Dreharbeiten am Brandenburger Tor


Ich bekomme ja alle Nase lang irgendwelche Anfragen von irgendwelchen Fernsehsendern und zumeist schicke ich sie mehr oder weniger ungelesen an irgendwen weiter oder in meinen SPAM-Ordner.

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Einmal war das anders. Eine Produktionsfirma fragte für ein RTL Kurzformat an, in dem sie eine graue Maus in einen Star verwandeln wollten – und sie hatten sich überlegt, das mal nicht von irgendeiner Beraterin sondern von einer Transe machen zu lassen…

Nun kann ich mich gerade mal so eben selber aufstylen, aber jemand anderes zu schminken – und dieses auch noch fürs Fernsehen – das getraue ich mich dann doch nicht, aber ich habe ja gute Freundinnen, die das alles können. Janka fürs Makeup, Sheila für die Accessoirs dachte ich mir und zu dritt wird das schon was. Gefragt, geantwortet und mehr oder weniger zugesagt. … Nun das ganze benötigte durchaus noch ein paar emails, bis alles klar war.

Wir sollten also ein „Transen stylen ein Mädel um“ Umstyling bei mir in der Wohnung drehen. Dafür musste diese ersteinmal klischeehaft aufgepimpt werden. Aber was tut man nicht alles. Gedreht sollte dann am letzten Samstag werden – für eine Einführung mussten wir dazu um 14:00 am Brandenburger Tor sein. Brandenburger Tor, na klasse, dann sehe ich das auch mal endlich. Ich selber hatte es es in 9 Monaten Berlin bisher noch irgendwie nicht geschafft. Nun also Samstag.

Sheila und Janka wollten mich abholen um zusammen dort hinzufahren und aufzutauchen 13:00, 13:30, 13;48 … Telefonbimmel und Janka am Apparat:

Die machen hier gerade alle Straßen am Frankfurter Tor dicht, kannst Du selber fahren?

Jo, no problem, aber schaffen werde ich es dann wohl nicht bis zum vereinbarten Termin… Na ich heisse ja nicht umsonst „Delay“. Zeigen wir doch mal, dass der Name hier Programm ist.

Ich sprang also in mein Auto und düste los – zumindest bis ich an die erste Strassensperre kam…. Okay okay, die scheinen also noch ein paar andere Strassen dichtzumachen. Also die Schleichwege zum Brandenburger Tor fahren. …Schleichwege, ja genau das traf es. schleichend kam ich nur voran. Das Tempo drosselte sich dann auf Schrttgeschwindigkeit, als ich an einer Ampel stand und zusehen musste, wie eine Kutsche vor mir einbog. Es dauerte wirklich eine Ewigkeit, bis ich endlich mal überholen konnte – und eine weitere Ewigkeit dauerte es, bis ich einen Parkplatz fand und endlich am Brandenburger Tor ankam. Natürlich erwartete ich, die letzte zu sein, aber Janka und Sheila hatten es auch noch nicht geschafft und liessen noch eine Weile auf sich warten. Das Kamerateam allerdings war trotz Kutschen und Strassensperren bereits da.

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Als wir dann endlich alle vollzählig waren konnte gedreht werden. Der Ton war am wichtigsten, denn ein LKW mit mächtigen Lautsprechern, der vorm Brandenburger Tor etwas unegal herumstand schickte sich an, diese Lautsprecher aufzudrehen und den Ton zu übertönen. Tat er aber glücklicherweise nicht und so konnten wir unsere Paar Worte in die Kamera sprechen.

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Drei Transen mit einem Kamerateam… Irgendwie muss das ein Ereignis sein, denn während wir gerade mal eben nicht vor der Kamera standen, standen wir CSD-Gleich der Passantenschar, die sich um uns gebildet hat für Fotos zur Verfügung – Ja tun wir doch gerne. Standbilder ohne Ton können wir eh viel besser als Bewegtbilder mit Ton…

 

Just in dem Moment als wir endlich fertig wurden, vernahmen wir Sprechchöre und es kamen eine Masse Menschen auf uns zu. Nein! Keine Fans, sondern eine Demonstration von Ex-Jugoslawen, Serben, Kosovo wasweissich Exilbewohnern, die für ihre Sache demonstrierend fast unseren Ton versaut hätten. Hamse aber nicht und wir konnten uns zweieinhalb Stunden entspannen – zumindest war das der Plan, hätten wir nicht noch das eine oder andere erledigen und einkaufen müssen.

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Ich stöckelte also durch die Demonstrationsgesellschaft durch zu meinem Auto um zu Janka zu fahren. Damit wir mit vereinten Kräften noch etwas in meine Wohnung schaffen und auch noch das Blush Plakat an meine Wand bringen könnten. Vorher mussten wir aber noch ein paar lebenswichtige Accessoires kaufen – achja und etwas essen mussten wir auch noch dringend.

Aber dazu komme ich morgen.

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