Rach & Ritchy

Am Wochenende war der Hamburger Christopher Street Day und da das ja  nunmal meine Heimatstadt ist, ist es selbstverständlich, dass ich dabei bin. Dabei war dieses Jahr auch wieder Sheila, die Hamburg mehrfach ausfallen liess, aber nach dem verregneten CSD in Köln ihr Kostüm noch einmal ausführen wollte.

Da ich immer noch meine Wohnung in Hamburg habe, die ich eh jeden Monat bezahle, brauchten wir auch kein Hotelzimmer und hatten so etwas Budget übrig, dass es auf äääh in den Kopp zu hauen galt. Bei Sheila heisst soetwas Essen und zwar gutes.

Nach etwas Recherche per Internet im Auto entschieden wir, dass wir uns mal anschauen würden, was Rach der Restauranttester denn so in seinem eigenen Restaurant verzapft.

Nun bin ich mir ja nicht sicher, ob Herr Rach in dem Restaurant überhaupt mit mehr als seinem namen involviert ist, oder in seinem Grill Restaurant „Rach und Ritchy“ nicht eigentlich Richy die ganze Arbeit macht, aber wen interessiert das schon…. Hauptsache es schmeckt. Mir schmeckte es – und da es auch Sheila schmeckte muss es wohl auch gut gewesen sein.

Schon die Dame, die uns die große Schiefertafen-Karte erklärte erwies offensichtliche Kompetenz. Welches Fleisch wann wie wo nicht eingeführt werden darf, was genau dieses Fleich ist, womit welches Tier gefüttert wird und wie es schmeckt… welche Beilagen gut sind uswusf.

Ich nahm ein Stück Fleisch mit Sauce Bernaise, Honig glasierten Karotten und Kartoffelgratin, während Sheila sich eine Dorade kommen liess… Und als würde das nicht reichen nahmen wir wie damals im Grill Royal noch eine große Meeresfrüchte-Vorspeisenplatte mit allem, was so dazugehört…

Ich bin ja sehr für Fisch. Zuallererst bei Sushi… Weg mit dem Reis und her mit dem Fisch…aber ich weiss eigentlich nichts darüber… Welcher Fisch ist eigentlich roh und welcher nicht… Nun Sheila konnte mir einiges erklären, und es war wohl so, dass alles auf den Punkt war.

So konnte sie dann am Ende auf die Frage wie es war umfangreiches Feedback geben konnte, während ich mit einem „ich hab nicht so viel Ahnung, aber mir hats geschmeckt“ aufwarten musste…

Aber genau das solls doch auch. Schmecken… sowohl den Feinschmeckern als auch den den normal-essenden 🙂

Das Rach & Richy hat wohl alles richtig gemacht, egal ob nun Herr Rach oder Herr Ritchy dafür zuständig waren..

Matsumi Hamburg

Matsumi. Japanisch essen in Hamburg.

Ein Gourmet und Feinschmecker wird aus mir in diesem Leben wohl nicht mehr werden. Ich kann beim Verzehr einer Pizza in der Pizzeria quer gegenüber genauso viel Genuss verspüren, wie bei einem fünf Sterne Menü in einem guten und teuren Restaurant. Schlimmer noch, ich könnte nichteinmal zwischen gut und teuer unterscheiden, wie ich auch zwischen japanisch und chinesisch nicht so recht unterscheiden kann.

So verirrte ich mich wohlwissentlich vorletzte Woche in die Feinschmeckerabteilung der Galeria Kaufhof, wo es so ziemlcih alle Leckereien gab, die man sich so vorstellen kann. Ein Feinschmecker hätte vermutlich hunderte Euro ausgegeben, ich kaufte ein Baguette, Butter und Salami…

Und soeine Person wird in Hamburg von der ausgewiesenen Feinschmeckerin Sheila gefragt, wo man denn etwas essen könne.

Ich: Ähmmm ÖÖÖh. Vapiano ?? Oder moment da gibt es einen Chinesen, garnicht weit von hier, der soll der beste der Stadt sein.
Sheila: Chinese? Nein das geht garnicht.
Ich: Nicht??? Dabei soll das der einzige Koch in Hamburg sein, der selbst den giftigen Kugelfisch zubereiten darf….
Sheila: Kugelfisch? Dann ist das kein Chinese, dann ist das ein Japaner.
Ich: Chinese, Japaner, Thailänder. Für mich alles das gleiche…… Alles Asiaten.

Wir warfen einen Blick in Qype, und fanden heraus, dass es sich dabei um das Matsumi handelte, dass ich bereits einmal besucht und wie folgt beschrieben habe:

Das Matsumi soll das wohl beste japanische Restaurant in Hamburg sein, der Koch darf auch den bei unsachgemäßer Behandlung giftigen Kugelfisch zu Sushi verarbeiten und das Restaurant schmückt sich mit einigen Emblemen, die die Güte bezeugen.

Das alles mag zwar sein, aber meinen Geschmack hat dieser Japaner leider doch nicht getroffen. Vermutlich liegt das aber einfach nur an meinem Europäischen Gaumen.
Ich war nicht begeistert.

Andere Einträge lobten das Matsumi allerdings ind Grund und Boden bzw in den Himmel und so fuhren wir dort hin. So weit ich die Reaktionen von Sheila und ihrer Liebsten einschätzen konnte, ist dieser Japaner offensichtlich wirklich einer der besten, wenn nicht DER beste Japaner die man in Hamburg so besuchen kann. ich selber liess Sheila etwas für mich bestellen und es hat mir tatsächlich geschmeckt. Glücklicherweise hatte ich eine Suppe, und einen Löffel. Denn im Matsumi gibt es kein europäisches Besteck – und nur mit Stäbchen wäre ich wohl nicht satt geworden.

Also: auch wenn ich es nicht richtig würdigen kann, vertraue ich mal Sheila und den Qype-Nutzern und sage Das Matsumi ist DER Tip für japanisches Essen in Hamburg.

Und wer nach diesem Beitrag nun als Banause betitelt, dem erzähle ich beizeiten mal die Adresse des besten Döner-Ladens in Berlin Kreuzberg. Wer allerdings wissen will, wo das Matsumi Hamburg ist, der Schaue hier auf die Google Map.

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Matsumi Hamburg
Colonnaden 96
, 1. Etage
20354
Hamburg