Archiv der Kategorie: partys & unternehmungen

Gaywiesn Berlin

Da trägt man mal ein Dirndl und schon kommen Nachrichten.

Sonja aus Hamburg: hast Du Lust, Montag mit zur Gaywiesn zu kommen, ich habe mir gerade ein Dirndl gekauft

kurze Zeit Später:

Mataina: ich hab heute einen eigenen Tisch bei den GAYWIESN und kann dich+ 2 auf die Gästeliste setzen. Let me know!

Was soll man da sagen: Na klar, gerne.

Insofern habe ich Montag noch einmal in mein neues Dirndl geschmissen und bin mit Sonja zur Gaywiesn gefahren

War garnicht so einfach zu finden, hinter dem Bretterzaun am Ostbahnhof aber angekommen findet sich eine Bretterbude in ordentlicher Größe um gut gefüllt und stimmungsvoll zu sein.

Die Band ist nun keine klassische Oktoberfestband sondern ein Pianist und ein Sänger, der aber die typischen Partysongs singt und somit für eine gute Stimmung sorgt.

Für den Rest der Stimmung sorgt Mataina, die ich wirklich lange nicht gesehen habe – wie auch Bork selber – aber schönbeide wieder gesehen zu haben.

Was soll ich sagen: Stimmung gut, Haxe kross und groß und gut, und Radler natürlich auch groß und gut. Dazu Musik, die ich in jedem anderen Setting verabscheut hätte, an diesem Abend aber auf den Bänken getanzt habe.

War ein guter Abend – nur der Typ, der mich mit Chantal verwechselt hat, der hätte nicht sein müssen

Garbicz Festival

Ich hatte zwar seit drei Jahren Karten für das diesjährige Fusion Festival, aber aus unterschiedlichem Grund wurde nichts aus dem diesjährigen Besuch der Fusion – leider.

Dann kam Eve allerdings mit der Idee um die Ecke, das Garbicz Festival in Polen zu besuchen. Sie sei da gebucht und würde mit einigen Freunden fahren, die ebenfalls dort als Performer auftreten würden.

Okay, ich bin dabei, gerne – vor allem als Eve auch noch freien Eintritt im Gegenzug zur Beteiligung an ihrer Performance – selbstverständlich in Drag -rausschlagen konnte. SUPER ! Ab also eve ins (neue) Auto gepackt und ab nach Polen

…eigentlich war Eves Performance ein Hahnenfight mit Hahn-Maske und Kostüm…. Dummerweise sagten beide Freunde während unserer Hinfahrt ab und so fuhren wir alleine. Mir passte das Kostüm nicht, also musste eine andere Idee her – und aus dem Hahnenfight wurde ein Pillow-fight ebenfalls mit Masken aber mit fliegenden Federn und irgendwelchen Gästen, die mitmachen.

für uns bedeutete das ein langer Umweg um zum nächsten Dänischen Bettenlager zu fahren um dort acht Kissen mit Daunen zu kaufen und Eves Honorar in Kissen anzulegen. – und polnisches Essen zu futtern

Angekommen lief eigentlich alles falsch. Das Auto konnten wir nicht beim Crew Parkplatz abstellen, sondern extrem weit weg vom Festival Gelände. Es war suuuper Heiss und wir schleppten und zogen gefühlte Tonnen von Ausrüstung zum Festivalgelände.

Burt Reynolds – der coolste Rave Stick

um dann auf dem Gelände vor Eingang zur „Wardrobe“ geschickt zu werden und von der „Wardrobe“ zum Eingang und so weiter – bei gefühlten 40 Grad und durch tiefen Sand.

Eve war soooooo kurz davor aufzugeben und nach Hause zu fahren, als sich dann endlich jemand meldete, uns am Eingang abholte, und mit heftigem Guarana Zeug aufpebbelte und uns zurück zur „Wardrobe“ fuhr.

Dort erwartete uns ein Backstage Bereich mit Platz für ein Zelt unter Bäumen, eigener Dusche, eigenem Wasserhahn und vor allem zwei Biotoiletten. Auf einem Festival das absolute Paradies.

So schnell kommt man von absolut mies drauf auf, auf gut drauf.

Schnell das Zelt aufgebaut und mal geschaut, was das Garbicz Festival so bietet.

Schätzungsweise acht Bühnen, super Idyllisch in einem Waldgebiet an einem tollen See gelegen – in dem Nacktbaden verboten sei, da wohl in Vorjahren auf der anderen Seite des Sees Bilder gemacht wurden und sich danach beschwert.

Ja, cool. das Garbicz Festival macht spaß – vor allem natürlich, wenn das Wetter so grandios ist, wie die gesamte Festivalzeit.

Schon beim ersten Blick fiel uns aber auf, dass das wahnsinnig viele wahnsinnig junge, wahnsinnig schöne Menschen rumliefen, gegen die wir nur mit Style gegenstinken konnten, also aufgehübscht und los ins Getümmel

Das mit den jungen schönen Menschen hatte sich dann übrigens schon Samstag erledigt, da waren die Menschen vor allem nur noch jung, aber nicht mehr ganz so schön, und wir hatten noch immer Style.

Seltsames passierte dann allerdings Samstag Nacht als uns auf einmal auffiel, dass all die jungen – ehemals schönen – Menschen fast alle verschwunden waren – und die älteren Feierbiester auf einmal in der Mehrzahl waren – wir gehörten dazu – und einige Menschen, mit denen wir unterwegs waren.

Doch vorher war noch Pillowfight angesagt, wir gigen mit vier Kissen an die Seite des größten Dance floors und suchten nach Gegnern für Eve.

Ja, das rechts ist Eve

Das war zuerst gar nicht so einfach, denn niemand wollte so richtig Gegner spielen für uns komische Gestalten – als ich die erste Person überredet hatte, fanden sich aber ganz fix Gegner, die richtig Lust hatten – also so richtig – und mit viel Elan auf Eve einprügelten – und sie zurück, so dass die Federn nur so flogen.

Interessant war dann allerdings die eine die mit uns schimpfte, wie schlimm das mit den Federn wäre – Naturschutzgebiet und so, aber vor allem, da es Allergiker gegen Federn geben würde, und sie einer sei.

Das erzählte sie uns dann allerdings lang und breit inmitten der Federn, statt ein paar Meter weiter zu gehen und sich aus dem Federberg zu entfernen.

Eve und ihre GegnerInnen sowie viele Zuschauer und auch ich hatten allerdings richtig viel Spaß

Ansonsten waren wir Donnerstag bis spät Samstag Nacht auf dem Festivalgelände unterwegs und rissen, liefen und tanzten laut Schrittzähler so 30-35.000 Schritte pro Tag ab.

Wie ich auf die kurzfristige Idee kam, das mit Wedges zu tun, kann ich nicht sagen, aber doch, dass sich das nur wenige Meter änderte. Festival bedeutet Sneakers

Eine andere Performance war eine Tür – und ein e Türsteherin.

Die Tür stand inmitten auf dem Platz und links und rechts konnte man hervorragend vorbeigehen – nur durch kam man nur, wenn man die Türsteherin überzeugte.

Ich überzeugte sie und kam rein, Eve musste leider draussen bleiben.

erstaunlicherweise gab es richtig viele Menschen, die durch diese Tür wollten – und es bildete sich eine ganz schön lange Schlange…

Interessanterweise waren aber die Bühnen bei denen die Super-Mega DJs auflegten die langweiligsten für uns, und wir zogen dann lieber zu anderen, zum Beispiel zu der Bühne, wo ein großartiges Acid-House Set aufgelegt wurde, das uns viel mehr begeisterte.

wir hatten Spaß

Sehr cool war auch die einzige Bühne, die eben nicht Elektronische Musik spielte, sondern Indie, deutsches, Punk Zeug. I love it

Am Samstag war dann noch eine Gemeinschafts-Performance angesagt, wir und viele anderen Performer als Geister verkleidet. Monika links neben Eve war dann mehr so der Geist der Jacky Onassis mit ihrer großen Sonnenbrille.

ich war dann mehr ein normaler Geist

Nachdem wir Samstag nacht richtig eskaliert sind, waren wir dann am Sonntag echt durch und versackten gefühlte Stunden am Lagerfeuer und waren dann wirklich früh im Bett.

Tjaaaa, das war unsere Toilette. Sägespänen Plumpsklo

Und seht ihr diese kleine Spalte vorne – das passt richtig gefallen genau ein Handy durch – woher ich das weiss?

Nun ja, mein Handy halt.

Ohweh

Glücklicherweise zeigte sich, dass unter der Klobrille ein Zylinder eingebaut war und dan handy ausserhalb dieses Zylinders lag.

wir brauchten dann einen Akkubohrer, um die Hölzer abzuschrauben – aber alles ist gut gegangen ….puuuh

coole Spiegelbox

Die Hippies haben ohne Flachs 5 Stunden lang auf der Bühne bei unserem Bereich gesungen. irgendein Singing Ashram

Es war am tag so heiss, dass ich – als ich nochmal zum Auto lief, mich erstmal ne halbe stunde ins klimatisierte Auto setze und etwas schlief.

Nach dem Festival hatte ich zwar eine Erkältung von heissem Tag zu kalter Nacht und aufgrund des ganzen Sandes noch knapp zwei Tage Husten, aber Garbicz war ein großer Spaß.

gerne wieder.

CSD Berlin 2022

Eigentlich hatte ich nicht vor, dieses Jahr nicht zum traditionellen kommerziellen CSD Berlin zu gehen – da eigentlich langweilig und auch niemand da zum mitkommen war.

Dann kam aber eine Mail von einem Freund, ob ich nicht Lust hätte, auf den CSD Truck der Firma, bei der er arbeitet, zu kommen – da kann ich ja kaum nein sagen – selbst wenn er selber nicht kommen würde.

Also gehe ich eben doch auf den berliner CSD

Ich sollte gegen 11:30 beim Truck sein – Leider allerdings machte ich meinem (Nach)-Namen alle Ehre und verspätete mich eine ganze Weile – und zwar so spät, dass die Gästeliste bereits geschlossen war und ich vor dem Truck sitzen bleiben musste.

Da mein Bekannter auf dem Truck nicht war konnte so recht auch niemand jemanden überzeugen, dass ich auch auf den Truck gehören würde…. Irgendwie hoffte ich aber doch noch drauf.

Am Ende kam ich doch wieder drauf.

Der Beitrag wäre zu Ende und ich nach Hause gefahren wäre – wenn es nicht doch noch geklappt. Irgendwann kam ein netter Mensch mit einem Bändsel und ich konnte doch noch auf den Truck steigen und musste nicht laufen – wo ich eh keine Lust hätte – da nicht wirklich spannend gekleidet

No chance !

Ich merkte dann aber sehr schnell, dass ein CSD-Truck auch nicht das gelbe vom Ei ist, zumindest nicht, wenn dieser Truck voll besetzt und zu voll ist – trotz einiger netter Personen. Also lief ich dann ganz fix doch wieder neben dem Truck – oder davor – und merkte, wie unglaublich voll es war.

Ich bin mir nichtmal sicher, ob der CSD je so voll war – vermutlich schon, aber irgendwie hatte ich die anderen Jahre immer eine ganze Menge mehr Platz auf der Strasse und vor oder neben den Trucks…

Apropros Trucks und CSD – es war mal wieder ein CSD der – wie üblich – den Trucks den wichtigsten Part einräumte. wieder einmal hatten die Fahrer offenbar keine Ahnung, dass der CSD nicht nur aus hundertundpaar Trucks sondern vor allem aus zehntausenden Personen besteht.

also scheuchten die Trucks wieder einmal die Personen weg und waren der Meinung dass wenn es Stau gibt gefälligst der eine Truck direkt hinter dem vorletzten zu stehen hat und Menschen die noch dazwischen stehen, gefälligst zu verschwinden haben – das ging so weit, dass sogar seile um die Trucks mit den Seilen des letzten Trucks verbunden wurden worden, damit da auch ganz bestimmt niemand mehr zwischen die Trucks reingeht.

Nochmal liebe Truckfahrer – wenn Stau ist und zwischen dem letzten Truck und eurem noch Menschen stehen, dann könnt ihr eben noch nicht weiter fahren – das kann doch nicht so schwer sein.

Also am Ende bin ich dann – ungeplant – doch wieder gelaufen und muss gestehen, dass ich so gelaufen bin, wie ich es sonst auf einem CSD nie täte – in Sneakers.

Immerhin in zum Kleid passenden roten Sneakers, die in meinem Rucksack waren.

rote Sneakers zum roten Kleid

Zwischendurch sprang ich immer mal wieder auf den Truck um etwas zu trinken oder mich mit ein paar Menschen zu unterhalten.

Die war so toll

Die oben war toll und hatte tolle Schuhe – die unten waren doof.

Ich bin immer wieder super genervt, wenn sich Firmen wie foodspring in den CSD wanzen um dort Werbung zu schalten, aber absolut nichts zurückgeben – die beiden Fahrzeuge waren nicht angemeldet und machten für sich schäbig Werbung. Geht gar nicht.

Was auch nicht geht – aber leider heute sein muss – sind solche Autostopper bei den verschiedenen Zufahrtsstrassen, die mir erst beim nachhause fahren aufgefallen sind.

Ich habe nicht drüber nachgedacht, aber es gab mir doch ein gutes Gefühl, als ich sie sah.

ansonsten war es aber ein sehr netter Tag auf dem Berliner CSD 2022

Rave The Planet 2022 – ( new Loveparade )

Dr. Motte wollte die Loveparade wiederbeleben – oder zumindest etwas so ähnliches – Rave The Planet sollte es heissen und heute durch die Berliner Innenstadt ziehen.

Jacky fragte, ob ich mitkomme, und da ich mir mal anschauen wollte, was die 2022er Version einer Loveparade so kann, schau ich mir das doch mal an. Techno ist ja durchaus auch ganz gut ab und an.

Kaum am Ku’damm angekommen, fängt es aber super an zu regnen – nein zu giessen und schütten als sei in Thailand gerade die Regenzeit begonnen – und da es warm war – auch in etwa in der Temperatur – trotzdem doof.

Das dauerte knapp ne halbe Stunde, danach war der Schauer beendet und es wurde wieder sonnig – und blieb es bis zum ende – und es wurde immer voller. 25.000 Personen waren angemeldet, irgendwas um die 100.000 wurden es wohl, mancheiner sagte 200.000, aber das ist ja bei jeder „Demo“ so – und das war ja auch eine… oder?

war aber klasse, gute Leute, gute Musik und der Truck, bei dem wir uns eingruppierten hat schönen pop-techno gespielt und mit einer zwei drei Flaschen Wein hatten wir eine ganze Menge Spaß

Vor allem ich hatte viel Spaß, da ich ohne Ende Komplimente für meine Haare bekommen habe – die kamen echt gut an 🙂 Danke an alle.

…also wenn Berlin eines nicht ist, dann doch wohl:

Ich habe heute drei Menschen mit dem folgenden T-Shirt gesehen.

Einer :
okay techno, na dann.

Einer :
Wow wenn das da rauskommt, höre ich nie mehr was anderes. Ein echtes Argument für techno.

Einer :
Ohgott, wenn das da rauskommt – dann höre ich lieber Schlager. Ein absolutes Argument gegen techno.

Und nun weiß ich auch nicht, was ich davon halten soll.

er war der erste „einer“.

kein Bild habe ich leider von dem Mädel, dass die wohl besten Eyeliner Wings der Welt hatte. Die sahen so gut aus. Ich wusste gar nicht, dass es bei guten Eyeliner Wings noch solche Unterschiede geben könnte, aber sowas hatte ich noch nicht gesehen – und ich musste es ihr sagen – gefiel ihr 🙂

Rave the Planet war gut – darf wieder stattfinden

Rave the Nation, war spassig, darf wieder stattfinden