Miete beitragen kann? – und wir reden über eine Zeit in der es Mobilephones und I-Pads gibt, also die geschichte spielt klar mindestens in den 2010er Jahren…

Ich sage mal: Auch wenn ich an paranormales glauben würde, DAS ist schon mal höchst unglaubwürdig.

Dass dann Tote irgendwie noch weiterleben, sogar mit Lebenden und Medien kommunizieren können und sogar Dinge bewegen können? Okay, von mir aus.

ich habe vor längerer Zeit mal in einer Firma gearbeitet, die Kartenlegen, Wahrsagen und sogar „Engelberatung“ am Telefon angeboten hat – und ich habe mich mal mit einer dieser „Engelberaterin“ unterhalten und war danach der Meinung – Okay, die blaubt, dass sie das kann, die Kundin ebenfalls – wenn beide daran glauben, wer bin ich, dann das infragezustellen?

Aber 190m² in New Yourk als junges pärchen, das ist dann doch etwas zu weit hergeholt.

und das war nicht das einzige seltsame:

Wo bekam Oda May so schnell (also sofort) einen Pass mit ihrem Foto unter dem Namen Rita Miller her, mit dem sie ein Bankkonto eröffnen und schliessen konnte und dabei 10 Millionen abheben. Da schaut man solch einen Ausweis vermutlich mal genauer an 😉

Ich habe mal zwischen 16 und 18 Jahren eine Bankausbildung gemacht und muss sagen, das ist eher seltsam – Fast so sehr wie das mit den 190m² in New York. Ich würde gerne wissen, wie das der Film erklärt…. Achja und warum konnte Molly in der letzten Szene Sam nun sehen und hören? Egal

achja, eigentlich wollte ich noch folgenden Satz schreiben, den ich dachte:

Da waren so viele billige graue Anzüge auf der Bühne wie bei einem Parteitreffen der Partei „Die Partei“ und so viele weisse Sneaker wie bei einem parteitreffen der Jungen Union

aber irgendwie passte das nirgends 😉

Aber nochmal zur Sicherheit:

Das Musical war toll. Geht da hin und vergesst für eine Weile die Crazy Welt um euch herum.

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