Idiotie und Gutmenschentum

oder auch

„wie man es schafft, auf einer Strecke von etwa 360 Kilometern einen Umweg von 400-500 Kilometern zu fahren.“

Petra feierte den ersten Geburtstag und lud mich ein. Da la Belle besseres 😉 zu tun hatte lag es natĂŒrlich an mir, die hamburger Transenfraktion wĂŒrdig zu vertreten und dort hin zu fahren um die Party aufzumischen. Das hĂ€tte ich ĂŒbrigens auch mit Annabelle, aber dann wĂ€re die Fahrt etwas anders verlaufen.

Wenn in dne Taschen wenig Geld und geplant viel Weg, dann bietet sich die Mitfahrzentrale an. Man nimmt ein Paar Leute mit und spart etwas Geld. Klug ist allerdings sich vorher mal gedanken zu machen, wo man hin fÀhrt.

Ich war ja vor nicht allzulanger Zeit auf der Party im Cafe Scandal in DĂŒsseldorf. Ich kann mich erinnern, dass wir dort aus Recklinghausen hingefahren sind und von dortaus nach Köln gefahren sind. Mir kam das damals beide nicht sonderlich viel vor, also dachte ich Recklinghausen ist nahe bei DĂŒsseldorf und dieses nahe bei Köln.

So gesehen dachte ich, es wĂ€re eine gute Idee, einen Mitfahrer bis nach Köln mitzunehmen. Ist ja nur ein paar Kilometer weiter. Denkste! Nun was soll ich machen, ich sagte es zu und konnte ihn so ja kaum irgenwo auf der Autobahn aussetzen. Also fuhr ich tatsĂ€chlich bis nach Köln. Von dort aus fragte ich mich bis DĂŒsseldorf durch, wo man mir beschrieb, wie es weiter geht. Irgendwann erreichte ich DĂŒsseldorf und fuhr weiter bis Leverkusen. (das erkannte ich am Stadion) Dort nahm ich die falsche Abfahrt und war wieder auf einer Autobahn, die sich komischerweise wieder Köln nĂ€herte. hmmmmm

Ich fuhr die erste Tankstelle an, um nach dem Weg zu fragen.

Ja, da fahren Sie diese Straße weiter bis kurz vor Köln auf die A1…

Kurz vor Köln? Ach Du schande. Nun eine Dame stand dort und trank ein Kaffe, wollte trampen und meinte, sie wisse, wie ich fahren mĂŒsse… Steigen Sie ein wehrte Dame. Und los ab nach Köln. Irgendwann kam dann die A1 und ich verließ mich drauf, daß ich auf der A1 richtig sei. Vielleicht so 50 Kilometer… Dann wollte ich sichergehen, dass ich richtig bin und fuhr eine Tankstelle an. Ich war natĂŒrlich falsch und musste in die gegengesetzte Richtung. (Das wĂ€re im ĂŒbrigen der richtige Zeitpunkt gewesen, mich der Mitfahrerin zu entledigen. Leider tat ich das nicht)

Irgendwann nach vielen Stunden sah ich dann das Leverkusener Stadion wieder und fuhr dieses mal richtig. Wir fuhren und irgendwann kam das Autobahnkreuz Recklinghausen.

So eigentlich bin ich jetzt fast da.

Allerdings hatte ich noch eine Beifahrerin an der Backe, die mich mehr als nur ein Bischen nervte. Wieder das problem, dass man weder kleine Hunde noch nervige Beifahrer einfach an der Autobahn aussetzt, also hieß es eine Tankstelle zu finden.

Auf dem Weg von Leverkusen nach Recklinghausen war doch eine Tankstelle. Okay, fahre ich sie da hin

…nein, die Tankstelle war nur auf dem Weg NACH Leverkusen und nicht dort weg….. Hmm als ich von DĂŒsseldorf kam, war dort keine Tankstelle, also mĂŒsste bald hinter Recklinghausen eine kommen…

Bisher dachte ich,
a) dass Tankstellen immer auf beiden Seiten wÀren
b) dass auf Autobahnen etwa alle 45 Kilometer eine Tankstelle wÀre.

ich drehte also und fuhr wieder nach Recklinghausen – und weiter zur nĂ€chsten Tankstelle, die – – – – nicht kam – – – – Irgendwann kurz vor Dortmund setzte ich die Dame dann tatsĂ€chlich aus. Genaugenommen sahte ich „Ich fahre noch 15 Kilometern und entweder sie haben GlĂŒck oder ich fahre eine Tankstelle in Recklinghausen an. Sie zog es vor auszusteigen.

Ich fuhr also wieder nach Recklinghausen (bis zum Autobahnkreuz) um dort nach dem dritten Tankvorgang an diesem Tag herauszufinden, dass ich meine Ausfahrt bereits mehrfach ĂŒberfahren habe und wieder zurĂŒck muss. Hilfe.

Ausfahrt Hillersheim (oder so) -> von dort aus fand ich alles großartig.

Ich fuhr um 10 Uhr Los und erreichte mein Ziel um 18:49 vollstÀndig bedient.

Die Anhalterin „Andrea Römer“ war supernervig. Machte auf große Journalistin, die schon alles erlebt hĂ€tte, und ĂŒberhaupt die grĂ¶ĂŸte ihrer Zunft wĂ€re. Eliteuni, Preise etc. Alles was ich fand, war ein mittelwertiger Artikel in der Berliner Zeitung. Viel heiße Luft. Und ich nehme an, diese heiße Luft war aiuch der Grund, warum „diese großartige Journalistin“ trampen mußte. Mein anderer Beifahrer war im ĂŒbrigen ziemlich cool.

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Cafe Scandal DĂŒsseldorf

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