Rio Reiser – Der Traum ist aus, aber…
Irgendwie habe ich Rio Reiser schon immer bewundert. Ich kann gar nicht so genau sagen, warum. Ich hatte immer schon irgendwie zwei Alben von ihm. Das Live-in-der-Seelenbinderhalle-Album habe ich mir später gekauft. Ich habe irgendwie eine Tonsteine/Scherben-Compilation von anderen Bands und hatte eigentlich auch nie wirklich viel mit ihm zu tun, aber irgendwie war da immer was.
Als ich dann nach Berlin zog und mich irgendwie knapp vielleicht 600 m vom Rauchhaus entfernt niedergelassen habe, wurde da mehr draus.
Ich bin tiefer in seine Musik eingestiegen, und sie bewegt was in mir.
Besonders natürlich auf dem Album „Der Traum ist aus“. Wohlwissend, dass es die letzten Tage der DDR waren, dass die Leute, die dort waren, sich immer noch Sorgen um sich machen mussten, und trotzdem bei „Der Traum ist aus“ eben so: „Aber dieses land ist es nicht.“ mitsingen, dass man Gänsehaut bekommt.
Nun kann ich ihn ja live nicht mehr sehen, und auch Jan Plewka ist mir noch nicht über den Weg gelaufen, aber nun gab es im Renaissance Theater in Berlin eine Nummer, der Traum ist aus, aber…
Tja, was soll ich sagen? Es war eben kein Rio-Reiser. Es war gut, aber nicht berauschend. Es war interessant, aber nicht bewegend.
Es war ein unterhaltsamer Abend, aber es war nicht mehr. Muss ich wohl doch noch auf Jan Plewka warten.






