Polla Disaster @ GMF

nach den beiden Stationen Wild White West und dem German Fetish Ball sollte der GMF Club die letzte Station an diesem Abend werden.

Aufgrund dieser vielen Stationen verpassten wir natürlich die show von Jenna & Ron. Schade eigentlich, denn die fand mich bei Stephan Raabs Bundesvision Song contest wirklich gut.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=h0-ZexWNE9I[/youtube]

Sind wir nicht ausserdem alle jung und willig, extravagant und chillig? Für mich ein heisser Anwärter auf die ersten Plätze. Leider irrte ich mich, wie so oft.

Auch wenn wir die beiden verpassten, wurde es eine heisse Party.

Mit heiss meine ich übrigens dieses Mal vollkommen im Sinne des Wortes. (Temperatur hoch)

Da der Montag Feiertag war, war es extrem gut gefüllt. Mancheiner würde ger sagen überfüllt. Viele tanzende Leute + warme Temperaturen draussen ergab einen Schmelztigel im Cafe Moskau. Uns blieb bei diesen Temperaturen nur, abers als Polla Disaster hinter den Turntabeln, die sich mittels Ventilator etwas kühle zukommen liess, nur der offene Innenhof des Cafe Moskau. …Der war allerdings zumeist ebensogut gefüllt, wie das gesamte Cafe Moskau.

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Also versuchten wir und such die massenweise Zunahme von Drinks mit viel Crushed Ice ein wenig abzukühlen. ..Ich weiss nicht mehr wann und schon garnicht warum, aber irgendwann begann Sheila damit, statt Caipi nur noch Prosecco auf Eis zu bestellen. Das hat zwar etwas weniger Alkohol, ist aber für den Kopf nicht besser. Ich glaube es gibt nichts schlimmeres als Prosecco auf Eis.

Die Ergebnisse dadurch waren vielfältig. Ein dicker Kopf am nächsten Morgen, eine jammernde SMS an Sheila, die meine Abstinenz in Zukunft besagte und, eindeutig am schlimmsten, eine reihe Fotos zweier besoffener Transen um sieben Uhr morgends vor dem Cafe Moskau. Diese Fotos sind allerdings von der Regierung beschlagnahmt worden und werden erst im Jahr 2088 oder an dem Tag, an dem bewiesen ist, dass Elvis lebt, der Öffentlichkeit freigegeben.

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Mit den beiden meinte ich leider Sheila und mich. Nicht aber die ganzen anderen Mädels, die dort an dem Abend zugegen waren. Da waren zum einen die beiden Frankfürter Drag Queens Babsi Heart und Jacki Powers, Kitty, Cecile, Kasper, Herr von Blond, Herr Zabel und sicher noch ein Paar mehr. Ein ganz schöner Aufmarsch, der sich später im Innenraum zusammenfand.

Dabei machte mir Kasper noch das großartige Angebot, Ihre Wohnung für die vier Monate zu übernehmen, die sie auf Ibiza verweilt. Da ich aber eine schöne wohnung fand, in die ich gleich richtig einziehen kann, musste ich dieses Angebot leider ausschlagen. Trotzdem vielen dank Kasper.

Apropos ausschlagen, in Zukunft wird auch mal ein Crushedicedrink ausgeschlagen und lieber eine Cola getrunken 😉

Valery Pearl – Hamburg

Stars und Sternchen I – Valery Pearl

Valery PearlSeit Olivia Jones statt Hamburg lieber Deutschland und die ganze Welt mit ihrem Dasein beglückt, hat sich Valery Pearl angeschickt, die ungekrönte aber uneingeschränkte Königin der Hamburger Gay-Szene zu werden.

Sie hat es eindeutig geschafft. Valery Pearl ist in Hamburg omnipräsent und allgegenwärtig.

Begonnen hat sie als kurzzeitige „Adoptivtochter“ von Olivia, auf dessen Parties sie einem größeren Kreis bekannter wurde. (vermutlich will davon heute niemand mehr etwas wissen). Sie wurde allerdings schnell flügge und fing an, mit der Pearls of the Night, ihre eigene Partyreihe auszurichten und hat dabei wirklich schnell gelernt, wie man richtig gut Parties veranstaltet.

Ihre Pearls of the Night wurde von Mal zu Mal voller, so dass die Prinzenbar schlussendlich aus allen Nähten platzte. Ähnlich wie Olivia und anders als die meisten Berliner Drag Queens sieht sich Valery hierbei eher als Host und eben nicht als DJane. Stattdessen umgibt sich hinnerk.jpgValery mit guten DJs wie Tom Shark oder Djana, die das beste aus der Welt des House auf die Plattenteller bringen.

Verdienter Lohn neben einem immer vollen Haus war der Goldene Hinnerk für die beste hamburgische Gayparty, den Valery 2006 auf der ebenfalls von ihr gehosteten Happening-Party entgegennehmen durfte.

Mittlerweile hat Valery Pearl mit der Valery Pearls Of The Night Extended mit den Berliner DJs Maringo und :Superzandy: das gut gefüllte Docks gerockt. Ich schätze nur zum ersten Mal und nicht zum letzten Mal, denn wie gesagt, die Prinzenbar platzt gerne bei ihr aus allen Nähten. Das Docks ist sicher eine Möglichkeit, die volleren Partys nach der typischen Sommerflaute abzufangen.
Neben ihren Parties – oder viel eher gerade durch ihre Parties wurde Valery Pearl neben so klanghaften Namen wie Tatjana Taft und Lilo Wanders zum Ehrenmitglied und Ordensdame des Hauses Notre Dame Sainte Diana zur Freien und Hansestadt Hamburg, dem hamburgischen Mutterhauses dder Schwestern der Perpetuellen Indulgenz.

Valerys liebster Satz ist:

Was die Hilton kann, das kann ich auch

Zumeist folgt dann ein tiefer Schluck aus der Pearl Secco Dose, einem Dosen-Sekt. Welcher zusammenhang allerdings zwischen Valery und der Pearl-Secco Dynastie besteht, weiss ich nicht. Aber ich wette, es gibt einen. Nur was war früher da? Secco Pearl oder Valery Pearl. Es scheint das Henne/Ei Problem zu sein und nur Valery wird es mit ihrer eingängigen Stimme, die doch sehr an Verona Poth erinnert, beantworten können.

Ansonsten ist Valery Pearl das Aushängeschild von Out in Hamburg, wo sie eine monatliche Kolumne sowie eine In & Out Rubrik beisteuert. Dazu findet man sie in regionalen Radio, Zeitungen und Fernsehsendungen. Wie gesagt, innerhalb der Gayszene und mittlerweile auch ausserhalb gibt es nur wenig Chancen Valery zu entgehen.

Sie hat es wirklich geschaffft, in Hamburg omnipräsent zu werden.

Wie deutsche Touristen im Ausland

GMF Club im Mandarin Kasino auf der Reeperbahn

Mandarin Kasino

Barbie BreakoutVor vielen Jahren war der Mojo Club mit seinem Mix aus Soul und Dancefloor Jazz eine der Größen in der Hamburger Clublandschaft. Durch die eigenwillige Musikmelange war es ausserdem eine Insel in der Hamburger Clublandschaft, die immerhin 13 Jahre bestand. (und das kann wohl kaum ein Club von sich behaupten)

Nach dieser langen Zeit, schloss der Mojo Club, denn das Bowling-Center, in dem er untergebracht war (auch bekannt als hässlicher seit vielen Jahren leerstehender Betonklotz am Eingang der Reeperbahn) sollte nach jahrelangem Hin und Her endlich abgerissen werden. Das war im April 2003 – also vor knapp vier Jahren.
Der hässliche Betonklotz steht noch immer und es werden darin seit einiger zeit wieder Parties gefeiert. Das ganze heisst nun zwar nicht mehr Mojo Club sondern Mandarin Kasino, aber generell wird hier noch etwas andere Musik gespielt und es werden andere Parties gefeiert, als anderswo.

Am letzten Mittwoch kam hier dann der berliner GMF Club unter, der einmal im Jahr aushäusig in Hamburg weilt. Mit 4 DJs (Maringo, Zoe, Barbie Breakout und Melli Magic), mindestens zwei Reisebussen und vielen Autos fielen daher die Berliner in Hamburg ein – und sie benahmen sich wie Touris im Ausland. Man erzählte mir, dass bereits im Bus ordentlich gebechert wurde.

melli-magic.jpgAls ich ankam musste ich verwundert feststellen, dass auch der GMF Club in Hamburg andere Spielregeln hat, als in Berlin. Eintritt und Schlange stehen – im GMF Berlin undenkbar – beim GMF in Hamburg leider Standard. (Kalt wars)

Es war aber viel besser besucht als ich erwartet habe. Hab ich doch auf den einschlägigen Parties in Hamburg nicht einen GMF-Flyer gesehen – und fast ein leeres Mandarin Kasino erwartet. Es hat sich jedoch rumgesprochen und zusammen mit den Berlinern war es wirklich voll.

Voll waren auch eine ganze Menge Personen, bereits um halb eins waren beipielsweise der Wasserspülkasten ab-getreten und alle Ledersofas und Ledersessel be-treten. Generell wurde die Location ziemlich runtergewohnt.

Schon beim ersten Umschauen kam mir Tatjana mit den Worten. „Hallo, heute sind ja alle da“ Nun alle nicht, aber doch eine ganze Reihe. Wie schon gesagt haben Barbie Breakout und Melli Magic aufgelegt, Tatjana war da, :Gloria Viagra:, Polla Disaster und zwei Mädels, die ich nicht kannte. Für Hamburg ist solch eine Ansammlung von Drags schon enorm und sicher nur vom CSD geschlagen. Hamburger Mädels habe ich leider nicht gesehen.

Nicht einmal :Valery Pearl:… Die gute Valery hat die Party zwar besucht, allerdings als Mann. Während ich sie natürlich nicht direkt erkannte, erkannte sie mich und sprach mich an.

„ich soll sie von Miss Pearl grüßen“
„wo ist sie denn?“
…genau geschaut
„Valery!!“

zoe_.jpgMensch Mensch Valery, hier bist Du doch die Königin. Als oberste Hamburger Drag solltest Du doch Deine Stadt nicht kampflos den berlinerinnen überlassen, sondern Flagge zeigen.

Tat sie aber nicht, stattdessen bleute sie mir ein, dass ich mich gefälligst monatlich zu Ihrer Pearls of the Night Party nach Hamburg zu begeben habe, wenn ich denn in Berlin wohne 😉 Mal sehen… Ich werde mit Sicherheit ab und an vorbeikommen um mal nach dem Rechten zu sehen.

Die Show von Barbie Breakout und Melli Magic an diesem Abend war einigermaßen beliebig und stiess irgendwie auf wenig Beachtung des Publikums. Nachdem ich doch mittlerweile die ein oder andere Show gesehen habe, muss ich zugeben, sie war okay, aber nicht berauschend. Obwohl Mellis Performance von Whitney Houston in Ihrer Zeit, als diese noch kein (oder zumindest nicht so schlimm wie heute) Drogenwrack war, war eigentlich ganz okay.

Apropos Drogen: Traurig, dass es immer wieder zu polladisaster.jpgDrogenopfern kommen muss, die sich nicht im Griff haben. So auch im Mandarin Kasino als Barbie kurz mit dem Mikro verkündete, dass Drogen wohl kein Berliner Problem seien, dass dort zwei Frauen lägen und die Security doch bitte diese beiden Drogenwracks entsorgen solle. Nicht dass es sie wirklich interessieren würde, aber es würde eben besser aussehen, wenn sie im Nachhinein gesagt würde, es hätte sie interessiert… Nicht nett – aber eben ehrlich.

Besser als die Show war die Party selber. Da sich je alle wie im Urlaub fühlten, kaum noch einer fahren durfte oder musste, und man ja im Urlaub gerne die Sau rauslässt, wurde ordentlich gefeiert.

Im großen Raum einigermaßen normal unter der Musik von Zoe (von der ich im Übrigen nochmal irgendwann ein Foto mit mir machen muss), im kleinen Raum dagegen deutlich ausgelassener zu den üblich verdächtigen Diven. Ich glaube ka.jpgirgendwann wurden drei Madonna-Titel in Folge gespielt (oder einfach ein langer Remix??).

Egal im Zuge der Party haben sich eigentlich fast immer irgendwelche Transen auf der Theke befunden. Ob nun der Show halber mit Ventilator dem fliegenden Haar zuliebe oder doch nur mit einem ordinären Bier ist dabei selbstverständlich egal gewesen. Es kam wie immer eigentlich nur darauf an, gesehen zu werden.

Ich habs gesehen, und der Rest der feiernden Meute auch.

Kennt jemand den Kerl rechts auf dem Bild? Ich gebe einen Tip. Am Lachen ist er zu erkennen. Mehr noch als durch das Tattoo, weniger allerdings als durch die Verona Poth Stimme 😉 die man auf dem Bild nicht hören kann…

val.jpg

Ansonsten gab es die übliche Fotografiererei, aus der ich mich dieses Mal ziemlich rausgehalten habe. es gibt nur ein Bild von mir, und auch das nur, weil ich darum gebeten wurde.

zoeui.jpg

Insgesamt war die Party okay, aber ganz schön seltsam. Anders als Berliner Parties und anders als Hamburger Parties – aber komischerweise weder so, noch so, noch dazwischen.

Transvestiten Vorher – Nachher

jen2.jpg[Name] ungeschminkt

Immer wieder sehe ich in meinen Statistiken Suchergebnisse wie Transvestiten vorher – nachher oder die Frage nach irgendeiner Dragqueen ungeschminkt. Darau schliesse ich, dass es doch ein gewisses allgemeines Interesse gibt, herauszufinden, wie die Geschöpfe der Nacht tagsüber so aussehen.

Eines verspreche ich Euch: anders sehen sie aus.

Ich habe bisher noch keine Drag oder Transe gesehen, die als Mann auch nur ansatzweise an ihre weibliche Person herangereicht hätte. Zumeist sehen die Damen als Männer vergleichsweise langweilig – oft gar unscheinbar aus. Auswuchernde Geheimratsecken oder schlechte Haut sind nur zwei der Probleme, die eine Transe nicht hat. Man wundert sich immer wieder, was volle Haare und eine ganze Menge Makeup so aus einer Person zabubern können. Nicht nur ich habe mir schon anhören müssen, dass ich als Zoe besser aussehen würde als als Mann.
Insgesamt kann man aber als Regel aufstellen, dass eine wirklich gutaussehende Transe meist auch einen ganz passablen Mann abgibt. und ein wirklich schlimm aussehender Mann auch als Transe kein Milliondollar-Babe wird.

Warum ich eigentlich diesen Beitrag schreibe ist der Umstand, dass die Suchenden bislang bei mir nicht fanden, wonach sie suchten, denn es gibt von mir keine Vorher – Nachher Bilder – und generell nur wenige im Netz…

Jetzt bin ich aber neulich über meine Myspace-seite auf ein Mädel aufmerksam geworden, die mehrere dieser Vorher – Nachher Serien auf ihrer Seite zeigt.

Jen erlaubt mir ausserdem, eine davon in meinem Blog zu zeigen… Also, wenn ihr mal die Umwandlung eines Transvestiten sehen möchtet. Hier ist die richtige Serie für Euch. Die drei Bilder unten stellen den selben Mann da, der sich rechts des Textes befindet. Und ich finde Jen ziemlich gutaussehend..

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