Nacht-Tankstelle @ St. Pauli Theater

Nacht-Tankstelle @ St. Pauli Theater
oder aber
Selten ein Musical mit so wenig Inhalt gesehen

Nachtankstelle - St.Pauli Theater
Foto: Oliver Fantitsch
Danke an das St. Pauli Theater

man kennt sie ja aus Funk und Fernsehen. Die bekannteste und mit sicherheit auch umsatzstärkste Tankstelle Deutschlands. Die ESSO „Kieztanke“ auf der Hamburger Reeperbahn. Tausende wenn nicht noch viel mehr Geschichten ranken sich um diese Tankstelle. Alleine ich habe eine ganze Menge Geschichten, die um diesen Rund-Um-Die-Uhr-Supermarkt und Kiez-Treffpunkt handeln.

Sei es der Kauf von Rotwein und Kerzen für eine nächtliche Elbstrand-Party oder der üble Weg zu meiner allerersten Trannyparty, der mich an der Kieztanke vorbeiführte. Stoff für tausende mögliche Theaterideen oder aber für ein Musical.

Kiez-TankeDie original Kiez Tanke

So hat sich das St. Pauli Theater gedacht, und die Nacht-Tankstelle vor einigen Jahren ins Programm genommen. Der Gedanke ist gut: verschiedene vollkommen verschiedene Charaktäre verbringen den Heiligabend aus unterschiedlichsten Gründen mehr oder weniger zusammen an der Kieztanke

Die junge Punkerin, der junge Hip Hopper, der keine Lust auf seine spiessige Familie hat, der etwas intellektuelle ältere mann, der mit seiner Frau nicht so gut auskommt und seinen Kummer in Rotwein stilvoll im Glas ertränkt, der alleinlebende Seemann und die rüstige Rentnerin, die aus dem Altersheim ausgebüxt ist… Dazu diverse Personen die mal eben vorbeikommen…

nacht tankstelle

Alles mit ein wenig Melancholie und das ganze Singend, denn es handelt sich bei der nacht-Tankstelle um ein Musical. Ein erfolgreiches noch dazu… und ein hochgelobtes:

Hamburger Abendblatt:
„Hamburgs bestes Musical spielt auf dem Kiez. Der neue Liederabend von Franz Wittenbrink wurde bei seiner Premiere im St. Pauli Theater mit großem Jubel und absolut verdienten Bravos gefeiert.“

Die Welt:
… sieben sensationelle Darstellter liefern pralles Musiktheater.“

…Ehrlich? Ich bin mir nicht sicher, welche anderen Musicals das Hamburger Abendblatt noch so gesehen hat, aber ich habe in den letzten Jahren wirklich eine ganze Menge Musicals gesehen bei denen großer Jubel und Bravos verdient waren. Die Nacht-Tankstelle war leider keines davon. (Nicht nur) Ich fand, dass aus den tausenden möglichen Geschichten kaum etwas gemacht wurde. Genaugenommen hatte das ganze Musical eigentlich keine wirkliche Handlung, kaum Text und keine hamburg oder Kiezspezifischen geschichten, die eben nicht auch irgendwoanders hätte passieren können. Dazu waren viele der Songs zwar gut gesungen aber nicht jeder hätte wirklich sein müssen.

Nacht-Tankstelle

Kurz gesagt, ich war etwas enttäuscht und meine beiden Begleitungen ebenfalls. Aber nichts gegen das St. pauli Theater, ich habe dort wirklich schon tolle veranstaltungen gesehen, nur dieses Musical hat mich nicht wirklich überzeugt.. Dafür war es dann doch zu teuer.

Weihnachten in Hamburg

Es ist ja jedes Jahr das Gleiche. Pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen sind die Berliner alleine in Ihrer Stadt, denn alle zugezogenen fahren nach Hause zu Familie und alten Freunden um dort Weihnachten zu feiern. Tja auch ich bin weg und in Hamburg und abarbeite meine kleine To Do List für diese Tage.

Also frohe weihnachten allerseits.

To Do List

[X] Driving home for Christmas
[X] Schulfreundin treffen
[X] Nachttankstelle gucken
[X] Reifen wechseln
[X] auf dem Kiez versumpfen
[. ] Heiligabend mit Family
[. ] 2. Feiertag mit Freunden feuerzangenbowle trinken
[. ] Freunde und Bekannte treffen (paar Termine sind noch frei)
[. ] Driving back for Silvester

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Irrenhouse Hamburg

Irrehouse Hamburg

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Okay am Wochenende war ja nicht nur die Obsession zu der ich in Hamburg war, sondern auch die zweite Ausgabe des Irrenhouse Hamburg in der Lcation2 diekt hinter Olivia Jones Bar.

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Ausgerichtet von Nina Queer und auch Valery Pearl hatte wohl irgndwie ihre Finger darin… Wie auch immer, das ist ein 1A Grund, dort noch einmal nach der Obsession vorbeizuschauen und mal nach dem Rechten zu sehen ob sich in den letzten Jahren auf Hamburgs Kiez irgendetwas grundlegendes geändert hat.

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Gegen vier schlug ich auf der Großen Freiheit auf, Auto parkte ich in der Schmuckstrasse – und wer Hamburg kennt, weiss, dort ist der Transenstrich – nicht eben der Bereich, wo man als Drag gerne gesehen wird… Allerdings hat mir das schon mal mehr Muffensausen gemacht.

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Hey alles gut. der Hamburger Kiez ist und bleibt mein Revier. Jahre meines Lebens habe ich dort in den Strassen verbracht, wenngleich auch größere Zeit zwei Nebenstrassen weiter auf dem (Hamburger) Berg, der Hamburger Strasse, die ich meist vermisse.

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Nun wie gesagt „vier“. Hamburg ist ja neben Berlin die wohl einzige stadt in Deutschland, wo zu dem Zeitpunkt noch etwas auf Partys los ist und es war halb Berlin anwesend. Ninas Partybus war wohl gut gefüllt und man war allseits verwundert, wo ich denn zu dieser ja doch eher späten Zeit so herkommen würde… Nun, wer sich schon eine Wohnung in Hamburg leistet, muss die beizeiten auch mal ausnutzen.

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Auf jeden Fall war das Irrenhouse in Hamburg in mehrfacher Hinsicht wie „nach Hause kommen“. Diese Party an diesem Ort, das fühlte sich richtig und gut an. Richtig gut also und die Stimmung war hervorragend. Ich sags ja immer Hamburg lechzt nach solchen Partys.

Erstaunlich war allerdings, dass machneiner wohl nict so richtig wusste, wo er dort gelandet, so baggerte ein Typ ziemlich nervend an mir herum und ich fand heraus, dass er es vorher schon erfolglos an Nina und einigen anderen versucht hatte, danach suchte er sich dann Julia aus… Was soll ich sagen, es gab wenig andere Möglichkeiten für uns beide, als uns als Pärchen auszugeben, bis er endlich keinen Bock mehr hatte und sich das nächste Opfer suchte…

Kiez eben. Schwierig, aber doch irgendwie schön.

Hamburger Abendblatt am CSD Vortag

Man kennt den Spruch ja zur Genüge:
Nichts ist so alt, wie die Nachricht von gestern.
man kann ihn aber auch erweitern zu
…ausser das bild vom letzten Jahr

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…..Man Man, da versuche ich jedes Jahr wieder, etwas Aufmerksamkeit zu erheischen um vielleicht danna uch irgendwann mal in einer Zeitung unter den Bildern des CSD in Hamburg, Köln oder Berlin aufzutauchen und dann kommt es so unvorbereitet und unbewusst – mit einem Bild vom letzten Jahr.

Schon auf der Parade sprchen mich einige Personen an, dass ich wohl in der Zeitung sei – also vielleicht, falls ich das denn sei. Wunderte mich zwar etwas, denn der CSD hatte ja kaum angefangen, woher sollten die schon ein Bild haben.

Hatten sie – vom letzten Jahr. etwa ein Drittel Seite und ein Zitat, dass nicht aus meinem Mund stammt, aber was macht es schon. Dieses Bild hat selbst meine Mutter in der Zeitung gesehen, wie ich heute erfuhr 🙂

Und nein, gab kein Geld dafür, Mama. Ich war als Teil einer öffentlichen Veranstaltung Fotografen-Freiwild