Kinky Boots – Admiralspalast

Nach der kleinen Amateurproduktion neulich, gastierte nun die große Produktion von Kinky Boots in Berlin im Admiralspalast.

Das Kinky Boots Filmplakat hängt nicht zufällig seit mindestens 16 Jahren an meiner Wand und so war mir wichtig nicht irgendwann zu kommen, sondern zur Premiere, denn – nun ja es ist eben Kinky Boots und nicht irgendein Musical, also komme ich natürlich – Lola zuliebe – in Drag.

Es ist wirklich erstaunlich: Obwohl ich „Kinky Boots“ seit Ewigkeiten kenne und Teile des Films mitsprechen kann, hatte ich bis vor Kurzem das Musical nie gesehen.

​Ich hatte allerdings natürlich nur Gutes gehört, und selbstverständlich musste ich hin. Da ich den Film aber so gut kenne und, wie gesagt, Textpassagen mitsprechen kann, fielen mir diverse Dinge auf, die anders sind, als ich es aus dem Film kenne. Seien es andere Aussagen oder ein geänderter Text – das hat mich zunächst verwirrt.

​Zumindest beim ersten Schauen, denn ich war tatsächlich an zwei Tagen hintereinander bei „Kinky Boots“. Schon vor langer Zeit war mir aufgefallen, dass es bei Arvato für die Vorpremiere möglicherweise Karten geben könnte, und ich habe mich auf die Warteliste setzen lassen. Aber als ich merkte, dass das eher nichts wird, und es dann auch noch ein Black-Friday-Super-Sonderangebot für die Premiere gab, war klar: Ab geht’s zur Premiere!

​Tatsächlich kam dann aber kurzfristig die Zusage für die Vorpremiere und na ja, dann musste ich es mir halt zwei Tage hintereinander angucken. Hehe! Das war auch gut so, denn am ersten Tag musste ich mich erst einmal ein bisschen mit den Unterschieden zum Film auseinandersetzen und war noch nicht sofort vollkommen überzeugt.

​Das änderte sich am zweiten Tag jedoch sehr. Ich brauche manchmal einfach etwas Zeit, um mich auf etwas Neues einzustellen, und am zweiten Tag konnte ich damit leben, dass nicht jeder Satz zu 100 % dem Filmtext entsprach. Über das Musical selbst gab es sowieso nichts auszusetzen: Die Stimmen waren großartig, die Kostüme toll und das Bühnenbild war natürlich ein ganz anderes als bei der kleinen Produktion neulich. Alles toll!

​Und ehrlich gesagt: Das Publikum am zweiten Tag zur Premiere war ein ganz anderes als bei der Vorpremiere. Die Leute sind viel mehr mitgegangen, es wurden teilweise Dinge reingerufen – es herrschte einfach eine andere Stimmung im Saal, und ich glaube, dadurch auch auf der Bühne. Manchmal ist das halt so.

​Nach dem zweiten Tag bin ich auf jeden Fall vollkommen überzeugt von „Kinky Boots“ und würde es mir irgendwann sogar noch ein drittes Mal anschauen. Zwar war ich zur Premiere da, aber ich war kein geladener Gast. Sheila war jedoch so nett, mir ein Bändchen für die Aftershow-Party zu besorgen, und so durfte ich neben den geladenen Gästen noch auf ein paar Getränke mit nach oben kommen und vor allem den tollen Darstellern meine Aufwartung machen.

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